Alles zum Thema A350

Laut diesem Artikel bei airliners.de werden im Frühjahr 2013 noch 3 weitere Transporte 2er Flügel und dem Rumpfmittelstück nach MUC erfolgen, um die Komponenten bei IBAG zu testen.
 
In Bremen wurde jetzt die erste voll aufgrüstete Tragfläche fertiggestellt und kann nun nach TLS gebracht werden. Dort sind inzwischen alle drei Rumpfteile für MSN 001 eingetroffen und werden zusammengefügt. Nächste Woche soll die FAL in TLS feierlich eröffnet werden und bis dahin sollte dann auch MSN 001 neben dem Static Test Flugzeug in der Halle zur Tragflächeninstallation stehen.

a.de
 
A350 XWB Final Assembly Line time lapse
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The A350 XWB Final Assembly Line: efficiency in motion
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A350 XWB final assembly: a step-by-step overview
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Es wäre ja nach den ERfahrungen, die Boeing machen musste, auch mehr als blöd gewesen, daran festzuhalten. Aber wie schon im 'Albdreamliner-Thread' kann ich auch hier meiner Verwunderung nur Ausdruck geben, dass man auch auf EADS-Seite dieses Sicherheitsrisiko überhaupt in Erwägung zog.


Nein, das sehe ich nicht so. Beim Dreamliner haben wir nicht ein Technikversagen, sondern ein Versagen beim supply chain management und im Controlling sowie bei der Zertifizierung. Beim 787 haben wir bisher die Spitze des Eisbergs gesehen. Mehr nicht ...
 
Nein, das sehe ich nicht so. Beim Dreamliner haben wir nicht ein Technikversagen, sondern ein Versagen beim supply chain management und im Controlling sowie bei der Zertifizierung. Beim 787 haben wir bisher die Spitze des Eisbergs gesehen. Mehr nicht ...

Das seh' ich etwas anders!

Auch wenn ich jetzt nicht der große Spezialist für Lithium-Ionen-Akkus bin, so war und ist mir zumindest bekannt, dass die 'Dinger' bzgl. exothermer Reaktionen nicht ganz unproblematisch sind. So traten beispielsweise bei Festnetztelefonen Probleme mit Li-Ak. auf, weil sie überhitzten. Opel hat mit diesen Akkus auch schon einige seiner Elektroautos abgefackelt. Dieses 'thermische Durchgehen' ist und war hinreichend bekannt. Wenn man dann solche Akkus, ohne diese entsprechend lange und in verschiedensten Betriebszuständen zu testen, in Flugzeuge einbaut, ist dies grobfahrlässig und weicht von der ursprünglich mal im Flugzeugbau vorherrschenden Ethik ab.

Und weil Du einen Hinweis auf die Lieferkette tätigst: Boeing und EADS sind, wenn sie verschiedene zugekaufte Bauteile zusammenfügen, im Sinne des Produkthaftungsgesetzes Hersteller - und somit vollumfänglich und verschuldensunabhängig in der Haftung.

Wie weiter oben von mir schon angemerkt: das Ganze ist völlig unverantwortlich und alle Beteiligten (am meisten natürlich die Paxe und Crews) haben ausgesprochenes Glück gehabt, dass so ein Vogl nicht in der Luft abgefackelt ist und hunderte Tote hinterlassen hat.

Ich bin, schon auf Grund meiner Ausbildung, wirklich ein Technikfreak, aber das Eingehen solcher Risiken stößt bei mir auf mehr als Unverständnis!
 
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Ich sehe im Moment bei dem Thema zwei Probleme:

1. Die Akku-Technologie selbst (Li-Io), damit haben alle Hersteller unter Umständen ihre Probleme, da das Verhalten dieser Zellen duchaus anders sein kann als bei Ni-Cd oder ähnlichen Technologien.

