Lufthansa wird zum Billigflieger?

Eine Airline, die ihren Kostenblock nicht so weit aufgelöst hat, daß sie auf die "gewachsene" Business
praktisch verzichten kann, sollte tunlichst auf dieses Hybrid verzichten. Die Ergebnisse sind zinemaskop
überall zu besichtigen: UA, AF, BA, JL, und überall fortgesetztes Schrumpfen (ohne AF). Eventuell vorstellen
könnte ich mir aber ein Langfristziel Dreiklassensystem à la KL (back to the eighties) plus Hotelklasse
in den Doppeldeckern. Kannst Du alle Kabinenklassen von AF aus dem Herzen aufzählen? ;)
 
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Geschäftsleute mit knappen Terminen, die dabei weder arbeiten noch schlafen können, werden sich nach 1-2 Flügen mit ihrer Dienstreisestelle auseinandersetzen.

Tja, wenn das denn mal immer so einfach wäre... :(
Ich gehöre leider auch zu denen, die geschäftlich weltweit sehr viel unterwegs sind, und das ganze aufgrund der Reiserichtlinie des Arbeitgebers zu 98% in Eco. Da hilft auch noch so viel diskutieren nichts, es bleibt bei Eco, komme was wolle.
Jetzt kann man natürlich sagen, selber schuld, kannst ja den Arbeitgeber wechseln, aber wenn der Job sonst Spaß macht...

Ich jedenfalls würde mir eine Eco Plus bei LH sehr wünschen, denn die wäre bei vielen Arbeitgebern sicherlich eher zu rechtfertigen als die teilweise astronomischen C-Preise der vergangenen Jahre (vor Ausbruch der Krise).
Und wenn man in MUC wohnt und die typischen Ziele nunmal mit LH ab MUC nonstop zu erreichen sind, dann ziehe ich nunmal die LH anderen Airlines ganz klar vor, Zeit ist schließlich bei den oftmals knappen Taktungen im Geschäftsalltag extrem wichtig und ein Umsteigen in CDG, LHR oder sonstwo nicht wirklich hilfreich.

Aber ich sehe durchaus auch, dass die Einführung einer Eco Plus bei LH die Business sehr stark kannibalisieren würde. Insofern rechne ich auch nicht wirklich damit, dass so etwas kommen wird... :(
 
So Zitate wie "nur Plastikbesteck" oder "Elektronik auf Stand der Steinzeit".
Da kommst mir schon hoch. Wenn dieser jemand schon jemals irgendwann geflogen ist, dann wird er sehen, dass KEINE Airline Metallbesteck hat. Da könnte man die Kontrolle am Flughafen gleich lassen. Und nur weil er wahrscheinlich von MUC-STR keinen Flatscreen hatte, denkt er Lufthansa wäre auf dem Stand der Steinzeit. Ich bin schon oft sowohl mit AB, als auch mit LH geflogen. Auf Kurzstrecke merkt man ehrlich gesagt nich brutal viel Unterschied. Und um gleich mit dem nächsten Zitat aufzuräumen "unfreundlicher Serice". Ich habe leider einen Bruer, der bei Flügen sich immer übergeben muss. Und bei LH war die Flugbegleiterin(wollte jetzt nicht Stewardess schreiben) wesentlich gelassener und wusste was sie machen sollte, nämlich einen Beutel holen in die ich die Tücher reintun kann mit dem ich das Erbrochene aufgewischt habe. Außerdem hat sie meinem Bruder noch zwei weitere Kotztüten gebracht und ihm sogar son kleines Quartett mit der LH- Flotte geschenkt hat. Während bei AB die Flugbegleiterin nicht richtig wusste was zu tun war. Schließlich musste ich selber mit den Tüchern zwischen Toilette und Sitz hin und her maschieren und einzeln wegschmeißen. Nun zum Komfort an Bord: Den A332 von AB und den A346 von LH bin ich geflogen. Und wenn hier einer von der Elektronik auf dem Stand der Steinzeit ist dann bestimmt nicht der A346. Bei Komfort ist LH AB meilenweit vorraus. Ich will AB hier nicht in den Dreck ziehen, hab nur mal billig mit teuer verglichen.
Zu dem Hauptthema: Mich würde engere Bestuhlung und ein bisschen weniger Service nicht verwundern und auch nicht davon abhalten wieder LH zu buchen v.a. Langstrecke.
 
So Zitate wie "nur Plastikbesteck" oder "Elektronik auf Stand der Steinzeit".
Da kommst mir schon hoch. Wenn dieser jemand schon jemals irgendwann geflogen ist, dann wird er sehen, dass KEINE Airline Metallbesteck hat. Da könnte man die Kontrolle am Flughafen gleich lassen.

Und ob es Airlines mit Metallbesteck gibt. Schau nur mal bei der LH in die First.
 
