Donnergeräusch
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München (rpo). Die Krise beim europäischen Flugzeugbauer Airbus ist nach Medieninformationen gravierender als bislang bekannt. Angeblich stellt in ein interner Bericht grobe Managementfehler, eklatante Organisationspannen und ein Klima der Angst unter den Beschäftigten fest.
Laut einer Untersuchung des Mutterkonzerns EADS ist die Unternehmenskultur bei Airbus seit Jahren von Angst und Misstrauen geprägt. Da berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Insbesondere beim Großprojekt A 380 trat demnach das Missmanagement offen zu Tage.
Ein EADS-Manager sagte dem Magazin: "Nach unten erzeugten die Top-Manager einen ungeheuren Druck." Die Chefetagen in Toulouse und Hamburg hätten von Problemen nichts wissen wollen, nur Erfolgsmeldungen seien willkommen gewesen. So sei ein "Kartell des Totschweigens" entstanden. Laut dem Prüfungsbericht sind zudem die komplexen Verkabelungsprobleme, welche die Produktion des A380 massiv ins Stocken geraten ließen, bis heute nicht behoben.
Bei einem Abzug der A 380-Endmontage aus Hamburg müsste Airbus bis zu 700 Millionen Euro Regress an die Stadt zahlen. Das geht aus dem Vertrag vom 9. Juli 2004 hervor, den Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) und Airbus-Deutschland-Chef Gerhard Puttfarcken unterzeichneten. Darin verpflichtete sich der Konzern, bei Vertragsbruch der Stadt ihre Investitionen in die Airbus-Werkserweiterung für den A 380 zu ersetzen. Schon bei einer Verlagerung des Auslieferungszentrums für den A 380 könnte Hamburg von Airbus rund 100 Millionen Euro einfordern.
Um seine aktuellen Geldnöte abzumildern, erwägt der Airbus-Konzern Immobilien und Gelände etlicher europäischer Standorte an Investoren zu verkaufen und anschließend zurückzumieten
Laut einer Untersuchung des Mutterkonzerns EADS ist die Unternehmenskultur bei Airbus seit Jahren von Angst und Misstrauen geprägt. Da berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Insbesondere beim Großprojekt A 380 trat demnach das Missmanagement offen zu Tage.
Ein EADS-Manager sagte dem Magazin: "Nach unten erzeugten die Top-Manager einen ungeheuren Druck." Die Chefetagen in Toulouse und Hamburg hätten von Problemen nichts wissen wollen, nur Erfolgsmeldungen seien willkommen gewesen. So sei ein "Kartell des Totschweigens" entstanden. Laut dem Prüfungsbericht sind zudem die komplexen Verkabelungsprobleme, welche die Produktion des A380 massiv ins Stocken geraten ließen, bis heute nicht behoben.
Bei einem Abzug der A 380-Endmontage aus Hamburg müsste Airbus bis zu 700 Millionen Euro Regress an die Stadt zahlen. Das geht aus dem Vertrag vom 9. Juli 2004 hervor, den Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) und Airbus-Deutschland-Chef Gerhard Puttfarcken unterzeichneten. Darin verpflichtete sich der Konzern, bei Vertragsbruch der Stadt ihre Investitionen in die Airbus-Werkserweiterung für den A 380 zu ersetzen. Schon bei einer Verlagerung des Auslieferungszentrums für den A 380 könnte Hamburg von Airbus rund 100 Millionen Euro einfordern.
Um seine aktuellen Geldnöte abzumildern, erwägt der Airbus-Konzern Immobilien und Gelände etlicher europäischer Standorte an Investoren zu verkaufen und anschließend zurückzumieten