2. Das konstruierte System zur Verwendung dieses Akkus in den jeweiligen Geräten bzw. Fahrzeugen. Das ist je nach Hersteller problematisch oder auch nicht, je nachdem wie gut die Hersteller sich mit dieser Angelegenheit auseinander gesetzt haben.

Bei Boeing sehe ich momentan bei beiden Punkten Probleme, bei Airbus nur bei ersterem, weshalb dort erstmal auf diese Technik verzichtet wird.
 
Das seh' ich etwas anders!

Auch wenn ich jetzt nicht der große Spezialist für Lithium-Ionen-Akkus bin, so war und ist mir zumindest bekannt, dass die 'Dinger' bzgl. exothermer Reaktionen nicht ganz unproblematisch sind. So traten beispielsweise bei Festnetztelefonen Probleme mit Li-Ak. auf, weil sie überhitzten. Opel hat mit diesen Akkus auch schon einige seiner Elektroautos abgefackelt. Dieses 'thermische Durchgehen' ist und war hinreichend bekannt. Wenn man dann solche Akkus, ohne diese entsprechend lange und in verschiedensten Betriebszuständen zu testen, in Flugzeuge einbaut, ist dies grobfahrlässig und weicht von der ursprünglich mal im Flugzeugbau vorherrschenden Ethik ab.

Die Technik ist sicher. Wie viele Milliarden Li-Ion-Akkus brennen denn täglich nicht ab? Die jetztige Version die in der 787 verbaut ist, ist sicherlich nicht geeignet. Was aber eher an der Konstruktion der Einheit liegt, als am Prinzip. Im All herschen sicher noch mal schärfere Bedingungen als an Board einer 787.

Die häufigsten Brände enstehen auf zwei Arten: einmal durch Metallteilchen die in der Produktion "liegen geblieben sind" oder quasi extern bspw. durch falsche Verkabelungen etc.



Und weil Du einen Hinweis auf die Lieferkette tätigst: Boeing und EADS sind, wenn sie verschiedene zugekaufte Bauteile zusammenfügen, im Sinne des Produkthaftungsgesetzes Hersteller - und somit vollumfänglich und verschuldensunabhängig in der Haftung.

Wie weiter oben von mir schon angemerkt: das Ganze ist völlig unverantwortlich und alle Beteiligten (am meisten natürlich die Paxe und Crews) haben ausgesprochenes Glück gehabt, dass so ein Vogl nicht in der Luft abgefackelt ist und hunderte Tote hinterlassen hat.

Ich bin, schon auf Grund meiner Ausbildung, wirklich ein Technikfreak, aber das Eingehen solcher Risiken stößt bei mir auf mehr als Unverständnis!




Boeing hat das erste Mal im großen Stil eine Flugzeugproduktion outsourcen lassen. Vor der 787 kamen ca. 96% der Komponenten aus dem eigenen Hause, wohingegen heute nur noch rund 60% in eigener Leistung erfolgt. Dies hat zur Folge, das man ein state of the art Managment und Controlling aller Prozesse haben muss. Dass outsourcen einzelner "isolierter" Problemfelder ist ein Problem in sich (Stichwort Vertragstrafen etc.). Boeing ist in der Entwicklung der 787 sehr "amerikanisch" vorgegangen und hat die Zulieferer unter enormen Druck gesetzt. Die Ziele der Zulieferer war um jeden Preis irgendwas "fertiges" zuliefern. Weil auch Boeing das Wasser bis zum Hals stand, hat man einfach eingebaut was man bekommen hat und hat eben "vertraut". Um etweiligen Problemen aus dem Weg zugehen hat man die Lizenzierung auch gleich größten teils selbstgemacht.

Man könnte sich ja mal fragen, wieso die Probleme erst jetzt auftauchen, das wäre nichts was man nicht hätte simulieren können ...

Airbus hingegen hat viel mehr Erfahrung mit dezentralen Prozessen und im Zweifel eine strengere Zertifizierungbehörde im Nacken.


