Ausbaustop und dessen negative Folgen für den Flughafen München

Keine Angst, das tun sie auch:
http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/laermwirkungen/herz.htm

Genau deshalb ist es auch für München so wichtig, den Ring an mehreren Teilstrecken in Tunneln zu führen. Die Lebensqualität an diesen Teilstrecken hat sich drastisch erhöht. Wenn das mal nur auch mit Startbahnen ginge...

Danke für die Vorlage. Und wo kommen all die Autos auf dem Ring her? Müssen die da fahren?

In einem Artikel der Süddeutschen nach dem Bürgerentscheid hat die Autorin glückliche Bewohner von Attaching interviewt. Auf dem Foto im Artikel sieht man im Hintergrund das Haus der Familie (NB: das Haus war wohl noch keine 20 Jahre alt). Vor dem Haus stehen 3 Autos. Mir ist schon klar, dass man auf dem Land ein Auto als Fortbewegungsmittel braucht und dass es selbstverständlich ist, dass der Nachwuchs mit 18 sein eigenes Auto bekommt. Aber man sollte sich nicht über den Lärm und die Abgase des Flughafens beschweren, wenn man selber Lärm und Abgase produziert!
 
Ach ja? In diesem Zusammenhang darf ich an den von der Rot-Grünen Stadtregierung und mehreren Umweltverbänden geführten Bürgerentscheid 1996 gegen den Bau der Ring-Tunnels erinnern! Damals konnte nur die Stichfrage eine hauchdünne Mehrheit von ca. 3500 Stimmen für den Bau entscheiden. Ich behaupte mal, dass die Entscheidung vieler Gegner im nachhinein anders lauten würde! Link

Generell bin ich auch der Meinung, dass Infrastrukturprojekte, deren volkswirtschaftlicher Nutzen über Jahrzehnte hinaus besteht, nicht geeignet für Bürgerentscheide als Momentaufnahme der aktuellen Stimmungslage sind.


Danke, dass Sie mich an den Bürgerentscheid zu den Tunneln erinnert haben. Das war mir tatsächlich schon entfallen und eigentlich wollte ich im Beitrag oben ja auf den amtlich dokumentierten Zusammenhang von Lärm (aller Art...) mit gesundheitlichen Risiken hinweisen. Aber das interessiert hier wohl nicht. Da ist wichtiger, dass der Landbürger im Durschschnitt mehr Autos hat als der Stadtbürger (umgekehrt übrigens U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen...).

Aber Sie haben recht, das Ganze ging damals sehr knapp aus, für den Tunnel und gegen die politische Mehrheit. Heute wird wohl eine überwiegende Mehrheit aller Beteiligten die Entscheidung gut heißen.

Was lehrt das?
Dass die "Gegner" immer / meist falsch liegen? Nein, denn wer "Gegner" ist, ist relativ, eine Frage der Fragestellung, des Standpunktes.
Dass knappe Mehrheiten und geringe Wahlbeteiligungen (damals 32 %) gefährlich für die Demokratie sind? Offensichtlich nicht in diesem Beispiel.

Ich denke die Lehre daraus ist, dass Basisdemokratie in Bayern im Prinzip und allen Unkenrufen zum Trotz gut funktionieren kann. Sie wird es nicht immer und in jedem Einzelfall tun, aber die bisherigen Ergebnisse sind ermutigend. Und auch die Entscheidungen der Politiker als "Berufsentscheider" sind trotz Beratung durch "Fachleute" und Referenten nicht immer richtig - was einige Fälle in der jüngeren bayr. Geschichte leider mehr als deutlich belegen.

Manchmal sind die Rindviecher halt doch klüger als ihre Aufpasser. Ob das höhere Einsicht, Instinkt oder Zufall ist, kann egal sein.
 
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Danke, dass Sie mich an den Bürgerentscheid zu den Tunneln erinnert haben. Das war mir tatsächlich schon entfallen und eigentlich wollte ich im Beitrag oben ja auf den amtlich dokumentierten Zusammenhang von Lärm (aller Art...) mit gesundheitlichen Risiken hinweisen. Aber das interessiert hier wohl nicht. Da ist wichtiger, dass der Landbürger im Durschschnitt mehr Autos hat als der Stadtbürger (umgekehrt übrigens U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen...).

Jetzt wird's lustig! Willst Du hier im Ernst den öffentlichen Nahverkehr in die Diskussion über Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung einbringen? Mein Punkt war es, auf die Heuchelei in der Diskussion über den Flugverkehr hinzuweisen. Wer 2 Autos in der Garage stehen hat, sollte sich in der Diskussion am besten gar nicht zu Wort melden. Mit dem öffentlichen Nahverkehr hat das überhaupt nichts zu tun. Das ist nur ein Ablenkungsmanöver.

