Bahnanschluss MUC

Ein Arbeitspapier der DB möchte ca. alle 24 Minuten (Zwei je einstündige Linien plus eine zweistündige Linie) einen bisher in München Hbf endenden ICE über Hbf hinaus zum Flughafen verlängern, mit diesem als neuer Endstation. Die Züge würden in einer entsprechend groß dimensionierten Abstellstation "Schwaigerloh II" parken/wenden, statt - wie derzeit - Abstellkapazitäten in Innenstadtnähe zu binden.

Vorteil daran wäre, daß die Fahrgäste, die "nur" nach München wollen schon raus sind, so daß die, die in M.Hbf zusteigen viel freien Platz vorfinden.
 
Ein Arbeitspapier der DB möchte ca. alle 24 Minuten (Zwei je einstündige Linien plus eine zweistündige Linie) einen bisher in München Hbf endenden ICE über Hbf hinaus zum Flughafen verlängern, mit diesem als neuer Endstation.
Das wäre dann die Variante ICE als Express S-Bahn?
Ob das sinnvoll ist? Für diejenigen, die im Zug bleiben, sicher nett. Für alle anderen, die sowieso umsteigen müssen, wäre auch eine oberirdische Express S-Bahn kein Unterschied dazu. Besonders überzeugend hört sich das Angebot jedenfalls nicht an.
 
Das wäre dann die Variante ICE als Express S-Bahn?
Ob das sinnvoll ist? Für diejenigen, die im Zug bleiben, sicher nett. Für alle anderen, die sowieso umsteigen müssen, wäre auch eine oberirdische Express S-Bahn kein Unterschied dazu. Besonders überzeugend hört sich das Angebot jedenfalls nicht an.
Das wäre dann auch für Fahrgäste mit Rail and Fly/Lufthansa Bahnzubringer-Ticket bzw. regulärem ICE-Ticket von weiter her mit Umstieg in München HBF günstig.
 
Rein per Zufall habe ich kürzlich dieses Arbeitspapier zu dem Konzept der Bahn für die Fernverkehrsanbindung aus dem Februar 2022 entdeckt.

Das Konzept fokussiert sich mehr auf die Prestige-Wirkung (alle ICE-Strecken fahren den Flughafen an) und auf den Passagierkomfort (die Fahrgäste müssen am Hbf nicht umsteigen), ich glaube aber nicht an die massive Verkürzung der Fahrzeit. Dazu würden die meisten ICEs bei jeder 2-ten Verbindung im Hbf München Kopf machen (90% der Fahrgäste steigen dabei aus), um über das westliche Gleisfeld zurück auf eine Neubaustrecke weiter zum Flughafen zu fahren. Im Flughafen müsste ein zweiter Tunnel parallel zum S-Bahn Tunnel mit eigener Rampe und eigener, zweiter Wendeanlage in Schwaigerloh gebaut werden.
Auf den Strecken von Nürnberg und via Ringschluß kommend könnte der Flughafen schon vor dem Hbf angefahren werden.

NBS München-Ingolstadt inkl. Fernverkehrsanbindung für den Flughafen München

Bezüglich Komfort und Prestige brächte das wirklich viel, nur die oft bemängelte lange Fahrzeit ab Hbf würde man nicht drastisch reduzieren. Die Verbindung wird m.E. auch nicht so viel schneller als eine zukünftige Express-S-Bahn durch die zweite Stammstrecke via Ismaning zum Flughafen raus sein. Wie man im Arbeitspapier auf ca. 15 min für Hbf -> MUC kommt, erschließt sich mir nicht. Der Aufwand wäre natürlich gigantisch und der Planungs- und Realisierungszeitraum läge m.E. bei 40++ Jahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal blöd auf die bestehenden Trassen projeziert wären es ca. 42km vom Hbf zum MUC:

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Die Planer kriegen da sicher die Krise wenn da ein ICE 2x die Stunde durch den Verkehr geschleust werden muss.
Nach meinem Verständnis ist die bestehende Trasse nicht dafür angedacht.
Ziel wäre die SFS München Nürnberg generell nochmal zu beschleunigen und zeitgleich andere Strecken zu entlasten.
Die von Nürnberg kommende Schnellfahr-Strecke würde ab Ingolstadt der A9 folgen und Nähe Autobahnkreuz verzweigen.
Der westliche Ast folgt dann der A92 und nutzt an deren Ende die Transrapid-Idee, um via Olympiazentrum in den Untergrund abzutauchen, statt über Moosach um das Schloß Nymphenburg herumzufahren.
Der östliche Ast trifft bei Neufahrn auf die Bestandstrecke und den Zulauf zum Flughafen.
Die direktere Neubaustrecke ab Hbf durch den Tunnel und danach an der A92 entlang entlastet und beschleunigt durch die Verknüpfung bei Neufahrn damit auch die Bestandsstrecke Moosach - Freising - Landshut.

Es ginge also nicht nur um eine Flughafenanbindung.