Alles was du beschreibst ist im Prinzip richtig (mit der Ausnahme der Technik) aber eben eine direkte Folge aus der versagen der Supply-Chain. Beim 787 wurde getrickst, vermurkst und beschissen, jedoch haben wir öffentlich bisher die Spitze gesehen nicht mehr ...
 
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Danke für die ausführliche Antwort, @joe!

Bzgl. 'amerikanischer Vorgehensweise' hast Du sicherlich recht (ist ja leider zwischenzeitlich auch bei uns ein Problem geworden, dass man lieber schnell und schlampig als langsamer und dafür gründlich arbeitet).

Auch Deine Frage warum die Probleme erst jetzt auftauchen und warum nicht entsprechende Simulationen gefahren wurden ist zutreffend (hier sind wir wieder beim 'schnell und schlampig').

Alleine schon wegen der Gefahr von Schadensersatzklagen, Imageverlust, etc., ganz zu schweigen von der, von mir oben angeführten, Gefahr für Leib und Leben wäre eine andere Vorgehensweise angebracht gewesen.

Und wenn es so ist, wie Du schreibst, dass bisher nur die Spitze des Eisbergs an die Öffentlichkeit gedrungen ist ..., na dann Mahlzeit!

Bezüglich der Technik bin ich allerdings immer noch skeptisch. Allerdings fehlen mir, um genauer darauf einzugehen, spezifizierte Angeben über die Akkus (welcher Seperator, welche spezielle Art von Li-Akkus). Die Fehlerquellen können allerdings durchaus vielschichtiger sein (mech. Beschädigung beim Bau/Transport/Montage und damit Kurzschlüsse, beim Brand schlechte Löschbarkeit (Sand oder kontrolliert abbrennen lassen), Verunreinigung d. Seperators->Kurzschluss->Brand, usw., usf.. Natürlich hat man Fortschritte erzielt und die meisten Gefahren kann man durch entsprechende und spezielle Schutzmaßnahmen/zusätzliche Bauteile/Schaltungen eingrenzen. Aber ein Restrisiko bleibt.

Was Deinen Einwand mit der Raumfahrt betrifft: in solchen Fällen wird sicherlich mit mehr Wissen und Sorgfalt an die Sache herangegangen, zum anderen ist die Anzahl geringer. Und was ich für ganz wesentlich halte, jeder Raumfahrer kennt die relativ hohen Risiken, die er eingeht.

Auch der Hinweis auf die mio. Akkus, die im täglichem Leben nicht abfackeln befriedigt mich nicht, da diese ganz anderen Betriebsbedingungen unterliegen und von der Größenordnung anders liegen. Ich wüsste z.B. nicht, wo Akkus dieser Kapazität bisher verbaut wurden (außer Autoindustrie und Raumfahrt - bei der Autoindustrie hat es ja nicht so gut geklappt, wie oben schon erwähnt). Und bei dieser geringen Anzahl und kurzen Zeit kann man m. E. nicht von ausreichend getestet und geprüft sprechen.

Für mich ist und bleibt es ein höchst gefährliches Spiel mit dem Feuer - auch bei EADS, sollten sie sie wirklich verbauen.
 
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Bzgl. 'amerikanischer Vorgehensweise' hast Du sicherlich recht (ist ja leider zwischenzeitlich auch bei uns ein Problem geworden, dass man lieber schnell und schlampig als langsamer und dafür gründlich arbeitet).

Auch Deine Frage warum die Probleme erst jetzt auftauchen und warum nicht entsprechende Simulationen gefahren wurden ist zutreffend (hier sind wir wieder beim 'schnell und schlampig').

Ich meine damit nicht nur schnell und schlampig sondern insbesondere die Zusammenarbeit hire/fire, alles über Vertragsstrafen und großen Druck nach unten lösen zu wollen.


Alleine schon wegen der Gefahr von Schadensersatzklagen, Imageverlust, etc., ganz zu schweigen von der, von mir oben angeführten, Gefahr für Leib und Leben wäre eine andere Vorgehensweise angebracht gewesen.