Aber Sie haben recht, das Ganze ging damals sehr knapp aus, für den Tunnel und gegen die politische Mehrheit. Heute wird wohl eine überwiegende Mehrheit aller Beteiligten die Entscheidung gut heißen.
Das ist reine Spekulation Deinerseits. Ich bin mir da nicht so sicher. Für die Finanzierung der Tunnel mussten ja andere Projekte verschoben oder gestrichen werden. Ohne die Tunnel, könnte das S-Bahn-Netz z.B. schon seit 10 Jahren ausgebaut sein. Wenn man die Münchener heute fragen würde, ob sie lieber die 3 Tunnel oder einen Ausbau des Nahverkehrs haben wollen (2. S-Bahn durch das Zentrum, egal ob Tunnel oder Südring, Express-Anbindung zum Flughafen, Verstärkung des U-Bahn-Netzes, etc.), würde ich keine Prognose über den Ausgang der Entscheidung wagen.
 
Ich muss für die vielen großen und kleinen Firmen, die auf den Bau der 3. Startbahn hoffen, an der Stelle wirklich mal eine Lanze brechen. Und zwar wird diesen von den Gegner nur all zu leicht immer gerne vorgeworfen, dass diese dabei angeblich nur grenzenloses und skrupelloses Gewinnstreben hätten. Es mag zwar sein, dass es hier wie überall ein paar schwarze Schafe gibt, aber die große Mehrheit dieser Firmen sind einfach nur anständige und ehrliche Betriebe, die für viele Menschen Arbeitsplätze bieten, kräftig Gewerbesteuer zahlen, Güter und Dienstleistungen für uns alle produzieren, Menschen durch ein geregeltes Gehalt soziale Sicherheit geben, den Lebensstandard insgesamt hoch halten, München für viele Produkte in der Welt bekannt machen und zur Stärkung der ganzen Region beitragen.

Und genau deshalb ist der immer wieder trivial eingeworfene linksgrüne Hammers mit dem reinen skrupellosen Gewinnstreben nichts anderes als eine beleidigende Kriminalisierung ALLER kleinen, mittleren und großen Firmen, die sich aus ihrem für die Allgemeinheit wichigen wirtschaftlichen Interesse heraus für die 3. Bahn einsetzen. Auch das sind Aussagen, die ich hier von migg nicht mehr lesen möchte!
 
Nachdem man damit rechnen muss, dass die Verzögerung des Projektes die Kosten für den Bau in die Höhe treiben wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass die FMG bei den Entschädigungszahlungen noch freiwillig etwas dazulegen wird.

Trotz mangelder Vorstellungskraft wäre hier z.B. noch er Umlandfond zu nennen.
Abgesehen davon dürfte die FMG durchaus noch Geld drauf legen wollen, wenn es Geschwindigkeit ins Verfahren brächte.....
 
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Ich muss für die vielen großen und kleinen Firmen, die auf den Bau der 3. Startbahn hoffen, an der Stelle wirklich mal eine Lanze brechen. Und zwar wird diesen von den Gegner nur all zu leicht immer gerne vorgeworfen, dass diese dabei angeblich nur grenzenloses und skrupelloses Gewinnstreben hätten. Es mag zwar sein, dass es hier wie überall ein paar schwarze Schafe gibt, aber die große Mehrheit dieser Firmen sind einfach nur anständige und ehrliche Betriebe, die für viele Menschen Arbeitsplätze bieten, kräftig Gewerbesteuer zahlen, Güter und Dienstleistungen für uns alle produzieren, Menschen durch ein geregeltes Gehalt soziale Sicherheit geben, den Lebensstandard insgesamt hoch halten, München für viele Produkte in der Welt bekannt machen und zur Stärkung der ganzen Region beitragen.

Und genau deshalb ist der immer wieder trivial eingeworfene linksgrüne Hammers mit dem reinen skrupellosen Gewinnstreben nichts anderes als eine beleidigende Kriminalisierung ALLER kleinen, mittleren und großen Firmen, die sich aus ihrem für die Allgemeinheit wichigen wirtschaftlichen Interesse heraus für die 3. Bahn einsetzen. Auch das sind Aussagen, die ich hier von migg nicht mehr lesen möchte!

