Unfälle (Zwischenfälle/Sicherheitslandungen) mit Flugzeugen

Ein aus Dubai kommender B747-Vollfrachter der ACT Airlines (TC-ACF) ist am frühen Montagmorgen (Ortszeit) in Hong Kong von der Landebahn 07L abgekommen und ins Meer gestürzt. Möglicherweise kollidierte die im Auftrag von Emirates SkyCargo betriebene Maschine zuvor mit einem Bodenfahrzeug, in dessen Folge das Hauptfahrwerk beschädigte wurde. Das Flugzeug kam schließlich mit der Nase über der Ufermauer zum Stillstand.
Updates:
  • Das Bodenfahrzeug, ein Streifenwagen befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls außerhalb des Flughafenzauns und scheint mithin nicht ursächlich für den Unfall zu sein.
  • Vielmehr drehte das Flugzeug kurz nach der Landung von der Landebahn in Richtung Meer ab, durchbrach den Zaun und kollidierte dann mit dem auf der Umgehungsstraße befindlichen Fahrzeug, wodurch dieses ins Meer geschleudert wurde.
  • Mittlerweile sind die Leichen der beiden Fahrzeuginsassen lokalisiert und geborgen worden.
  • Nach den „Black Boxes“ des in zwei Hälften geborstenen Flugzeugwracks wird noch gesucht.
  • Die nördliche Landebahn des Flughafens bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
 
Die FAA hat eine Lufttüchtigkeitsanweisung für Flugzeuge des Typs MD-11 herausgegeben, die vor der Durchführung weiterer Flüge zwingend eine Inspektion der Flugzeuge und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen vorschreibt.
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Die US amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA hat die Lufttüchtigkeitsanweisung, die ursprünglich am 08. November 2025 für alle Flugzeuge des Typs MD-11 und MD-11F erlassen wurde, nun auf mehrere Varianten der Typen MD-10 und DC-10 ausgeweitet, wobei sie sich darauf beruft, dass alle Modelle mit den mehr oder weniger identischen Triebwerkspylonen wie jenen der verunglückten UPS MD-11F ausgerüstet sind.

Das Grounding gilt damit nun für …

• MD-11 / MD-11F

• MD-10-10F / MD-10-30F

• DC-10-10, -10F, -15, -30, -30F (einschließlich KC-10A & KDC-10), DC-10-40, DC-10-40F
 
Die südkoreanische Untersuchungsbehörde hat in einem Zwischenbericht festgestellt, dass der Absturz der B737-800 der Jeju Air auf dem internationalen Flughafen Muan möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass der Pilot nach einem Vogelschlag irrtümlich das falsche Triebwerk abschaltete.

Die Ergebnisse, die den Angehörigen der Opfer bei einer Besprechung am 19. Juli 2025 auf dem Flughafen Muan vorgestellt wurden, zeigen, dass der Flugkapitän irrtümlich das linke Triebwerk, welches zu diesem Zeitpunkt normal funktionierte, anstelle des rechten Triebwerks, das durch einen Vogelschlag beim Landeanflug schwer beschädigt worden war, abschaltete.

Sowohl die Flugdaten als auch die Sprachaufzeichnungen aus dem Cockpit weisen darauf hin, dass der Flugkapitän die Anweisung gab, „Triebwerk Nummer zwei abzuschalten“, womit er das beschädigte rechte Triebwerk meinte. Die Ermittler stellten jedoch fest, dass stattdessen der Schalter für die Treibstoffabschaltung des linken Triebwerks betätigt worden war. Der Pilot betätigte daraufhin den Feuerlöscher des linken Triebwerks und verhinderte so dessen Wiederanlauf.

Beide Triebwerke wurden im März 2025 zu einer eingehenden Untersuchung nach Frankreich geschickt, die bestätigte, dass das linke Triebwerk keine mechanischen Probleme aufwies und seine elektronischen Systeme normal funktionierten.

Die Angehörigen der Opfer protestierten heftig gegen die Schlussfolgerungen und argumentierten, dass die Untersuchung kritische Fragen außer Acht lasse. Ein offizieller Termin zur Veröffentlichung des Zwischenberichts wurde daraufhin von den Behörden wieder abgesagt.
Ein bislang unveröffentlichter südkoreanischer Regierungsbericht bestätigt nunmehr, dass der fatale Ausgang des Unglücks ohne die nicht den ICAO Standards entsprechende Betonkonstruktion zum Aufständern von Navigationseinrichtungen am Ende der Landebahn hätte vermieden werden können. Laut einer offiziellen Simulation wäre die Überlebenswahrscheinlichkeit von Passagieren und Crew hoch gewesen, wenn das Flugzeug nach dem Überrollen der Landebahn nicht mit dieser Konstruktion kollidiert wäre.
 
UPS hat ein vorübergehendes Grounding aller ihrer aktiven MD-11F angekündigt.
Anhang anzeigen 20983
UPS hat nun die endgültige Stilllegung seiner MD-11-Flotte im vierten Quartal 2025 bestätigt und beschleunigt die Erneuerung seiner Flotte. Dieser Schritt markiert damit das Ende des MD-11-Vollfrachterbetriebs bei UPS im Zuge des folgenschweren Absturzes…
 
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