Um so schwieriger stelle ich mir einen Fernbahntunnel im Flughafen selbst vor, da der Rohbau aus der Vorleistung am T2 endet.
Alles was dort gebaut werden muß, steht im Grundwasser und muß daher vermutlich mit Spundwänden in offener Bauweise gebaut werden.
Nur liegen da ein Vorfeld, der Satellit zum T2, und bald auch ein T-Stiel auf der Strecke.
Nicht ohne. Oder man baut nördlich an den Terminals vorbei einen komplett neuen Tunnel?
 
Mal blöd auf die bestehenden Trassen projeziert wären es ca. 42km vom Hbf zum MUC:

Anhang anzeigen 21529

Die Planer kriegen da sicher die Krise wenn da ein ICE 2x die Stunde durch den Verkehr geschleust werden muss.
langfristig könnte der ICE auch über die Strecke über Ismaning geroutet werden - Aber da müsste als erstes die Strecke von Daglfing bis zum Nordring viergleisig ausgebaut werden, um die Güterzüge abzutrennen. Streitpunkt ist hier noch, ob ein Tunnel (wäre notwendig und sinnvoll) oder ein Trog (ist günstiger, aber keine gute Lösung mit Blick auf die geplanten Wohnbebauungen im Umfeld) realisiert werden.
 
Nach meinem Verständnis ist die bestehende Trasse nicht dafür angedacht.
Ziel wäre die SFS München Nürnberg generell nochmal zu beschleunigen und zeitgleich andere Strecken zu entlasten.
Die von Nürnberg kommende Schnellfahr-Strecke würde ab Ingolstadt der A9 folgen und Nähe Autobahnkreuz verzweigen.
Der westliche Ast folgt dann der A92 und nutzt an deren Ende die Transrapid-Idee, um via Olympiazentrum in den Untergrund abzutauchen, statt über Moosach um das Schloß Nymphenburg herumzufahren.
Der östliche Ast trifft bei Neufahrn auf die Bestandstrecke und den Zulauf zum Flughafen.
Die direktere Neubaustrecke ab Hbf durch den Tunnel und danach an der A92 entlang entlastet und beschleunigt durch die Verknüpfung bei Neufahrn damit auch die Bestandsstrecke Moosach - Freising - Landshut.

Es ginge also nicht nur um eine Flughafenanbindung.

Um so schwieriger stelle ich mir einen Fernbahntunnel im Flughafen selbst vor, da der Rohbau aus der Vorleistung am T2 endet.
Alles was dort gebaut werden muß, steht im Grundwasser und muß daher vermutlich mit Spundwänden in offener Bauweise gebaut werden.
Nur liegen da ein Vorfeld, der Satellit zum T2, und bald auch ein T-Stiel auf der Strecke.
Nicht ohne. Oder man baut nördlich an den Terminals vorbei einen komplett neuen Tunnel?
Es gab ja schon vor bald 20 Jahren die Idee eines derartigen (Nord-)tunnels, kurz nachdem der Transrapid gescheitert war.
 
Nach meinem Verständnis ist die bestehende Trasse nicht dafür angedacht.
Ziel wäre die SFS München Nürnberg generell nochmal zu beschleunigen und zeitgleich andere Strecken zu entlasten.
Die von Nürnberg kommende Schnellfahr-Strecke würde ab Ingolstadt der A9 folgen und Nähe Autobahnkreuz verzweigen.
Der westliche Ast folgt dann der A92 und nutzt an deren Ende die Transrapid-Idee, um via Olympiazentrum in den Untergrund abzutauchen, statt über Moosach um das Schloß Nymphenburg herumzufahren.
Der östliche Ast trifft bei Neufahrn auf die Bestandstrecke und den Zulauf zum Flughafen.
Die direktere Neubaustrecke ab Hbf durch den Tunnel und danach an der A92 entlang entlastet und beschleunigt durch die Verknüpfung bei Neufahrn damit auch die Bestandsstrecke Moosach - Freising - Landshut.

Es ginge also nicht nur um eine Flughafenanbindung.

Um so schwieriger stelle ich mir einen Fernbahntunnel im Flughafen selbst vor, da der Rohbau aus der Vorleistung am T2 endet.
Alles was dort gebaut werden muß, steht im Grundwasser und muß daher vermutlich mit Spundwänden in offener Bauweise gebaut werden.
Nur liegen da ein Vorfeld, der Satellit zum T2, und bald auch ein T-Stiel auf der Strecke.
Nicht ohne. Oder man baut nördlich a den Terminals vorbei einen komplett neuen Tunnel?
Da werden dann aus den 40++ Jahren eher 50+, da ist dann sogar schon meine Tochter in Rente:cool:
 
Um so schwieriger stelle ich mir einen Fernbahntunnel im Flughafen selbst vor, da der Rohbau aus der Vorleistung am T2 endet.
Das ist eine (sehr hartnäckige) Urban Legend.
Ich habe vor einiger Zeit mal direkt am Flughafen angefragt: Es gibt keinen Fernbahntunnel im Rohbau. Es gab/gibt Vorhalteflächen v.a. für der Zulauf, aber eine Bautätigkeit hat nicht stattgefunden.
 
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