Bin ich blind oder schaue ich die falsche Grafik an?
Auf der genannten Grafik ist deutlich zu sehen, dass der Dauerschall nur bis 2003 zurückging, seither aber so stark angestiegen ist, dass er jetzt über den Werte der Anfangszeit liegt. Also nix mit "deutlich zurückgegangen" wie einer hier behauptet hat!
Wobei in meinem Fall die Station Pallhausen die nächste wäre und die nun wirklich nicht den Lärm abbildet, den wir hier in Pulling haben. Weder in Relation und schon gleich gar nicht in absoluten Werten. Es liegt nämlich an der Außenkurve, Pulling liegt aber im Zentrum der Innenkurve der abfliegenden Flieger. Von der in absoluten Werten gemessenen Lärmbelastung ganz zu schweigen, die in Pulling wegen der mehrere Kilometer näheren Lage am Flughafen natürlich viel höher liegen.
Aber egal, ich merke, hangar7 will wieder alles zerreden ohne konkret hier einzugehen auf einzelne Punkte. Andere schweigen. Ich war nicht so vermessen zu glauben, hier was bewirken zu können, es war halt die Freude über den Ausgang des Entscheids, dass ich mich hier mal wieder gemeldet habe.
Meine Punkte liegen auf dem Tisch, wer - wie ja laut eigenen Angabe doch der ein oder andere hier - dazu noch was zu sagen hat oder sie nicht für gänzlich abwegig hält, kann das ja noch tun, mit anderen Leuten mal darüber sprechen. Alle anderen mögen weiter machen wie bisher.
Ich als Einzelperson zwischen den Stühlen der einschlägig bekannten Kontrahenten habe mein möglichstes getan, eine neue Idee aufgebracht, die man zumindest mal anschauen könnte.
Wer das nicht will, muss halt den alten langweiligen Kampf weiterführen und steckenbleiben.
Noch ein Punkt zum Thema "Profitgier". So, wie er von den bei euch so verhassten "linksgerichteten
Gruppierungen" verwendet wird, habe ich den Begriff in den letzten Tagen hier garantiert NIRGENDS verwendet!
Mich stört nicht, dass mit Fliegen Geld verdient wird, mich stört, dass von den Profiteuren vorher nicht alles ehrlich bezahlt werden muss, der Gewinn also auf Kosten anderer stattfindet!
Ich bin da sehr realistisch und FÜR Geld verdienen, aber im Gegensatz zu euch eben nicht kompromisslos und um jeden Preis. Im Gegenteil, ich bin sogar sehr kapitalistisch eingestellt, denn ich meine, ALLES hat seinen Preis und der muss auch IMMER bezahlt werden. Manchmal gelingt es eben nur, den Preis geschickt aufzuteilen und so niedriger darzustellen. Fliegen ist richtig teuer, erscheint aber billig, weil viele Kosten nicht vom Passagier, sondern dem Steuerzahler, den Krankenkassenbeitragszahler, den nachfogenden Generationen, den beeinträchtigten Anwohnern usw. bezahlt werden. Das ist systembedingt und keine direkte Lüge z.B. von Kerkloh.
Wenn aber alles seinen Preis hat, dann hat auch die Ressource "Anwohner" seinen Wert, der gefälligst bezahlt werden muss!
Und NEIN, Umlandfonds und Schallschutzfenster sind vielleicht ein Preis den die FMG bezahlt, aber es ist NICHT der Preis der ANWOHNER! Du kannst nicht ins Kaufhaus gehen, die Schuhe klauen, die Zitronen bezahlen und zur Verteidigung sagen, du hättest doch die Zitronen bezahlt!
Ihr seht das alles auch viel zu konkret am Projekt, ich denke halt in größeren Maßstäben und meine, sowas gehört umfassend geklärt und neu geregelt, auch im Sinne von immer mehr Projekten, die durch die bösen Wutbürger behindert werden, weil sie eben einsehen, dass ihnen der gerechte Preis nicht bezahlt wird.
Ich will doch nur, dass die Ressource "Anwohner" einen Wert erhält!
Der Flughafen muss doch auch die Ressourcen für sein Geschäft zusammenkaufen, Material, Grund und Boden für seine Flächen, kann ihn nicht einfach rauben. Warum gilt das ausgerechnet für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen vor Ort nicht mehr?
Ist Grund und Boden also mehr wert als Gesundheit und Wohlbefinden von Tausenden von Menschen?
Das ist doch Steinzeit, Prinzip des Rechts des Stärkeren!
Denkt doch mal nach, was ihr selbst dauernd kritisiert:
Großprojekte werden durch "Wutbürger" verhindert, verzögert und bestenfalls dadurch teuer!
Ist das erstrebenswert? Nein?
Dann denkt mal weiter: In unserem dichtbesiedelten Land wird es immer und überall diese "bösen Wutbürger" geben.
Das geschilderte Problem wird also immer größer, nicht kleiner.
Es gewaltsam durch neue Gesetze ausschalten, die die Großprojekte rücksichtslos noch weiter bevorteilen wie sowieso schon, das kann doch niemand ernsthaft wollen. Das wäre China.
ABER, was wäre, wenn die Ressource "Anwohner" einen echten Wert bekommt und auch bezahlt werden MÜSSTE, wenn sie in Anspruch genommen wird?
Genau,
dann wäre die Sache mit den Wurbürgern nur noch eine Verhandlungssache, ein Geschäft wie andere auch!
Ein Geschäft ist aber immer leichter abzuwickeln als ein jahrelanges Gerichtsverfahren mit ungewissen Ausgang, teuren Verzögerungen und Zeiten, in denen nur Kosten anfallen, aber kein Geschäft gemacht wird.
Was also ist wohl billiger? Anwohner kaufen oder ewige Verzögerungen, teuere Prozesse und Imageschäden während gleichzeitig nichts verdient wird?
Ich wollte auch nur mal neue Dimensionen der Idee hinter der Lärmabgabe
und sosegides (
https://sites.google.com/site/sosegides/) aufzeigen.
Macht damit, was ihr wollt, aber ich werde mich hier wieder zurückziehen. Wer diese meine Rohvorschläge ernsthaft weiterentwickeln will, erhält selbstverständlich eine Antwort.