Was ich für eine unbürokratische Lösung halte, die man übrigens z.B. in HAM oder HAJ öfters sieht, ist dass die Brücke in die unterste Position gefahren wird und man dann eine überdachte Pax-Treppe an den Finger andockt.
Somit kommen die Gäste schon mal trocken aufs Vorfeld runter. Nun bräuchte man nur noch eine fahrbare Überdachung für die flugzeugeigene Treppe sowie eine Überdachung zwischen den beiden Treppen: Voilá !
Dass es soetwas mal geben wird, kann ich mir aber nicht vorstellen, das würde ja schließlich was kosten. Und wenn man sieht, wie hirnlos die Gäste manchmal aus denn Bussen springen, um dann länger vor der Treppe im Regen stehen zu können, dann kann ein bisserl Regen ja nicht so schlimm sein...
Alternativ wäre es natürlich auch möglich, das Treppenhaus am Gate zu nutzen und die Gäste dann über das Vorfeld gehen zu lassen. Da braucht es aber bestimmt wieder 2 extra Aufpasser, damit keiner ausbüchst oder irgendwo dagegen läuft und gerade im Winter hat diese Methode natürlich leichte Nachteile.
Dennoch ist die ganze Diskussion müssig, denn solange man in MUC die Anzahl der gebäudenahen Positionen nicht mindestens verdreifacht, stellt sich die Frage Regios ans Gebäude zu stellen garnicht.
Uns als Crew ist eine Aussenposition sogar lieber, denn einerseits ist man mit dem Boarding viel flexibler. Am Finger muss man immer genau absprechen, in wieviel Minuten der erste Gast an Bord sein kann, was im voraus bei noch laufendem Catering, Cleaning und wenn der Tanker noch nichtmal da ist natürlich nur schwer möglich ist.
Auf dem Vorfeld fährt der erste Bus einfach ganz normal ab (außer es hakt irgendwo wirklich richtig) und zur größten Not müssen die Gäste halt noch ein paar Minuten im Bus warten. Dass die FMG nun auch bei den neuesten Bussen teilweise auf die Klimaanlage verzichtet hat, ist in diesem Zusammenhang eine Unverschämtheit und zumindest im Sommer eine Zumutung! Daher wird bei großer Hitze zur Not die Abfahrt des Busses noch ein wenig verzögert, was durch die ganzen heutzutage eingerichteten Automatismen allerdings immer schwieriger wird.
Danach wird auf einer Aussenposition über 2 Treppen eingestiegen, was die Boarding-Zeit in etwa halbiert, da insbesondere die Herrschaften der ersten Reihen dazu neigen einige Minuten lang den Verkehr im Gang lahmzulegen, bis ihre diverses wortlos hingehaltenen Kleidungsstücke sowie die überzählichen und übergroßen Handgepäckteile verstaut sind.
Gruß MAX