Operative Unregelmäßigkeiten 2026

Es sind immer ca. 5 Mitarbeiter da die alles fahren dürfen.
So eine Rumpfbesetzung hätte ich mir auch vorgestellt.

Was aber in dem ganzen Thema gar nicht bedacht wird, sind andere Faktoren wie eben Wetter, abseits des Flughafens. Es ist gut möglich, dass Mitarbeiter für die Nachtschicht, gar nicht zum Flughafen kamen, weil Öffis nicht gefahren sind oder Straßen nicht geräumt waren. Es muss nicht unbedingt an Fehlplanung liegen.
Was bringt aber eine Planung, die im Fall der Fälle nicht funktioniert? Da wird es halt schwierig. Um beim Busfahrer zu bleiben: Wenn zwei nicht kommen, weil es das Wetter nicht zulässt, dann zu sagen, wir schicken alle anderen trotzdem nach Hause und schauen wie weit wir mit einem kommen..... Auch nicht vertrauenserweckend. Da müsste man als Betriebsleiter schon anders reagieren.

Es darf sicher auch ein sachliches und unaufgeregtes Video der Plattform hier für etwas Aufklärung sorgen.
Ja, interessant und gut vorgetragen aber im Ergebnis äußert auch er Unverständnis und die Aussage, dass bei allem Verständnis für Mitarbeiter, die sich nach besten Möglichkeiten abarbeiten, dies eine Situation war, die eigentlich nicht passieren darf. Der Flughafen müsste "abfertigungsbereit" sein 24 Stunden am Tag und im Grunde bei jedem Wetter, schon weil zu jedem Zeitpunkt Notfälle in München landen könnten, die adäquat abgefertigt werden müssen. 1 Busfahrer ist für mich nicht abfertigungsbereit. 5 Loader, die alles fahren dürfen hingegen schon.

eine persönliche Stellungnahme der letztendlich Verantwortlichen (Jost Lammers und/oder Thomas Hoff Andersson) inklusive einer Freisprechung der Lufthansa fehlt bis heute.
Man wird sehen, ob die bayerischen Eigentümer wieder Druck machen. Das letzte Mal wars glaube ich in der Wiesnzeit, das war ja geradezu ein Sakrileg, dass weltweit nicht über volle bayerische Maßkrüge berichtet wurde, sondern über Menschen, die in endlosen Schlangen ums MAC/Terminal2 gewickelt waren.
Jetzt sind bayerische Kommunalwahlen, mal schauen, ob der OB Reiter was mitbekommen hat und sich zu Wort meldet.
Lammers hat ja schon einen Aufpasser gestellt bekommen und den klaren Auftrag, dass die Dinge am Münchner Flughafen funktionieren müssen. Und zwar effizient und geräuschlos, wie in der Vergangenheit. Erlaubt sind eigentlich nur Erfolgsmeldungen. Schließlich ist der Flughafen das bayerische Tor zum weiß-blauen Himmel. Und zur Welt. Jetzt gibts wieder negative Schlagzeilen. Mal das Ergebnis abwarten, welche Gründe der Flughafen vorbringen kann, dass die Abfertigungsbereitschaft offenbar nicht vorlag. Und dann mal sehen, ob Lammers, der auf Bewährung sein dürfte, seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen kann. Viel darf dann in Zukunft aber nicht mehr passieren fürchte ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es am Flughafen Rufbereitschaften für Bodendienste gibt. Sprich um 2:34 muss ein Flieger "aus Gründen" versorgt werden: würden dann entsprechendes Personal nach Rufbereitschafts-Plan an den Flughafen zitiert? Davon sollte man ja wohl ausgehen können. Ich hatte viele Jahre jedes zweite Wochenende Rufbereitschaft bei einem Arbeitgeber. Und wurde auch einige Male zu einem Kunden zitiert. Aber angeblich gabs am Flughafen ja "nur" Kommunikationsprobleme. Wie muss man sich das vorstellen? Pilot endet im endlosen Bandansagen-Menü "Falls es nachts dunkler als draußen ist drücken Sie die 1, benötigen Sie einen Zug nach Nirgendwo drücken Sie die 2... " an einem Anrufbeantworter?
 
