Operative Unregelmäßigkeiten 2026

Hat niemand geschrieben das Nachts keiner da ist, das fantasierst du dir jetzt zusammen...

Sorry, aber da glaube ich dem Kollegen, der mit seinem Flieger voller Passagiere bis 5 Uhr am Vorfeld stand und den ich kenne, mehr als irgend jemandem, der in einem öffenlichen Forum unüberprüfbare Behauptungen aufstellt. Und etwas Mäßigung bei der Wortwahl wäre auch nicht schlecht.
 
Da stellt sich dann natürlich schon die Frage, wie in dem Fall einer nächtlichen Notlandung ausreichend Kapazität für den Passagiertransport sichergestellt wäre. Ein entsprechendes Notfallkonzept sollte doch einen Punkt haben, "Transport von bis zu 400 Passagieren (A380) von Landebahn zu Terminal bzw. Notfalltreffpunkt". Und dass müsste eigentlich 24 Stunden sichergestellt sein. Tagsüber ist das natürlich kein Problem. Aber in der Nacht mit 1 Busfahrer scheint es mir kaum möglich.

Genau das ist der Punkt. Wobei eine Ermergency natürlich eine größere Kette in Bewegung setzt (Flughafenfeuerwehr, Feuerwehren und Rettungsdienste aus dem Umland etc), aber die können in ihren Einsatzfahrzeugen auch nicht hunderte Passagiere mitnehmen. Wenn in so einem Fall keine Fahrer für die Paxbusse da sind, ist das echt blöd.
 
Da stellt sich dann natürlich schon die Frage, wie in dem Fall einer nächtlichen Notlandung ausreichend Kapazität für den Passagiertransport sichergestellt wäre. Ein entsprechendes Notfallkonzept sollte doch einen Punkt haben, "Transport von bis zu 400 Passagieren (A380) von Landebahn zu Terminal bzw. Notfalltreffpunkt". Und dass müsste eigentlich 24 Stunden sichergestellt sein. Tagsüber ist das natürlich kein Problem. Aber in der Nacht mit 1 Busfahrer scheint es mir kaum möglich.
Für einen XXL-Notfall würde es vermutlich nicht reichen, da sähe m.E. aber auch die Alarmierungskette ganz anders aus.

Bei einem "normalen" Fall, oder einem Medical, käme für den Notfallpatienten selbst ein Rettungswagen plus ein Notarzt. Für die regulären Passagiere müsste der eine Bus eben 3x bis 6x fahren. Auch das wäre gerade noch vertretbar.

Hier waren es aber 6 gleichzeitige Fälle (für die Kapazität eines Busses also viel zu viel), ohne dass auch nur einer davon (eine Maschine) irgendeine Art von Alarmierung ausgelöst hätte.

Mich würde da die Befehlskette interessieren.

Läuft das wie an der Kasse im Lebensmittelmarkt, wo ein jeder Kassierer bei zu langen Schlangen die Klingel drücken kann, damit eine oder mehrere weitere Kassen geöffnet werden (dezentral organisiert)?

Oder gibt es eine zu informierende Zentrale, die auch reagiert, wenn ein Bus wegen technischer Probleme ausfällt (Fahrer alarmiert)?

Oder gibt es einen Supervisor, der das Gesamtszenario im Blick haben sollte, und dann steuernd eingreift?

Es ist doch vermutlich auch am Flughafen so, dass Schichtleiter die Rufnummern von Springern bereit haben, wenn mal jemand ausfällt?

Auf welcher Ebene hat da jemand nicht reagiert?

P.S. es ist unheimlich wie sowohl normale Medien, als auch Social Media Kanäle das aufbauschen, um Klicks zu generieren und um sich gegenseitig zu übertreffen.
 
Sorry, aber da glaube ich dem Kollegen, der mit seinem Flieger voller Passagiere bis 5 Uhr am Vorfeld stand und den ich kenne, mehr als irgend jemandem, der in einem öffenlichen Forum unüberprüfbare Behauptungen aufstellt.
Tja wenn du meinst. Aber inzwischen bin ich lang genug am Flughafen und weiß das sich falsche Informationen sehr leicht sehr schnell verbreiten.
 
Für einen XXL-Notfall würde es vermutlich nicht reichen, da sähe m.E. aber auch die Alarmierungskette ganz anders aus.
Die Alamierungskette würde mich dann aber auch einmal interessieren. Werden fehlende Busfahrer dann zuhause angerufen, damit sie möglichst schnell in ihren Privatautos zum Flughafen kommen sollen? Das ist doch innerhalb eines zeitlich vertretbaren Rahmen überhaupt nicht sicherzustellen.
Bei einem "normalen" Fall, oder einem Medical, käme für den Notfallpatienten selbst ein Rettungswagen plus ein Notarzt. Für die regulären Passagiere müsste der eine Bus eben 3x bis 6x fahren. Auch das wäre gerade noch vertretbar.
Man kann sich aber nicht aussuchen, welcher Fall denn landet. Und das Video, das ich gepostet habe, zeigt ja, dass schon bei einer regulären Landung etwas schiefgehen kann, was dann aus sofortiges Aussteigen der Passagiere zur Folge haben kann.
Also ich sehe überhaupt nicht, wie mit einer fallweisen Alarmierung in irgendeiner Weise Notfälle adäquat abgedeckt werden könnten.
 
Warum erfolgte keine Zusammenarbeit mit anderen Diensten wie zum Beispiel mit der Feuerwehr? Ich meine es wird sich doch jemand in den Stunden finden lassen einen Bus zu fahren kann/darf, selbst wenn der einzige Busfahrer in der Pause ist. Und selbst diese Pause sollte nicht bis 04:00 Uhr gehen. Aber es geht mir auch nicht darum die unterste Arbeitsebene zu kritisieren. Die Fehler liegen weiter oben...
 