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Ich weiß jetzt nicht, wann du LH geflogen bist, aber mein LH-Eco-Besteck war eigentlich schon aus Metall (Edelstahl?, Alu? :confused:)

takeoff

Eben, das Besteck ist bei LH eigentlich in allen Klassen auf der Langstrecke NICHT aus Plastik sondern aus Metall. Nach dem 11. September wurde mal vorrübergehend auf Plastik umgestellt, wurde aber wieder rückgängig gemacht.

Bei vielen anderen Airlines ist es allerdings so, dass nur Gabel und Löffel aus Metall sind, die Messer aus Plastik. Als ob man mit einer Gabel niemand weh tun könnte... :no:
 
Der Marketing-GAU war schon erschreckend. Sicherlich wäre es besser gewesen, sich eher als "Preiswert"-Flieger zu vermarkten. Denn das ist es doch eigentlich, um was es geht: Nämlich dem Passagier, egal in welcher Klasse, eine den Preis werte Gegenleistung zu bieten.

Und da hat die Lufthansa sicherlich erheblichen Nachholbedarf und dies, so denke ich, mittlerweile auch erkannt, weil viele ehemals treue LH-Kunden neue Luftwege beschritten haben.

Bei mir kam es in 2008 zum Siedepunkt, als nahezu jeder 10. LH-Flug auf den ich mich eingelassen hatte (und das waren etliche), massiv verspätet war oder anulliert wurde. Die nachfolgenden Wehen mit dem LH-Kundenmono -äh- dialog, den Großmeistern der Textbausteine, haben dann das Faß zum Überlaufen gebracht und mein über Jahre gewachsenes LH-Bild auf den Kopf gestellt.

Bei innerdeutschen Flügen zwischen 700,- € und 800,- € (ja sowas gibt es ab BRE, z.B. nach MUC) entsteht im Kopf eine andere Erwartungshaltung als bei einem 40-Euro-Ticket mit dem Billigflieger nach Stansted. Und wird diese dann nicht erfüllt, kann das die Kundenbindung schon belasten.

Erfolg ist kein Abonnement und am Ende setzt sich das beste Konzept durch. Nach eigenem Erleben kann z.B. BRE - FMM mit einem irischen LCC unter dem Strich günstiger (um nicht das Wort "billiger" zu gebrauchen) sein, als BRE - MUC mit Hansens. Gerade dann, wenn man in München ein Auto stehen hat und in den Westen der bayerischen Landeshauptstatt muß. Die Pünktlichkeitsmedaille kriegen bis jetzt eindeutig die Iren und auch die Gesamtreisezeit vom Office BRE zum Office MUC ist LCC-technisch geringer, weil das nervige Warten auf's Gepäck in MUC entfällt.

Und vielleicht liegt da der Schlüssel zur ganzen Problematik: Das UND-Denken statt dem ODER-Denken. (Hatten wir ja weiter oben schon einmal)

Wenn eine LH sich gute Ideen (die Pinkelgebühr mal außen vor) von der anfangs noch nicht einmal ernstgenommenen LCC-Konkurrenz abschaut und dadurch am Ende im Wettbewerb besser dasteht und neue Kunden gewinnen kann, ist dies unternehmenspolitisch positiv. Gelingt dann noch das Kunststück, nicht jeden Blödsinn mitzumachen, nur um Billigster (!) zu sein und zu realistischen Preisen sicher zufriedene (Stamm-) Passagier zu fliegen, ist das auch auf lange Sicht tragfähig.

Also: Mut zu neuen Wegen und nicht jede Veränderung muß schlecht sein.
 
Ich glaube, es haengt auch vom Land ab, das angeflogen wird. Bei Singapore Airlines gab es heuer im Februar auf dem Weg von SIN nach SYD auch nur Plastikbesteck - sogar in der Bussiness. Ein Flugbegleiter erklaerte mir, dass das die Australier so vorschreiben.
Ich weiss allerdings nicht, ob das immer noch so ist.

Gruss, Uwe
 
Eigentlich gibt es in der First und in der Business immer Metallbesteck (egal ob intercontinental oder europäisch) mit einer Ausnahme: Singapore Airlines hat in der First Class ein silber angemaltes Plastikmesser! das passt dann besser zum Edelstahllöffel und zur Metallgabel *smile*
 
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Preiswerter Fliegen mit Lufthansa wäre sicherlich eine bessere Aussage gewesen, als Lufthansa wird zum Billigflieger. Ein Marketing-Gau ist es aber glaube ich nicht (man könnte es aber fast vermuten).

Preiswerter darf Lufthansa aber auf jeden Fall werden - gerade in Deutschland. Ich möchte dies kurz erklären: Wenn ich von München nach Seoul fliege, dann zahle ich wesentlich mehr, als wenn ich von Seoul nach München fliege. Warum das Businessclass-Ticket von München fast die Hälfte mehr kostet als in Seoul habe ich bisher nicht verstanden. Es ist aber so. Deshalb fliege ich nach Korea oder Japan immer in der Eco (da kann man es auch ganz gut aushalten, zumindest ist das Publikum hinten meist interessanter als ganz vorne), nach Deutschland aber sitze ich dann gerne in der C-Klasse oder höher (und flirte mit der Stewardess).

