Bahnanschluss MUC

Hätte man das von Anfang an zu Ende gedacht wäre ein Fernbahntunnel vom Hauptbahnhof (vier Durchgangsgleise würden reichen) zum Ostbahnhof (ein einfacher Tunnel ohne aufwendige Zwischenhalte) besser gewesen als diese blödsinnige Tiefstbahnstammstrecke. Dann wären nicht nur durchgehende Züge weiter nach Rosenheim schneller (weil man das Kopfmachen spart und auch weniger Umweg über die jetzige Strecke die man dann für den S-Bahnverkehr ausbauen hätte können), sondern man hätte auch die Route der S8 für Fernverkehr auslegen können und dann diverse Fernzüge zum Flughafen verlängert. Weiter gedacht dann als Fernbahnstrecke Richtung Mühldorf. Dann wäre der Flughafen in einem sinnvoll nutzbaren Fernbahnbetrieb integriert. Nur jetzt ist es zu spät dafür weil die C$U unbedingt den teuren zweiten Stammstreckentunnel wollte.
 
Ich kenne mich da unten bei euch null aus, aber wenn ich mir da so einige Karte anschaue, gibt es da nur eine Chance, was viele andere Flughäfen auch so machen, eine Verbindung raus aus dem Flughafen zu einem Kontenpunkt weiter draußen und wenn man das vernünftig machen möchte, liegt der für mich in Dachau Weil nur dort die Möglichkeit besteht, an die Schnellbahnstrecke dran zukommen. Und dann heißt es alle 10-15 Minuten muss da ein Zug fahren, nonstop. Bedeutet noch mal etwas Strecke bauen. Ja ist noch mal umsteigen, aber wie bspw. in der Schweiz, nicht die Geschwindigkeit ist am Ende das wichtigste, sondern die Frequenz.
Wir sind immer noch bei der SCHNELL-Fahrstrecke nach Berlin, welche beispielsweise das nicht ganz auf der Linie liegende Leipzig links (Bzw. Von MUC aus gesehen rechts) liegen lässt. Lepizg, wer braucht schon Leipzig? Aber Dachau, ja genau das ist ein absolutes must-have im Stationsprofil.

Es wurde mal untersucht, zwischen Röhrmoss und Vierkirchen-Esterhofen eine Ausfädelung in die SFS einzubauen, und diese fast direkt in West-Ost-Richtung zum Flughafen zu führen, mit der Idee, einige ICE diesen Umweg nehmen zu lassen, andere aber nicht. Luftlinie wäre die Entfernung praktisch die gleiche, wie nach M-Hbf, also deutlich zu weit für ein Zubringer-System, wenn es nicht in TR-Geschwindigkeit verkehrt. Darum wurde das recht schnell wieder zu den Akten gelegt, weil sich da auch jeder wegduckte, der in Frage gekommen wäre, das zu finanzieren. Von den Bürgerprotesten ganz abgesehen.

Unterm Strich gesehen wäre sowohl für den Flughafen, als auch die DB der TR, mit all seinen Nachteilen, die man nicht verschweigen sollte, nicht die schlechteste, und auch nicht die teuerste aller Varianten gewesen. Aber der Zug hat halt eine fatale Bruchlandung hingelegt, noch bevor er richtig abschweeeben konnte.
 
Es geht nicht ums Must-have, sondern wo man so einen Kontenpunkt hinsetzen könnte. Wenn ich die Linie nach Nürnberg nämlich richtig verstehe, ab München Hauptbahnhof, geht diese nämlich genau dort lang. Und da die meisten wohl eher aus dem Norden kommen werden, wäre hier für mich ein passender Konten.
 
Es geht nicht ums Must-have, sondern wo man so einen Kontenpunkt hinsetzen könnte. Wenn ich die Linie nach Nürnberg nämlich richtig verstehe, ab München Hauptbahnhof, geht diese nämlich genau dort lang. Und da die meisten wohl eher aus dem Norden kommen werden, wäre hier für mich ein passender Konten.
Ja, natürlich führt die SFS München-Ingolstadt durch Dachau, aber ich kann deinen Gedanken trotzdem nicht nachvollziehen. Die vielen von Norden kommenden Fahrgäste sollen nun also schon in Dachau aussteigen, statt noch die 10 Minuten bis zum Hbf. weiter zu fahren. Und von dort soll dann eine neue Schienenstecke zum MUC führen. Wo genau soll die fahren? Komplett auf eigener Trasse, als ggf. in einem riesigen Tunnel unter der halben Stadt Dachau durch? Oder erst mal auf den bestehenden Schienen, zusätzlich zum bisherigen Verkehr mitschwimmend, bis man irgendwo im Norden dann ausfädelt, um Richtung Flughafen zu kommen? Und um was genau zu gewinnen? Es geht dir ja nicht um die Geschwindigkeit, dir ist das wichtigste die Frequenz. Was ist der Vorteil dieses in Dachau neu zu errichtenden Knoten?
 
Nicht erst die 10 Minuten rein zu müssen um dann wieder 10 Minuten raus zu müssen. Kurze Abschnitte und hohe Frequenzen.
also doch Geschwindigkeit als Maxime? Und nur dafür eine milliardenteure Shuttlebahn zwischen MUC und Dachhau Bf bauen? Da böte der TR einen besseren Zeitvorteil, einen höheren Zusatznutzen, und das zu geringeren Kosten. Und wenn man nur die "Anbindung" aus/nach Norden sieht, dann nimmt man eher zB Petershausen aus Ausgangspunkt, bzw - wie man es je untersucht hat - eine Ausfädelung kurz südlich von Petershausen, vorzugsweise dann aber eben gleich ICE-tauglich, um den Fahrgästen einen Umstieg zu ersparen. Selbst mit diesem Vorteil wurden solceh Überlegungen allesamt aber als nicht wirtschaftlich angesehen.
 
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