Also bitte, damit muss doch jeder rechnen der wagemutig MUC in seine Reiseplanung integriert.
Das es so kommen kann sagt doch schon der IATA Code: Men Under Custody

Spaß beiseite, in meinen Auge ein absolutes Desaster und eine Blamage ohnegleichen.
Ich will in den nächsten zehn Jahren nichts mehr hören von MUC sei der beste und tollste auf der ganzen Welt. Das Renommee, das sich der Airport seit dem viel beachteten Umzug von Riem erworben hat, ist nach den letzten hier bereits erwähnten drei Ereignissen der Schande auf lange Sicht verspielt worden.
Die Flughafengesellschaft hat sich per PM entschuldigt, eine persönliche Stellungnahme der letztendlich Verantwortlichen (Jost Lammers und/oder Thomas Hoff Andersson) inklusive einer Freisprechung der Lufthansa fehlt bis heute. LH hat sich angeblich bereits am Freitag an die betroffenen Passagiere gewandt und Entschädigungen in Aussicht gestellt, obwohl sie als Airline hierbei kein großes Versagen trifft. Aber für €827.000,- wäre das wohl zu viel verlangt (Abendzeitung: Flughafen München - Das sind die Grundgehälter und Bonuszahlungen)
Es heißt "in custody".
Aber Hauptsache wieder irgendeinen Aggro-, Anti-Irgendwas Spruch rausgehauen, gell.
 
Also das ganze ist zweifelsohne mehr als peinlich und fragwürdig und es gibt einiges aufzuarbeiten. Was auch sicherlich passieren wird.
Aber - und jetzt ziehe ich zweifelsohne gleich den ganzen Zorn der Regelfetischisten hier auf mich - es wäre so einfach vermeidbar gewesen:
Indem die starre Nachtflugregelung in so einem Fall (unglückliche Verkettung von so nicht vorhersehbaren Umständen, die definitiv nicht von der Airline verschuldet wurde), aufgelockert wird, oder einfach nicht gilt.
Sprich - die Flieger hätten auch nach 1 Uhr noch starten dürfen .
Punkt.
Aus.
 
Der größte vorhersehbare Umstand, das Wetter war angekündigt, die Auswirkungen mithin absehbar. Man hätte dies bei der (Personal-)Planung entsprechend berücksichtigen müssen. Weshalb man allerdings Flieger überhaupt OFB gehen lässt, wo sich zu diesem Zeitpunkt schon massiv Enteisungsbedingte Rückstaus gebildet hatten, ist - neben der Personalsituation bei den Bodenverkehrsdiensten - allerdings auch zu hinterfragen. Da wollte man offensichtlich „auf Teufel komm raus“ die Flieger noch raushauen, dies um sich möglicherweise Kompensationszahlungen zu sparen …
 
Einen Freifahrtschein für die „Umgehung von Nachtflugverboten“ gibt es nunmal nicht. Aus wohlbekannten Gründen. Mit einer Extension bis 01:00 Uhr (+) war man da schon recht großzügig, denke ich. Die Frage ist doch vielmehr, weshalb man insbesondere auf Seiten der Airline nicht irgendwann sagt, den kriegen wir im genehmigten Zeitfenster noch sicher raus und ab hier machen wir den „Cut“…
 
Das denke ich auch. Wenn ein Flieger off Block geht dann darf er auch starten.
Dann wäre das aktuelle Drama nicht entstanden in dem die Flieger zwischen die Stühle gefallen sind.
Dann werden die Flieger halt auf Teufel komm raus rausgehauen und dann hast du eine Warteschlange von 20 vor dem Enteisen und die Abflüge ziehen sich bis 2 Uhr 30.
Das funktioniert so auch nicht. Es ist nicht das Problem der Anwohner, wenn der Flughafen München keine 2 Busfahrer an den Start bringt.
 
Dann werden die Flieger halt auf Teufel komm raus rausgehauen und dann hast du eine Warteschlange von 20 vor dem Enteisen und die Abflüge ziehen sich bis 2 Uhr 30.
Das funktioniert so auch nicht. Es ist nicht das Problem der Anwohner, wenn der Flughafen München keine 2 Busfahrer an den Start bringt.
Jetzt langts langsam!