Dann sollte der Flieger lieber gar nicht abheben ...


Und wenn es so ist, wie Du schreibst, dass bisher nur die Spitze des Eisbergs an die Öffentlichkeit gedrungen ist ..., na dann Mahlzeit!


Noch gibt es wenig dazu in der Presse. Das fängt bei Verkabelungsproblemen an, geht über Lecks, struckturelle Ermüdungen, nicht FAA konforme Batterien und um die FAA die nicht richtig zertifiziert hat ...

Bezüglich der Technik bin ich allerdings immer noch skeptisch. Allerdings fehlen mir, um genauer darauf einzugehen, spezifizierte Angeben über die Akkus (welcher Seperator, welche spezielle Art von Li-Akkus). Die Fehlerquellen können allerdings durchaus vielschichtiger sein (mech. Beschädigung beim Bau/Transport/Montage und damit Kurzschlüsse, beim Brand schlechte Löschbarkeit (Sand oder kontrolliert abbrennen lassen), Verunreinigung d. Seperators->Kurzschluss->Brand, usw., usf.. Natürlich hat man Fortschritte erzielt und die meisten Gefahren kann man durch entsprechende und spezielle Schutzmaßnahmen/zusätzliche Bauteile/Schaltungen eingrenzen. Aber ein Restrisiko bleibt.

Was Deinen Einwand mit der Raumfahrt betrifft: in solchen Fällen wird sicherlich mit mehr Wissen und Sorgfalt an die Sache herangegangen, zum anderen ist die Anzahl geringer. Und was ich für ganz wesentlich halte, jeder Raumfahrer kennt die relativ hohen Risiken, die er eingeht.

Auch der Hinweis auf die mio. Akkus, die im täglichem Leben nicht abfackeln befriedigt mich nicht, da diese ganz anderen Betriebsbedingungen unterliegen und von der Größenordnung anders liegen. Ich wüsste z.B. nicht, wo Akkus dieser Kapazität bisher verbaut wurden (außer Autoindustrie und Raumfahrt - bei der Autoindustrie hat es ja nicht so gut geklappt, wie oben schon erwähnt). Und bei dieser geringen Anzahl und kurzen Zeit kann man m. E. nicht von ausreichend getestet und geprüft sprechen.

Für mich ist und bleibt es ein höchst gefährliches Spiel mit dem Feuer - auch bei EADS, sollten sie sie wirklich verbauen.

Alles im Leben hat ein Restrisiko ... Der erste Schritt wäre einmal die jetzige Batterie den neun Auflagen der FAA anzupassen, die breits seit 2007 bestehen. Darüberhinaus halte ich eine Gestaltung einer Einheit mit großer Sicherheit für absolut machbar. Dazu muss man ja nur etwas an Isolation, Gasentweichung, feuerlöschende Umantelung etc. machen.
 
Ich meine damit nicht nur schnell und schlampig sondern insbesondere die Zusammenarbeit hire/fire, alles über Vertragsstrafen und großen Druck nach unten lösen zu wollen.

Ich war die vergangenen Wochen auch wieder mal in den USA und musste erneut erschreckt feststellen dass ein Großteil der einfacheren Angestellten kaum Ahnung haben von dem was sie machen. Da sieht man dass eine einigermaßen gute Schulbildung und eine Lehre/Ausbildung wie es bei uns praktiziert wird viel bringt. Hire&Fire führt nur dazu dass man lauter ungelernte Mitarbeiter hat. Die Qualität der Arbeit sieht man auch im späteren Produkt...
 
Kommt der P&W XWB GTF ? ;D

Pratt & Whitney will mit dem Getriebefan-Triebwerk nun auch in die Liga der großen Motoren aufsteigen und überlegt angeblich für den A350 ein Triebwerk zu bauen. Für Airlines die das GTF schon für andere Maschinen geordert haben und/oder die die Nase voll haben von Rolls Royce wäre das eine gute Alternative.

Bloomberg
 
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