Operative Unregelmäßigkeiten 2026

Habe gerade auf Facebook einen Kommentar beim Merkur gelesen, wo jemand meinte, er war betroffen, sie waren aber nur zwei Stunden im Flieger und es jetzt nicht wirklich schlimm war. Ich vermute, die Medien bauschen das ganze Thema jetzt ordentlich auf, sprich Clickbait.
Na dann, ist ja alles gut. Zurück zur Normalität.
Ich würde vermuten, dass so was in so einer Kombi nicht mehr vorkommen wird. Da kommt dann einfach der Lerneffekt zum tragen.
Nun kommunikativ hat man offenbar rein gar nichts gelernt aus dem Oktober 24. Es ist mittlerweile Mittagszeit am Tag drei (!) nach dem Vorfall und nach wie vor kein Statement des Flughafens, rein gar nix… Puh, das muss man sich leisten können.
 
Der A380-Flug nach BKK ist ja noch rausgekommen,
aber der PVG-Flug scheint auch hängengeblieben zu sein, die planmäßig früheren Routen nach RUH, PEK und CPT haben es wohl auch mit teils mehrstündiger Verspätung geschafft. Am T1 hat es ja Air Arabia nicht geschafft, während Etihad und Emirates wohl noch starten könnten.
Ich frage mich, was passiert wäre, wenn einer dieser Langstreckenflieger den Start hätte abbrechen und draussen auf der Bahn evkuieren müssen? Wer hätte die Paxe eingesammelt, wenn keiner mehr da war? Emergencies sind immer möglich. Was da gelaufen ist, ist unfassbar!
 
Ich frage mich, was passiert wäre, wenn einer dieser Langstreckenflieger den Start hätte abbrechen und draussen auf der Bahn evkuieren müssen? Wer hätte die Paxe eingesammelt, wenn keiner mehr da war? Emergencies sind immer möglich. Was da gelaufen ist, ist unfassbar!
Ist ja auch für das geparkte Flugzeug vorstellbar, ich denke, das stand da rum, vollgetankt und mit Passagieren und Gepäck an Bord? Wenn da eine Powerbank im Frachtraum explodiert, dann wird man den Flieger auch evakuieren müssen. Feuerwehr und Evakuierung wären dann zwar weniger das Problem aber die Passagiere rennen dann auch auf dem Vorfeld rum und müssten eingesammelt werden. Nur mit welchem Personal?
 
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Lufthansa kann man hier sicher nichts vorwerfen. Was hätten die Piloten anderes tun können ausser den Anweisungen des Flughafens zu folgen? Aber das Notfall-Management des Flughafens scheint, nicht zum ersten Mal, gelinde gesagt optimierungsfähig zu sein. Warum hat man die Flieger nicht zum Satelliten geschickt? Den Pendelzug hätte es doch gar nicht gebraucht, so wären halt alle Paxe bis zum Normalbetrieb im Satelliten gewesen, aber allemal besser als im Flieger ausharren zu müssen.
 
Lufthansa kann man hier sicher nichts vorwerfen. Was hätten die Piloten anderes tun können ausser den Anweisungen des Flughafens zu folgen? Aber das Notfall-Management des Flughafens scheint, nicht zum ersten Mal, gelinde gesagt optimierungsfähig zu sein. Warum hat man die Flieger nicht zum Satelliten geschickt? Den Pendelzug hätte es doch gar nicht gebraucht, so wären halt alle Paxe bis zum Normalbetrieb im Satelliten gewesen, aber allemal besser als im Flieger ausharren zu müssen.
Das ist das, was mich daran richtig stört. In allen Medienberichte ist von Lufthansa die Rede, obwohl es der Flughafen versaubeutelt hat. Genauso wie, wenn Verdi die Sicherheitskontrolleure streiken lässt, irgend so ein Medienheini garantiert von der "Streikhansa" schreibt.
Dabei leiden die Crews unter solchen Irreg Situation am Meisten, in dem Fall sogar so, daß anscheinend CISM eingeschaltet werden musste.
 
Den Pendelzug hätte es doch gar nicht gebraucht, so wären halt alle Paxe bis zum Normalbetrieb im Satelliten gewesen, aber allemal besser als im Flieger ausharren zu müssen.
Meine Rede.

In einem anderen Forum wird argumentiert, dass man kein (Gate-)Personal habe in den Satelliten schicken können, da ja der PTS bereits in der „Wartungspause“ war und diese Mitarbeiter nur für den Sicherheitsbereich freigeschaltet sind, nicht aber über eine Berechtigung zum Betreten des Vorfelds verfügen.