Auch wenn Donnergeräusch viel in der Business Class oder höher durch die Welt fliegt: Er achtet auch auf die Kosten! Das liegt daran, dass es sich erstens um die Kosten seines eigenen Betriebes handelt und zweitens, dass unsere Kunden elitäre Flugkosten nicht unbedingt erstatten.

Innerdeutsch und europäisch fliegen wir fast immer hinter dem Vorhang, also in der Eco. Wir buchen zuerst fast immer den billigsten Tarif, der noch umbuchbar ist gegen eine Gebühr. Es kommt dann schon häufiger vor, dass wir umbuchen müssen - weil wir entweder früher nach Hause wollen oder erst später nach Hause dürfen, je nachdem wie lange der Termin nun gedauert hat. Meist betrifft es die Rückflüge: Dann zahlen wir 50 Euro Umbuchungsgebühr zusätzlich, und notfalls den Aufpreis in die nächst höhere Buchungsklasse. Trotz der Gebühren und Aufschläge fliegen wir so schon heute viel billiger, als wenn wir ein felxibles Eco- oder Business Ticket kaufen würden - also vornehm ausgedrückt: wir fliegen preiswerter! nicht billiger!

Ich bin wirklich sehr froh, dass wir ein echter Kleinbetrieb sind. Da gibt es zum Glück keine Reisekostenrichtlinie (ich kenne das Problem aber von vielen anderen, die in Grossunternehmen arbeiten). Unsere ungeschriebene Regel: Wir versuchen immer preiswert zu Reisen, und meist klappt das auch. Und wenn ein Versuch mal daneben geht, ist das auch keine Tragödie. Selbst unsere Kunden haben dann Verständnis, wenn ein Flug oder ein Hotel mal teurer geworden ist. Wenn ein Hotel wie das Waldorff Astoria in New York gerade wegen der Wirtschaftskrise viele Sonderangebote hat, dann heisst es einfach "zuschlagen": Wann sonst kann man für 150 Euro in diesem Hotel nächtigen, wenn nicht zu dieser Wirtschaftskrisenzeit? Das ist wenigsten ein Vorteil dieser Krise. Ich bin mir schon bewusst, dass solcher Reiseluxus nur in einem Kleinbetrieb geht, wo die Entscheidungswege wirklich kurz sind.

Zum Flugkomfort: Auf kurzen Strecken brauche ich keinen grosszügigen Sitz, keine Mahlzeit und auch kein Getränk (naja, Wasser ist schon ganz gut). Auf kurzen Strecken brauche ich meinen Stern, Spiegel, Focus oder die Wirtschaftswoche. Falls die Lektüre fehlt, brauche ich alternativ einen interessanten Sitznachbar. Und wenn es den (meist) nicht gibt, dann alternativ einen guten Ausblick aus dem Fenster mit interessanten Wolken, schönen Landschaften oder wenn es nacht ist, die Lichter einer Großstadt! Donnergeräusch ist ein Genussflieger und hätte besser Pilot werden sollen, die immer so schöne Sonnenauf- und Untergänge erleben können. Dafür beneide ich bis heute alle Piloten - egal, ob sie für Lufthansa, für AirBerlin oder für Ryanair fliegen.

So, jetzt höre ich auf zu schreiben, sonst schreibe ich gleich noch darüber weiter, warum ich im Flugzeug nie arbeite und es auch nie tun werde (und das hat nichts mit hübschen Stewardessen oder hübschen Aussichten aus dem Fenster zu tun, sondern eher mit der Konzentration und Aufmerksamkeit). Und schliesslich geht es in diesem Thread (was ist eigentlich das deutsche Wort dafür?) ja nicht um Konzentration (konzentrieren müssen sich die Piloten), sondern es geht darum, ob Lufthansa nun ein Billigflieger wird oder nicht.
 
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.....Thread (was ist eigentlich das deutsche Wort dafür?....

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der Diskussionsfaden
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der Diskussionsstrang
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Aber da bleiben wir lieber beim guten alten Fred, wie @aaspere schon richtig erwähnte ;)
 
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Thread, Fred ... Donnergeräusch ist nicht schlauer geworden und muss morgen einen Praktikanten fragen. Aber "Fred" würde ich es auch so aussprechen mit meinem verbesserungswürdigem Englisch *smile*. Und die Bayern führen immer noch nicht!
 
@ aaspere: Ich grinse frech und humorvoll bis zu den Ohren. Und schön, dass der FCB führt - dann haben die Bayern ja doch noch eine Chance mit ihrem Trainer *smile* und sie haben gerade auch gewonnen!!!
 
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Und ich hatte schon befürchtet Ihr würdet den Faden in der Diskussion verlieren... was auch meine Überleitung zum Begriff Fred sein soll... manche nennen das Teil tatsächlich Faden... aber ich mag den Begriff nicht...
Und wie die Teenies sagen: Wayne interessierts?
 
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