Busfahrer wären sicherlich verfügbar gewesen. Zur Not würde halt mehrmals gefahren werden.

Wenn keine Treppe ans Flugzeug gestellt wird weil nicht mehr enteist wird, dann helfen auch keine 100 Busfahrer!

Weil die Leute auch immer das glauben was irgendwelche Zeitungen schreiben!
 
Aber es ist doch auch keine Lösung das Flieger mit Verspätung off Block gehen, losrollen, weiter Verspätung beim enteisen aufbauen um dann nicht mehr zu starten und wieder ans Gate zurückkehren.
Ich bin ja bei dir das man die neue Freiheit nicht wieder ausnutzt. Da muss man dann eine Regel finden die das unterbindet.
 
Was bringt aber eine Planung, die im Fall der Fälle nicht funktioniert? Da wird es halt schwierig. Um beim Busfahrer zu bleiben: Wenn zwei nicht kommen, weil es das Wetter nicht zulässt, dann zu sagen, wir schicken alle anderen trotzdem nach Hause und schauen wie weit wir mit einem kommen..... Auch nicht vertrauenserweckend. Da müsste man als Betriebsleiter schon anders reagieren.
Unternehmen planen für den Normalfall, nicht für den einmal in fünf Jahren Fall.

Dass Flieger zurück auf Position kommen und Passagiere wieder aussteigen müssen war wahrscheinlich zu den Zeiten als die Feierabend hatten noch nicht bekannt.
 
Gefühlt geht es hier immer "nur" um die LH/Air Dolomitis bzw. die Maschinen die am T2-Vorfeld standen. Hat jemand denn mehr Infos wie das bei der ebenfalls gestrandeten Air Arabia gelaufen ist? Ich nehme mal an, dass die zurück ans T1 ging? Hat die dort eine Fingerposition bekommen (sollten um die Uhrzeit ja eigentlich welche frei gewesen sein, sofern die nicht auch mit "Liegenbleibern" blockiert gewesen waren) , oder hatte die auch eine Außenposition? Und hat es da auch bis 4 Uhr in der Früh gedauert, bis die Paxe raus durften?
 
Jetzt langts langsam!

Busfahrer wären sicherlich verfügbar gewesen. Zur Not würde halt mehrmals gefahren werden.

Wenn keine Treppe ans Flugzeug gestellt wird weil nicht mehr enteist wird, dann helfen auch keine 100 Busfahrer!

Weil die Leute auch immer das glauben was irgendwelche Zeitungen schreiben!
Ganz genau so ist es. Dass Zeitungen und Journalisten wenig bis 0 Ahnung über die operativen Verfahren in der Luftfahrt haben ist uns allen bekannt. Dass in solchen Ausnahmezuständen Chaos entsteht ebenso. Alle die zumindest ein bisschen Ahnung haben wissen, dass es zig Gründe geben kann, warum dies oder das nicht funktioniert hat. Personal ist IMMER eingeplant. Aber das Personal muss halt auch zum Arbeitsplatz bzw. an den Flieger kommen. Sprichwort: Öffis und Straßenräumdienste. Die sind ja bekanntlich bei 2cm ebenfalls schon überfordert. Niemand von uns weiß, wer da war, wo die waren, warum sie nicht zum Flieger kamen und und und. Aber so einfach wie "haben halt Feierabend gemacht" kann es halt nicht sein und ich hoffe wir alle hier sind zumindest soweit in der Thematik drin, das zu erkennen.

Was Medien aber sehr gut können, ist clicks zu generieren durch Dramatisierung. "Ganze Nacht" klingt halt einfach viel krasser als "2-3 Stunden" die es im Endeffekt tatsächlich waren. Und ein Skandal wie "Feierabend" klingt auch besser wie "starker Schneefall über den ganzen Tag".
 
Busfahrer wären sicherlich verfügbar gewesen. Zur Not würde halt mehrmals gefahren werden.
Da gibt es halt die gegenteiligen Aussagen.

So kam es, dass ab 1 Uhr nur noch ein Busfahrer da war, und auch die Treppen erst gegen 2 Uhr am letzten Remote-Flieger angestellt werden konnten. Der Busfahrer hat zu erst die Gäste der beiden Air Dolomitis abgeholt, bevor eine Pause eingelegt hat.