Im Zusammenhang der Heuchlerei der Linken und Grünen zum Flugverkehr (speziell was Inlandflugverkehr betrifft) sollen jetzt die Abgeordentender beiden Parteien und deren Reiseverhalten öffentlich an den Pranger gestellt werden. Ab sofort sind die Politiker noch mehr in der Öffentlichkeit, finde ich eine positive Entwicklung.
Hoffe dies wird auch wirklich konsequent und ohne Rücksichtnahme auf Namen so praktiziert.
 
Ich war am Sonntag gegen 14.45 Uhr in Pulling für eine gute halbe Stunde, von Fluglärm war hier nichts zu merken. Absolut ruhig, kann deine Gedankengänge deshalb überhaupt nicht nachvollziehen.
Die Belastungssituation Pulling ist doch nun wirklich unstrittig belegt, sogar durch Zahlen, die die FMG selbst erhebt, Stichwort Dauerschall. Selbst deine Kollegen hier im Forum bestätigen die Situation in Attaching, Pulling und Co als "zugegebenermaßen Scheiße". Und jetzt kommst du mit einer günstig ausgewählten Stichprobe und stellst das alles wieder in Frage, stellst die FMG und deine Kollegen als Quatschköpfe dar? Mach dich doch nicht lächerlich! Logisch gibt es NOCH ruhige Phasen am Tag und logsch, hängt die Belastung von Tageszeit, Windrichtung und Anflugverfahren ab. Wenn gerade nach Osten gestartet wird und keiner landen muss, ist es bei uns phasenweise sogar ganz still, wer hätte das gedacht?

Wenn ich mich richtig erinnere sind die am stärksten Betroffenen ohnehin schon entschädigt worden und weggezogen.
Tja WENN. Du erinnerst dich aber falsch.
Was es tatsächlich gab, sind Schallschutzfenster und Lüftungsanlagen. Für einige wenige gab es auch Geld, was ich mitbekommen habe waren es zwischen 5000 und 15.000 DM. Wenn du dafür mehrere 100.000 EUR Wertverlust, einen Umzug (wohlgemerkt nicht nur Mieter mit ihren paar Sachen) und eine neue Hütte weiter weg finanzieren kannst, bist du wohl ein erfolgreicher Top-Derivate-Händler bei Goldman Sach & Co.

Hinzu kommt, dass sich Lärmzonen seit damals gewaltig ausgedehnt haben, die Zahl der Betroffenen durch immer mehr Lärm immer größer geworden ist.

Vernünftig sind für dich also die, die sich nicht wehren sondern demütig wie chinesische Kleinbauern resignieren und vertreiben lassen. Nebenbei, ich kenne niemanden dieser "Vernünftigen", nur ganz wenige, die aus beruflichen Gründen weg sind, sowas soll es ja auch geben.
 
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Das war eindeutig eine unnötige persönliche Provokation.
sorry, aber ich sehe es andersherum. Wenn ich klare Vorschläge bringe und du sagst, ich soll endlich klare Vorschläge bringen, fühle ich mich nicht ernst genommen und werde ärgerlich!

hangar7 hat gesagt.:
aber keinen einzigen echten und realistischen Alternativvorschlag, was du statt der 3. Bahn konkret bauen oder tun würdest - keinen einzigen! Und wenn du eben keine real machbare Alternartive im Gegenzug lieferst, worüber soll man sich dann bitte mit dir noch unterhalten?

Und jetzt werde ich gleich noch ärgerlicher, du wiederholst stur, was ich mehrfach richtiggestellt habe.
Ich habe doch mehr als DEUTLICH geschrieben, dass ihr das Ding ruhig bauen dürft, ABER EBEN nur, wenn die wahren Kosten berücksichtigt und auch gezahlt werden! Z.B. eine Lärmabgabe an die Anwohner. Dann kann man auch sehen, ob sich die 3. Bahn nicht sowieso erledigt hat, weil den Leuten das Fliegne zu teuer wird. Wenn nicht, tja, dann haben alle was davon. Ihr kriegt die Bahn, wir bekommen die Lärmabgabe.
Das jetzt in aller Verkürzung, die Langversion könnt ihr ja weiter oben und im anderen thread nochmal nachlesen.

Ich denke, das IST ein Alternativvorschlag, wie man die Sache auflösen könnte. Einen solchen vermisse ich aber von dir! Was kommt denn von dir? Was schlägst du als Alternative zu "wir brauchen die 3. Bahn und müssen sie bauen punkt" vor?

Wir sind uns doch einig, dass hier 2 Seiten gegenüberstehen, die von ihrer Position ums VERRECKEN nicht abweichen wollen - so gesehen hast du recht, Diskusssion sinnlos, genau wie letztlich meine Postings hier, das ist mir schon klar.