Weshalb ist es nicht möglich den PTS auch kurzfristig - zumal in einer angespannten Betriebslage - zu (re)aktivieren?

Da sollten einige (Notfall-) Prozesse und Szenarien, z.B. hinsichtlich der Zugangsberechtigungen des Personals mal kritisch überprüft werden.
 
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Das ist das, was mich daran richtig stört. In allen Medienberichte ist von Lufthansa die Rede, obwohl es der Flughafen versaubeutelt hat.
Naja… Lufthansa inseriert die Facility intensiv als Premium-Hub Schulter an Schulter mit der FMG. Wie soll da in einer solchen Lage nichts hängenbleiben, in der die LH der typische unmittelbare Vertragspartner im Endkundenkontakt, der als solcher FMG & Töchtern wesentlich die Erträge und damit den personalwirtschaftlichen Spielraum und damit die Servicequalität und -resilienz diktiert?

In diesem Zusammenhang stört mich auch die wohl unvermeidliche Klage über eine angebliche Vollkaskomentalität. Wenn ich Lotto will, buche ich Memmingen. Wenn ich Star buche, will ich auch die angepriesene World Class bekommen wie bezahlt. Lufthansa muß hier sehr aufpasssen: die Leut' sitzen hier seit langer Zeit sehr geduldig gern etwas härter, weil sie wissen, was Lufthansa besser macht als die Konkurrenz: Irrops ohne Ansehen der Person. Diese eigentlich zuverlässig bediente Erwartung spießt sich mit einem Heimat(!)hafen, wo nachts das Vorfeld hochgeklappt würde, weil der Hausmeister in der Nachtruhe ist. Einige Star-Partner werden jetzt sehr genau ins Moos schaugn.
 
Der Rechtsanwalt B. Siegel macht im Merkur nun sogar eine strafbare Freiheitsberaubung durch Unterlassung als mögliche rechtliche Konsequenz auf:

Und geht sogar noch weiter: „Ich sehe auch ob der im Raum stehenden strafrechtlich relevanten Freiheitsberaubung durch Unterlassen (§ 239 StGB) einen Anspruch auf Entschädigung gegen den Flughafen.“

Diejenigen natürlichen Personen, die entschieden haben, die Passagiere einfach an Bord einzusperren, könnten sich demzufolge einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren ausgesetzt sehen.
 
Naja sehr fraglich, ob er damit durchkommt. Dennoch stellt euch nur mal theoretisch vor: 500 (!!) Anzeigen wegen Freiheitsberaubung.
In den USA könntest Du damit richtig was rausholen.
 
Naja sehr fraglich, ob er damit durchkommt.
Natürlich wäre das am Ende die Frage, die ein Gericht zu entscheiden hätte.
Dennoch bringt schon allein ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren für Beschuldigte gewisse Belastungen mit sich, die nicht angenehm sein dürften geschweige denn ein strafgerichtliches Verfahren, selbst wenn es mit einem Freispruch oder eine Einstellung endet.
Man denke an die kürzlich freigesprochenen Angeklagten des Bahnunglücks in Garmisch-Partenkirchen. Es ist halt eine ganz andere Art der persönlichen Verantwortlichkeit, die dann auf bestimmte Personen zu kommen könnte.
Schon aus diesem Grund sollte der Vorfall beim Flughafen aufgeklärt werden und sich so wohl besser nicht wiederholen.
 
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Manche kommunale Feuerwehren haben einen, manche greifen auf andere kommunale Busse zurück.

Eine frische, gecaterte und betankte Langstrecke im Met-Grounding würde ich auch ohne weitere Umstände (wie einen akuten Medical) nicht als Notfall sehen. Auf die auf ihren Alpenhüpfer programmierten Leute in ihrer Embraer wirkt ein stundenlanger Stillstand dann schon anders.
 
Ich dachte auch, dass die einen haben. Aber hab gerade nachgefragt und die Antwort war „leider nein“.
Da stellt sich dann natürlich schon die Frage, wie in dem Fall einer nächtlichen Notlandung ausreichend Kapazität für den Passagiertransport sichergestellt wäre. Ein entsprechendes Notfallkonzept sollte doch einen Punkt haben, "Transport von bis zu 400 Passagieren (A380) von Landebahn zu Terminal bzw. Notfalltreffpunkt". Und dass müsste eigentlich 24 Stunden sichergestellt sein. Tagsüber ist das natürlich kein Problem. Aber in der Nacht mit 1 Busfahrer scheint es mir kaum möglich.
 
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