Airbus-Krise

Bei spiegel.de gibt es nun einen Artikel über die gestrigen Vereinbarungen und die Kommentare darauf.

Zwei Aussagen hieraus will ich mal herausstellen:

Sollte das Programm zu hart ausfallen, droht die Vereinigung mit einem harten Kampf. Wenn die Aufteilung der Produktion auf die Werke den Mitarbeitern missfalle, "werden wir ein echtes Feuerwerk veranstalten", sagte der Co-Chef des Airbus-Gesamtbetriebsrates, Jean-François Knepper, der Zeitung "Le Parisien".

Anscheinend hat die o.g. Organisation nicht so recht begriffen, dass es um die Zukunft von Airbus und damit um die Zukunft eines viel größeren Teils der Belegschaft geht. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln!

Auf der anderen Seite:

Aus Frankreich kommen unterdessen ungewohnte Forderungen: Mehrere Spitzenpolitiker plädieren für größere Zurückhaltung der Politik bei Airbus. "Jeden Tag gibt es Eingriffe des französischen Staates und des deutschen Staates", sagte der Präsidentschaftskandidat der Zentrumspartei UDF, François Bayrou. Oft arbeiteten die beiden Seiten dabei gegeneinander. Deswegen seien wichtige Entscheidungen nicht gefallen und im Konzern Informationen nicht weitergeleitet worden. "In der derzeitigen Lage bin ich dafür, alle zu unterstützen, die ein Maximum an Produktion nicht mal in Frankreich, sondern in Europa halten wollen."

Auch der neogaullistische Präsidentschaftskandidat und Innenminister Nicolas Sarkozy - sonst bekannt für sein konsequentes Eintreten für französische Industrieinteressen - sagte nun, man müsse heute im Interesse von Airbus denken und nicht im Interesse Frankreichs, Deutschlands, Spaniens oder eines anderen Aktionärs. "Es geht nicht um die Werke, sondern um die Zukunft von Airbus." Auch Sarkozy plädiert für Investitionen der Airbus-Aktionäre in die Konzernentwicklung. Die Unternehmensführung dürfe man "nicht nur deutsch-französisch" sehen. "Ich glaube nicht, dass man sich die Werke aufteilen kann, nur damit jedes Land seinen Anteil am Kuchen bekommt."

Das sind auf einmal ganz andere Töne aus der französischen Politik. Endlich mal wirklich der europäische Gedanke! Ich hoffe nun schwer, dass dies so weiter geht!
 
Hab beides zu Hause und wäre sehr interessiert an dem Angebot! An wen soll ich den Appel und das Ei schicken?? :D
 
Zurück
Oben