Aber WENN jetzt mal neue Positionen kommen, dann doch nun wirklch mal die, die ich in den letzten Tagen skizziert habe! Nämlich "Bauen ja, aber dann bitte auch". Nicht "wir sind dagegen". Jetzt seid ihr dran. Also nicht "wir brauchen und müssen bauen punkt", sondern "wir bräuchten und könnten als Ausleich anbieten dass".

hangar7 hat gesagt.:
Du redest hier wieder um den heißen Brei herum. Aber konkrete und reale Alternativprojekte, die du anstatt der 3. Bahn bauen oder machen würdest, hast du auch in diesem Abstand wieder keine gebracht.
Mein Job ist nicht, eure Arbeit zu machen, sondern mein Recht zu verteidigen, für meine Interessen einzustehen, die IHR mit der 3. Bahn in Gefahr bringt und mit dem Flughafen seit 20 Jahren beeinträchtigt.

hangar7 hat gesagt.:
Einfach nur die fordern, dass man mehr Inlandsflüge auf die Bahn verlegen, Flüge nach Wien oder Zürch umlegen und Lärmabgaben einführen sollten, sind nämlich oft genutzte Trivialargumente, die jedoch wenig bis überhaupt nichts Konkretes enthalten und nur all zu oft unrealistisch sind.
Abgesehen davon, dass die Lärmabgabe bis heute NUR von mir aufgebracht wurde und noch nie und nirgends in der Berichterstattung oder der Forderungsliste der einschlägig bekannten Flughafengegner ernsthaft aufgetaucht ist, ist es doch albern so zu argumentieren, so kommen wir alle nicht weiter. Ich kann doch nämlich umgekehrt genau so sagen, "Einfach nur zu fordern, dass man die 3. Bahn braucht, egal wieviele Anwohner dazdurch beeinträchtigt werden" ist doch ebenso trivial, weil ihr ja um euren Job fürchtet und noch mehr Geld verdienen wollt!

Interessen gegen Interessen - nur neue Ideen können das auflösen.

Solange du nicht bereit ist, auf die NEUEN Argumente mal näher einzugehen, bleiben die Fronten starr. Die ALTEN Argumente sind ja schließlich ausdiskutiert, oder?

Dass bisher nur die 3. Bahn gefordert aber keinerlei Gedanken an Ausgleich für die Anwohner verwendet wurde und dass jetzt für euch die Zeit drängt, ist doch nicht mein Problem.

Lärmabgabe an Anwohner - ein neues Argument, um Anwohner zufrieden zustellen, aus der Reihe der Gegner zu entfernen und die 3. Bahn so doch zu ermöglichen, das steht im Raum, macht was draus oder bleibt stur in euren Gräben und starrt euch gegenseitig an ohne weiter zu kommen.
 
Nach der Veröffentlichung des Planfeststellungsbeschlusses im letzten Jahr wurde eine Zahl von 500 Mio. Euro für Ausgleichs- und Entschädigungsmaßnahmen genannt.

Das enthält aber praktisch nur Entschädigungen, die quasi selbstverständlich sind, nämlich vornehmlich Schallschutzeinrichtungen und Umlandfonds. Das sind keine Maßnahmen, die WIRKLICH ausgleichen, sondern nur die allerschlimmsten Schäden abmildern. Lebensqualität und Gesundheit sind nach wie vor massiv beeinträchtigt. Wir leben hier schließlich auf dem Land, eben weil wir NICHT nur in geschlossenen Räumen hausen und nur gefilterte Luft atmen wie vielleicht ein Bürotäter in der Innenstadt.

Der Umlandfonds schließlich hilft den Anwohner gar nicht, da er weit weg nach Freising oder Erding fließt, eher im Gegenteil, da davon auch Straßen bezahlt werden, die vorher nicht da waren und so für noch mehr Lärm und Dreck sorgen.
 
Nimm doch endlich als gegeben hin, dass der Planfeststellungsbeschluss durch viele Expertenhände gegangen ist und die günstigste Variante ist, längst entschieden ist. Aus Amen!!!
 
Gibt es eine Einwendung von Dir? Was war die Antwort darauf? Hast Du Klage eingereicht?

Du hast ja bereits von mehreren Seiten Zustimmung für Dein Anliegen erhalten. Auch ich bin dafür, dass es großzügige Entschädigungen für die Betroffenen gibt. Deinen Vorwurf von der "eigennützigen Schädigung der Bewohner des Lebensraumes Deutschland" akzeptiere ich aber nicht. Du wirst nicht viele Länder auf der Welt finden, die so viel Wert auf einen fairen Interessenausgleich legen.
Ich habe ja seit Jahren nicht mehr hier geschrieben, weil ich frustriert keinerlei Chancen mehr gesehen habe.
Ja, ich habe auch eine Einwendung gemacht, sie wurde wie die anderen 80.000 einfach mit Textbausteinen niedergebügelt, da die Gesetzeslage gewisse Dinge halt nicht hergibt oder nicht vorgesehen sind.