Das stimmt nicht ganz. Die Flughafenfeuerwehr hat schon einen Bus, aber der ist nicht für Fahrgäste, sondern als mobile Einsatzleitung ausgebaut. Aber sie hätte vielleicht Busfahrer. Daran hat es ja wohl hauptsächlich gemangelt.
aber dann hätten sie immer noch keinen Zugang zum Bus - selbst wenn sie ihn fahren könnten/dürften.
Die Alamierungskette würde mich dann aber auch einmal interessieren. Werden fehlende Busfahrer dann zuhause angerufen, damit sie möglichst schnell in ihren Privatautos zum Flughafen kommen sollen? Das ist doch innerhalb eines zeitlich vertretbaren Rahmen überhaupt nicht sicherzustellen.
Kommt darauf an, wie die Betriebsvereinbarung in der Berufsgruppe ist, ob da überhaupt eine Bereitschaft/Standby-Dienste existiert. Und auch fraglich wie viele nachts ans Telefon gehen, wenn der Arbeitgeber anruft :rolleyes:
 
Habe gerade auf Facebook einen Kommentar beim Merkur gelesen, wo jemand meinte, er war betroffen, sie waren aber nur zwei Stunden im Flieger und es jetzt nicht wirklich schlimm war. Ich vermute, die Medien bauschen das ganze Thema jetzt ordentlich auf, sprich Clickbait.

Wie kommen die zwei Stunden zustande wenn der Flugverkehr schon um 0:40 Uhr eingestellt wurde und die ersten Busse erst ab 04:00 Uhr wieder fuhren? Es gibt ja auch berichte über eine Maschine nach Oslo wo es über sechs Stunden waren.
 
Wie kommen die zwei Stunden zustande wenn der Flugverkehr schon um 0:40 Uhr eingestellt wurde und die ersten Busse erst ab 04:00 Uhr wieder fuhren? Es gibt ja auch berichte über eine Maschine nach Oslo wo es über sechs Stunden waren.

In dem der Flieger erst gegen 2 Uhr auf Position war? Oder aber der Gast in einer der Air Dolomitis saß, welche vom Nachtdienst abgeholt wurden.
 
aber dann hätten sie immer noch keinen Zugang zum Bus - selbst wenn sie ihn fahren könnten/dürften.

Kommt darauf an, wie die Betriebsvereinbarung
aber dann hätten sie immer noch keinen Zugang zum Bus - selbst wenn sie ihn fahren könnten/dürften.

Kommt darauf an, wie die Betriebsvereinbarung in der Berufsgruppe ist, ob da überhaupt eine Bereitschaft/Standby-Dienste existiert. Und auch fraglich wie viele nachts ans Telefon gehen, wenn der Arbeitgeber anruft :rolleyes:

in der Berufsgruppe ist, ob da überhaupt eine Bereitschaft/Standby-Dienste existiert. Und auch fraglich wie viele nachts ans Telefon gehen, wenn
Glaube nicht, dass es bei Aeroground Rufbereitschaft gibt, aber ich lasse mich gerne überraschen.
 
Glaube nicht, dass es bei Aeroground Rufbereitschaft gibt, aber ich lasse mich gerne überraschen.
Gibt es nicht zumindest bei den Loadern nicht. Es sind immer ca. 5 Mitarbeiter da die alles fahren dürfen. Wie es bei den Bussen ist, weiß ich nicht.

Was aber in dem ganzen Thema gar nicht bedacht wird, sind andere Faktoren wie eben Wetter, abseits des Flughafens. Es ist gut möglich, dass Mitarbeiter für die Nachtschicht, gar nicht zum Flughafen kamen, weil Öffis nicht gefahren sind oder Straßen nicht geräumt waren. Es muss nicht unbedingt an Fehlplanung liegen. Dass Firmen nicht 24/7/365 Personal für 100% Kapazität da haben kann, ist ja wohl jedem halbwegs denkenden Menschen bewusst. Und wie andere schon erwähnt haben, das war ja nicht der eine Emergency-Szenario sondern viel eher 6 Emergencies gleichzeitig unter schlecht möglichsten Bedingungen.
 
Es darf sicher auch ein sachliches und unaufgeregtes Video der Plattform hier für etwas Aufklärung sorgen. Zumindest wurde mir von den Abläufen und Zuständigkeiten am Flughafen einiges klarer (off block, DFS, Ausnahmen Nachtflug).

 
Also bitte, damit muss doch jeder rechnen der wagemutig MUC in seine Reiseplanung integriert.
Das es so kommen kann sagt doch schon der IATA Code: Men Under Custody

Spaß beiseite, in meinen Auge ein absolutes Desaster und eine Blamage ohnegleichen.
Ich will in den nächsten zehn Jahren nichts mehr hören von MUC sei der beste und tollste auf der ganzen Welt. Das Renommee, das sich der Airport seit dem viel beachteten Umzug von Riem erworben hat, ist nach den letzten hier bereits erwähnten drei Ereignissen der Schande auf lange Sicht verspielt worden.
Die Flughafengesellschaft hat sich per PM entschuldigt, eine persönliche Stellungnahme der letztendlich Verantwortlichen (Jost Lammers und/oder Thomas Hoff Andersson) inklusive einer Freisprechung der Lufthansa fehlt bis heute. LH hat sich angeblich bereits am Freitag an die betroffenen Passagiere gewandt und Entschädigungen in Aussicht gestellt, obwohl sie als Airline hierbei kein großes Versagen trifft. Aber für €827.000,- wäre das wohl zu viel verlangt (Abendzeitung: Flughafen München - Das sind die Grundgehälter und Bonuszahlungen)
 
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