Unternehmen planen für den Normalfall, nicht für den einmal in fünf Jahren Fall.
Ich spreche auch von dem "Normalfall", dass eine Notlandung in der Nacht stattfindet. Das wäre für mich die notwendige Mindestpersonalstärke, die auch zwischen 2 und 4 Uhr am Start sein müsste. Und das ist es was die Planungen abdecken und sicherstellen müssen.
 
Ich spreche auch von dem "Normalfall", dass eine Notlandung in der Nacht stattfindet. Das wäre für mich die notwendige Mindestpersonalstärke, die auch zwischen 2 und 4 Uhr am Start sein müsste. Und das ist es was die Planungen abdecken müssen.
Und genau die sind auch immer eingeplant. Ob die auch wirklich vor Ort waren aber es nicht zum Flieger geschafft haben oder garnicht erst zum Flughafen kamen wissen wir nicht.

Ein "normaler" Notfall ist auch ein Flieger die Nacht unter normalen Bedingungen. Und nicht 6 Flieger gleichzeitig unter schwerstem Schneefall.

Und btw, die 6 Flieger von denen wir sprechen, sind ja nur die, bei denen es nicht geklappt hat. Es sind ja deutlich mehr als nur diese nicht mehr weg gekommen, haben am Terminal geparkt und Brücken bekommen um die Paxe aussteigen zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also welcher Bus usw. am Ende da jetzt nicht gefahren ist, ist ja eigentlich egal. Viel mehr sehe ich, dass der Chef den Laden nicht unter Kontrolle hat. Ja, er fährt selbst keine Busse, aber nach dem Oktober 2024 Drama ist das jetzt schon das zweite große Problem in relativ kurzer Zeit. Es macht Weltweit Schlagzeilen und beschädigt den an sich guten Ruf unseres schönen Flughafens. Sowas habe ich unter Kerkloh nicht gesehen. Man fragt sich, ob die 827000 € Gehalt da gut angelegt sind (ohne Bonus).
 
Ich würde wetten, dass die allermeisten Mitarbeiter an dem Abend ohnehin schon Überstunden geleistet haben und nach dem der letzte Flieger off block gegangen ist dann auch endlich in den Feierabend entlassen wurden. Dass die Flieger 30-60 Minuten nach off block um 2 die Nacht plötzlich wieder auf Außenpositionen zurück kommen und per Bus deboarded werden sollen, damit kann eine AeroGround halt einfach nicht planen. Und selbst wenn 2-3 Fahrer da waren, wissen wir nicht wie die Zustände zu dem Zeitpunkt am Vorfeld waren. Ein einzelner Loader kann schon mit seinem Mulag auf Position fahren und die Treppe ran stellen, aber ob ein Busfahrer es riskieren will mit 50 Menschenleben über verschneite Betriebsstraßen zu cruisen ist eine andere Frage. Denn die Räumungsdienste waren wie wir ja schon wissen mit dem Gewicht des nassen Schnees schon über dem Limit. Ob man da nach den priorisierten Bahnen und Rollwegen die Kapazität hatte, noch die Betriebsstraßen und Vorfelder zu räumen, bin ich mir nicht so sicher.
 
Also welcher Bus usw. am Ende da jetzt nicht gefahren ist, ist ja eigentlich egal. Viel mehr sehe ich, dass der Chef den Laden nicht unter Kontrolle hat. Ja, er fährt selbst keine Busse, aber nach dem Oktober 2024 Drama ist das jetzt schon das zweite große Problem in relativ kurzer Zeit. Es macht Weltweit Schlagzeilen und beschädigt den an sich guten Ruf unseres schönen Flughafens. Sowas habe ich unter Kerkloh nicht gesehen. Man fragt sich, ob die 827000 € Gehalt da gut angelegt sind (ohne Bonus).
Fehlende Sicherheitskontrollen ist menschliches Versagen. Starker Schneefall ist höhere Gewalt. Wenn der Flughafen 24/7/365 für solche Fälle Personal einplant, dann vervielfachen sich die Ticketpreise. Kann man machen, ob das den Passagieren aber lieber ist, bezweifle ich.
 
Zurück
Oben