Es stimmt, in Deutschland haben wir es noch vergleichweise gut, aber dennoch gilt, dass größere Wirtschaftsinteressen auch bei uns immer über die Interessen der Menschen gestellt werden.

So, wie das Verfahren gelaufen ist, wird der Kleine Bürger nicht wirklich ernsthaft angehört, sind Entschädigungen nicht vorgesehen. Wozu noch weitermachen? Das normale Leben muss ja auch noch weitergehen. Man sieht es ja hier im Forum, ich wusste es schon vorher, man redet gegen eine Wand, sonst nichts.

Meine einzige, letzte Hoffnung ist, dass nicht Gerichte entscheiden müssen, sondern Verhandlungswille auf beiden Seiten aufkommt, der auch mal Pfade abseits der ausgetretenen langwierigen Behördenpfade betritt. Kompromisse und Vereinbarungen, die beiden Seiten helfen, auch wenn sie gesetzlich nicht vorgesehen sind, siehe mein Vorschlag Lärmabgabe.
 
Ich muss für die vielen großen und kleinen Firmen, die auf den Bau der 3. Startbahn hoffen, an der Stelle wirklich mal eine Lanze brechen. Auch das sind Aussagen, die ich hier von migg nicht mehr lesen möchte!
Du allein bestimmst, was du lesen möchtest, aber garantiert nicht, was ich schreiben werde.
Und was die kleinen Firmen betrifft, verweise ich an den Priller (bis vor kurzem ÖDP), erklärter Gegner. Auch kann ich mich daran erinnern, dass sich die kleinen Unternehmen allesamt aufgeregt haben, dass sie kurzerhand über die IHK im Rahmen eurer Freunde-der-Startbahn-Kampagne einfach ins Boot der Befürworter gezogen wurden, obwohl sie doch gar nicht PRO sind!
 
Er meint woll eindeutig von den Gegnern künstlich erweitert weil tatsächlich ist die Beschallung seit Beginn 1992 deutlich zurückgegangen.
ihr wollt mir weismachen, dass zwar der Flugverkehr seit 1992 von damals etwa 11 Mio Passagieren auf heute - wo sind wir gerade? 30 oder 40 Mio oder mehr - angewachsen ist, die Zahl der Flugbewegungen hat sich begleitend erhöht, die Maschinen sind wesentlich größer und lauter geworden - und trotzdem soll es heute weniger Dauerschallpegel haben als damals?
Belege?
Soweit ich mich erinnere, zeigten die Zahlen vielmehr eine schleichende Zunahme von anfangs deutlich unter 60 auf heute nahe 65 dB
 
ihr wollt mir weismachen, dass zwar der Flugverkehr seit 1992 von damals etwa 11 Mio Passagieren auf heute - wo sind wir gerade? 30 oder 40 Mio oder mehr - angewachsen ist, die Zahl der Flugbewegungen hat sich begleitend erhöht, die Maschinen sind wesentlich größer und lauter geworden - und trotzdem soll es heute weniger Dauerschallpegel haben als damals?
Belege?
Soweit ich mich erinnere, zeigten die Zahlen vielmehr eine schleichende Zunahme von anfangs deutlich unter 60 auf heute nahe 65 dB

Der Dauerschallpegel ist kaum angestiegen, obwohl die Anzahl der Flugbewegungen sich mehr als verdoppelt hat. Hier als Beweis folgender Link http://www.munich-airport.de/de/company/umwelt/umwelt/laerm/entwicklung/index.jsp .
Dies ist durch in erster Linie Einsatz von lärmreduzierten Flugzeugen der Fall. Durch eine Aufteilung auf drei Bahnen hätte sich der Dauerschallpegel sogar nochmals deutlich verringert, wie in der Tabelle im Zeitraum vor ein paar Jahren deutlich herauszulesen ist. Durch den Fortbestand des 2-Bahnensystem ist zumindest für die heute Betroffenen sogar über die nächsten Jahren gesehen eine Verschlechterung eingetreten. Darüber sind sich die Gegner aber geschlossen leider überhaupt nicht bewußt, weil ja nur jeder sein eigenes Süppchen auslöffelt.
 
und das wird sich nun noch weiter verschlechtern weil auf die zwei Bahnen längere Zeit mit Vollast angeflogen wird und somit langsam und niedrig geflogen wird und Sachen wie CDA unmöglich sein werden. Das wird ein Spaß wenn die letzte Luft aus dem System gequetscht wird!
 
und das wird sich nun noch weiter verschlechtern weil auf die zwei Bahnen längere Zeit mit Vollast angeflogen wird und somit langsam und niedrig geflogen wird und Sachen wie CDA unmöglich sein werden. Das wird ein Spaß wenn die letzte Luft aus dem System gequetscht wird!

