Bruchpilot
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Um was genau möchtest du denn jetzt diskutieren?Diskutieren wir jetzt wirklich auf der Sachebene, OB eine hypothetische U-Bahn-Erschließung überhaupt gut ist? Weil so hatte ich den Post von speedo verstanden, so fasse ich auch gerade deinen Tonfall auf.
Also rein Fahrzeiut-mäßig dürfte der break-even Point einer U-Bahn nach Neufahrn bereits in Garching Liegen. Fröttmaning und weiter südlich bist du mit den bisher existierenen "Umwegen" schneller, als mit einer U6 Neufharn. Mit der 100 km/h-U-Bahn kannst du es vielleicht nach Fröttmaning verschieben, ob das der große GEwinner-Move ist, der die Entwickllungskosten eines solchen völlig neuen Zugtyps rechtfertigt?Und sorry, das sehe ich diametral anders. Wir können gerne darüber reden, ob es wirtschaftlich sinnig ist - und da vertrete ich die gleiche Einstellung wie mutmaßlich die meisten hier. Das hätte man sogar aus meinem Ausgangspost auch rauslesen können. Aber sein einziges Argument, es sei allein wegen der Fahrgeschwindigkeit der U-Bahn die - Zitat - dümmste Schnapsidee - war halt schwach. Denn auch mit 80 km/h würde die Strecke einer eklatanten Masse an Menschen reale Fahrzeitgewinne bringen. 160 km/h bringen mir nix, wenn ich dafür erstmal 10 Minuten mit 80 km/h in den Süden fahren muss.
ES sollte denn auch vielleicht ein Verkehrssystem sein, welches dazu passt. Die stadtnahe Lage von Schönefeld und der bereits vorher vorhandene Berliner Bahnring macht eine SPV-Anbindung einfacher, als ein Airport im Moos, mit serh viel nix drumherum. Hätte man den neuen BER in Spangdalen gebaut, dann wäre die Idee mit der U-Bahn sicher auch ganz großartig gewesen, was?Ich denke mir dabei, dass es für ein interkontinentales Drehkreuz vielleicht nicht ganz blöd wäre, für die öffentliche Verkehrsanbindung an die beheimatende Millionenstadt ein redundantes zweites Verkehrssystem zu haben. Der ganze mediale Geschiss, den der Flughafen in den letzten Monaten wegen SEV hatte, und die schlechte Reputation, die das bei vielen Reisenden hinterlassen hat, wäre einfach nicht passiert.
Daß eine U-Bahn einfach mal völlig ungeeignet ist, einen "SEV" zur S-Bahn zu übernehmen, kennen Bahner schon aus der Diskussion um die U-Bahn nach Pasing, die auch nur rausgeschmissenes Geld ohne echten Nutzen ist. Eine U-Bahn schafft 1000 PAX weg, eine einzige S-Bahn kann aber 1600 PAX ranschaffen. Am Flughafen müsste die U-Bahn aber zwei Linien ggfs. ersetzen, in Pasing sogar mindestens vier - rechne es selbst aus. Von Gepäck, und deren Ablagemöglichkeiten mal ganz abgesehen.
Die Idee einer U6 nach Neufarhn ist ein nettes Gimmik, und hat durchaus einen gewissen Nutzen, nur liegt der sicher nicht in einer Verbesserung der Flughafen-Anbindung. Bei einer - wie schon geschen, und wie noch öfter notwendigen - Sperrung von Flughafen-West, welches nicht nrui die S1/S8, sondern auch den RE22 ausknockt hast du mit einer U6 Neufahrn halt auch nicht wirklich was gewonnen. Wenn schon, dann doch gleich bis zum Flughafen, um wenigstens Umsteigefreiheit herzustellen. Wo ein U6-Flughafenbahnhof entstehen könnte, wird dann natürlich auch spannend.
sie sind weit sachlicher, als allles, was von deiner Seite her zu dem Thema kommt.Ich pendel selbst beruflich jede Woche zwischen München und Berlin - und bei allem Spott über den BER muss ich sagen: Das Konzept, den Flughafen von beiden Seiten und mit zwei verschiedenen Verkehrssystemen (und zukünftig womöglich mit einer U7-Verlängerung mit einem dritten) beidseitig an die Stadt anzubinden, ist schon wirklich smart, weil es enorm viele Störfaktoren, die den Flughafen "vom Netz" nehmen können, beseitigt.
Sind das diese sachlichen Argumente in question?