Bei drei Bahnen wäre ein Lärmminderung von rund 5 Dezibel Dauerbeschallung locker drin gewesen. 1. Chance klar vertan!
 
sorry, aber ich sehe es andersherum. Wenn ich klare Vorschläge bringe und du sagst, ich soll endlich klare Vorschläge bringen, fühle ich mich nicht ernst genommen und werde ärgerlich!
Welche - realistischen und zielführenden - Vorschläge denn bitte? Welche denn???

Und jetzt werde ich gleich noch ärgerlicher, du wiederholst stur, was ich mehrfach richtiggestellt habe.
Nein, denn du hast bisher nichts wirklich realistisches als Alternative zur 3. Bahn vorgeschlagen- gar nichts.

Ich habe doch mehr als DEUTLICH geschrieben, dass ihr das Ding ruhig bauen dürft, ABER EBEN nur, wenn die wahren Kosten berücksichtigt und auch gezahlt werden!
Dass heißt also, dass du der FMG Lüge und Betrug vorwirfst, weil sie aus deiner Sicht bei den Kosten getrickst hätten, also auch nur mal wieder linksgrün ausgeschimpft "rein profitgierig" sind. Drehen wir das ganze aber mal rum: Wer entschädigt die Wirtschaft und die FMG, wenn die 3. Bahn nicht käme? Denn sie würden davon finanzielle Nachteile haben. Davon sagt komischerweise keiner was...

Z.B. eine Lärmabgabe an die Anwohner. Dann kann man auch sehen, ob sich die 3. Bahn nicht sowieso erledigt hat, weil den Leuten das Fliegne zu teuer wird. Wenn nicht, tja, dann haben alle was davon. Ihr kriegt die Bahn, wir bekommen die Lärmabgabe.
Gut, dann könnte ich dir und den Anwohnern jetzt aber nach deiner Logik jedoch auch "reine Profitgier" vorwerfen, eben weil ihr euch dann quasi kaufen lassen würdet und mit der 3. bahn abkassier. Genau den harten Maßstab setzt du ja auch bei dem Befürwortern an und deshalb musst du dir es jetzt gefallen lassen, dass man en Spieß hier einfach hart umdreht!

Ich denke, das IST ein Alternativvorschlag, wie man die Sache auflösen könnte.
was soll das bitte für ein "Alternativvorschlag" sein, genau entgegen deiner eigenen Anprangerungen hinsichtlich "reiner Profitgier" steht? Damit widersprichst du dich aber sowas von krass.

Was schlägst du als Alternative zu "wir brauchen die 3. Bahn und müssen sie bauen punkt" vor?
DU hast doch hier seit deiner Aktivität permanent dagegen argumentiert, also must DU auch Vorschläge bringen, wenn du schon dagegen bist. Sollen wir dir jetzt hier etwa auch noch helfen, damit du genau weißt, wogegen du dann wieder argumentieren und was du dann wieder anprangern kannst? Das machst du bitteschön selber.

Wir sind uns doch einig, dass hier 2 Seiten gegenüberstehen, die von ihrer Position ums VERRECKEN nicht abweichen wollen - so gesehen hast du recht, Diskusssion sinnlos, genau wie letztlich meine Postings hier, das ist mir schon klar.
Man kann durchaus anderer Meinung sein und das ist ja auch gut so in einer freien und demokratischen Welt. Da hat eben jeder seine Einstellung. Nur schießt DU seit deiner Aktivität hier aber dermaßen gegen Befürworter und wirfst ihnen permament Verantwortungslosigkeit, reine Profitgier, Umweltfrevel, Kompromisslosigkeit, etc. vor, dass es eben keine vernünftige Basis ist, mir dir darüber zu reden und vor allem reden zu können.

Ich selber habe einen Bekannten, der in unserem Ort gegen eine Umgehungsstraße ist und ich dafür. Doch wir respektieren unsere gegenseitigen Meinungen aber diskutieren natürlich schon sehr angeregt drüber. NUR: Hierbei wirft mein Bekannter mir eben nicht das vor, was DU hier permanent getan hast und ich würde mich auch hüten, ihn einen Umweltspinner, einen Wirtschaftszerstörer oder einen Weltfremnden nennen, eben weil wir beide sachlich/realistisch bleiben und vor allem nicht persönlich angreifend werden. Das ist der Knackpunkt, den du dir vielleicht auch mal zu Herzen nehmen solltest!

Aber WENN jetzt mal neue Positionen kommen, dann doch nun wirklch mal die, die ich in den letzten Tagen skizziert habe! Nämlich "Bauen ja, aber dann bitte auch". Nicht "wir sind dagegen". Jetzt seid ihr dran. Also nicht "wir brauchen und müssen bauen punkt", sondern "wir bräuchten und könnten als Ausleich anbieten dass".
Das hast nicht DU vorgeschlagen, sondern das da oben sind alles völlig triviale Punkte, also nichts Konkretes von dir, was du als wirkliche Alternativlösung vorschlägst. Und bestimmte denkbare Kompromisse wie etwa eine zweite Schwelle für die Attaching-Seite der 3. Bahn (für mehr Überflugshöhe beim Anflug von Maschinen bis zu ca. einer A321), eine Erlaubnis nur für besonders leise Maschinen oder eine leicht andere Bahnlage (Mit hat ja die Bahnlage 7 als möglicher Kompromiss am besten gefallen, auch wenn dafür mehr Höfe im Norden weg müssten) wurden hier schon früher vor deiner Zeit diskutiert. Warum betätigst du also nicht zuerst die Forensuche sondern legst hier gleich mit dem Brecheisen los? Ja, es gab tatsächlich eine Zeit vor dir...

Solange du nicht bereit ist, auf die NEUEN Argumente mal näher einzugehen, bleiben die Fronten starr. Die ALTEN Argumente sind ja schließlich ausdiskutiert, oder?
Wie schon gesagt: Benutze zuerst die Forensuche, bevor du hier auf Grund deiner Unwissenheit den Befürwortern überzogen und zu Unrecht Kompromisslosigkeit vorwirfst!

Lärmabgabe an Anwohner - ein neues Argument, um Anwohner zufrieden zustellen, aus der Reihe der Gegner zu entfernen und die 3. Bahn so doch zu ermöglichen, das steht im Raum, macht was draus oder bleibt stur in euren Gräben und starrt euch gegenseitig an ohne weiter zu kommen.
Wie gesagt: Du führst mit dieser Forderung deine eigenen Vorwürfe ad absurdum, eben weil sich die Anwohner dann in "reiner Profitgier" ihre Sorgen einfach wegkaufen lassen würden. Du widersprichst hier also absolut deinen eigenen und sehr hart an die Befürworter gestellten moralischen Spielregeln. Und genau DAS macht dich hier unglaubwürdig. Denn es sind ja bereits 500 Mio. € für Entschädigungen und Lärmschutzmaßnahmen mit eingeplant und hier macht der Flughafen schon teils weit mehr, als er gesetzlich eigentlich müsste. Sieht so etwa jemand aus, der nur "reine Profitgier" hat???
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin ich blind oder schaue ich die falsche Grafik an?
Auf der genannten Grafik ist deutlich zu sehen, dass der Dauerschall nur bis 2003 zurückging, seither aber so stark angestiegen ist, dass er jetzt über den Werte der Anfangszeit liegt. Also nix mit "deutlich zurückgegangen" wie einer hier behauptet hat!

Wobei in meinem Fall die Station Pallhausen die nächste wäre und die nun wirklich nicht den Lärm abbildet, den wir hier in Pulling haben. Weder in Relation und schon gleich gar nicht in absoluten Werten. Es liegt nämlich an der Außenkurve, Pulling liegt aber im Zentrum der Innenkurve der abfliegenden Flieger. Von der in absoluten Werten gemessenen Lärmbelastung ganz zu schweigen, die in Pulling wegen der mehrere Kilometer näheren Lage am Flughafen natürlich viel höher liegen.

Aber egal, ich merke, hangar7 will wieder alles zerreden ohne konkret hier einzugehen auf einzelne Punkte. Andere schweigen. Ich war nicht so vermessen zu glauben, hier was bewirken zu können, es war halt die Freude über den Ausgang des Entscheids, dass ich mich hier mal wieder gemeldet habe.

Meine Punkte liegen auf dem Tisch, wer - wie ja laut eigenen Angabe doch der ein oder andere hier - dazu noch was zu sagen hat oder sie nicht für gänzlich abwegig hält, kann das ja noch tun, mit anderen Leuten mal darüber sprechen. Alle anderen mögen weiter machen wie bisher.

Ich als Einzelperson zwischen den Stühlen der einschlägig bekannten Kontrahenten habe mein möglichstes getan, eine neue Idee aufgebracht, die man zumindest mal anschauen könnte.
Wer das nicht will, muss halt den alten langweiligen Kampf weiterführen und steckenbleiben.

Noch ein Punkt zum Thema "Profitgier".
So, wie er von den bei euch so verhassten "linksgerichteten
Gruppierungen" verwendet wird, habe ich den Begriff in den letzten Tagen hier garantiert NIRGENDS verwendet!

Mich stört nicht, dass mit Fliegen Geld verdient wird, mich stört, dass von den Profiteuren vorher nicht alles ehrlich bezahlt werden muss, der Gewinn also auf Kosten anderer stattfindet!

Ich bin da sehr realistisch und FÜR Geld verdienen, aber im Gegensatz zu euch eben nicht kompromisslos und um jeden Preis. Im Gegenteil, ich bin sogar sehr kapitalistisch eingestellt, denn ich meine, ALLES hat seinen Preis und der muss auch IMMER bezahlt werden. Manchmal gelingt es eben nur, den Preis geschickt aufzuteilen und so niedriger darzustellen. Fliegen ist richtig teuer, erscheint aber billig, weil viele Kosten nicht vom Passagier, sondern dem Steuerzahler, den Krankenkassenbeitragszahler, den nachfogenden Generationen, den beeinträchtigten Anwohnern usw. bezahlt werden. Das ist systembedingt und keine direkte Lüge z.B. von Kerkloh.
Wenn aber alles seinen Preis hat, dann hat auch die Ressource "Anwohner" seinen Wert, der gefälligst bezahlt werden muss!

Und NEIN, Umlandfonds und Schallschutzfenster sind vielleicht ein Preis den die FMG bezahlt, aber es ist NICHT der Preis der ANWOHNER! Du kannst nicht ins Kaufhaus gehen, die Schuhe klauen, die Zitronen bezahlen und zur Verteidigung sagen, du hättest doch die Zitronen bezahlt!

Ihr seht das alles auch viel zu konkret am Projekt, ich denke halt in größeren Maßstäben und meine, sowas gehört umfassend geklärt und neu geregelt, auch im Sinne von immer mehr Projekten, die durch die bösen Wutbürger behindert werden, weil sie eben einsehen, dass ihnen der gerechte Preis nicht bezahlt wird.

Ich will doch nur, dass die Ressource "Anwohner" einen Wert erhält!

Der Flughafen muss doch auch die Ressourcen für sein Geschäft zusammenkaufen, Material, Grund und Boden für seine Flächen, kann ihn nicht einfach rauben. Warum gilt das ausgerechnet für die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen vor Ort nicht mehr?

Ist Grund und Boden also mehr wert als Gesundheit und Wohlbefinden von Tausenden von Menschen?
Das ist doch Steinzeit, Prinzip des Rechts des Stärkeren!

Denkt doch mal nach, was ihr selbst dauernd kritisiert:

Großprojekte werden durch "Wutbürger" verhindert, verzögert und bestenfalls dadurch teuer!
Ist das erstrebenswert? Nein?


Dann denkt mal weiter: In unserem dichtbesiedelten Land wird es immer und überall diese "bösen Wutbürger" geben.
Das geschilderte Problem wird also immer größer, nicht kleiner.
Es gewaltsam durch neue Gesetze ausschalten, die die Großprojekte rücksichtslos noch weiter bevorteilen wie sowieso schon, das kann doch niemand ernsthaft wollen. Das wäre China.

ABER, was wäre, wenn die Ressource "Anwohner" einen echten Wert bekommt und auch bezahlt werden MÜSSTE, wenn sie in Anspruch genommen wird?

Genau, dann wäre die Sache mit den Wurbürgern nur noch eine Verhandlungssache, ein Geschäft wie andere auch!

Ein Geschäft ist aber immer leichter abzuwickeln als ein jahrelanges Gerichtsverfahren mit ungewissen Ausgang, teuren Verzögerungen und Zeiten, in denen nur Kosten anfallen, aber kein Geschäft gemacht wird.

Was also ist wohl billiger? Anwohner kaufen oder ewige Verzögerungen, teuere Prozesse und Imageschäden während gleichzeitig nichts verdient wird?

Ich wollte auch nur mal neue Dimensionen der Idee hinter der Lärmabgabe
und sosegides (https://sites.google.com/site/sosegides/) aufzeigen.

Macht damit, was ihr wollt, aber ich werde mich hier wieder zurückziehen. Wer diese meine Rohvorschläge ernsthaft weiterentwickeln will, erhält selbstverständlich eine Antwort.
 
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