Ausbaustop und dessen negative Folgen für den Flughafen München

Ich frage mich bei einem Wertverlust von mehreren hundertausend Euro
a) wie viel die Häuser denn dann vorher gekostet haben !?
b) oder man scheinbar ein Haus in Flughafennähe für ein Apfel und ein Ei bekommen muss...
 
Mehr als hier zahlt man nirgends für ein Grundstück und Haus. Die Preise sind jenseits von gut und böse. Ein kleines schäbiges Haus Baujahr vor 1970, renovierunsbedürftig und gerade mal an die 100qm Wohnfläche sowie kleinem Garten bekommt man nicht für unter 300000 Euro...
 
Ich kann mir schon vorstellen, daß Häuser und Wohnungen, die direkt in der Einflugschneise liegen, an Wert verleiren. Nur ist schon im Vorfeld aus jeder Menge Acker wertvolles Bauland geworden. Man nehme den Wert von ganz Franzheim, und bewerte den Grundstückswert anno 1960, 2010, und meinetwegen 2030 (willkürlich gewähltes Jahr der Eröffnung von Bahn 3) . Dann mache man den selben Vergleich für Attaching, und dann für ganz Freising. Mag sein, daß der Attaching-Vergleich 2010-2030 negativ ausfällt. Ich bin mir aber relativ sicher, dass alle anderen Vergleichsoptionen zu einen anderen Ergebnis führen.
 
Vergleichbare Häuser hinsichtlich Ausstattung, Zustand und Lage, die im Flughafennähe 200.000 - 350.000 EUR kosten, kosten weiter weg (so grob ab 10-30 km je nach Lage zu den Startbahnen) durchaus 30-50% mehr.

Dass das allgemeine Preisniveau hier nunmal beim Doppelten bis Dreifachen dessen liegt, was man in der ostdeutschen Pampa bezahlt, liegt an Südbayern und München, aber nun wirklich nicht am Flughafen. Wer würde auch schon ohne kräftigen Preisabschlag eine Immobilie unter einer Startbahn kaufen?
Warum wohl sind die Preise in Riem nach Flughafenumzug entsprechend gestiegen?

Normale Menschen kaufen nur 1x im Leben eine solche Immobilie, da werden keine Kompromisse gemacht. Und wenn doch, dann nur, weil es sich um Leute handelt, die hier eine Chance sehen, zu einer Immobilie zu kommen, die sie sich sonst nicht leisten können.
Alles Voraussetzungen, die für stark gedrückte Preise sorgen.
 
Vergleichbare Häuser hinsichtlich Ausstattung, Zustand und Lage, die im Flughafennähe 200.000 - 350.000 EUR kosten, kosten weiter weg (so grob ab 10-30 km je nach Lage zu den Startbahnen) durchaus 30-50% mehr.

Dass das allgemeine Preisniveau hier nunmal beim Doppelten bis Dreifachen dessen liegt, was man in der ostdeutschen Pampa bezahlt, liegt an Südbayern und München, aber nun wirklich nicht am Flughafen. Wer würde auch schon ohne kräftigen Preisabschlag eine Immobilie unter einer Startbahn kaufen?
Warum wohl sind die Preise in Riem nach Flughafenumzug entsprechend gestiegen?

Normale Menschen kaufen nur 1x im Leben eine solche Immobilie, da werden keine Kompromisse gemacht. Und wenn doch, dann nur, weil es sich um Leute handelt, die hier eine Chance sehen, zu einer Immobilie zu kommen, die sie sich sonst nicht leisten können.
Alles Voraussetzungen, die für stark gedrückte Preise sorgen.

Auf Basis dieser und auch andere Immobilienwerte kann man deine Aussage nicht bestätigen.
Ich glaube hier ist viel heisse Luft enthalten. Und dies mit 20 - 30 Kilometer ist nur auf die Richtung Stadt München als glaubhafte Aussage festzuhalten.

http://www.immobilienscout24.de/Suche/S-T/Haus-Kauf/Bayern/Freising-Kreis
 
was willst du denn mit Angebotspreisen eines solchen Portals? Das sind Möchtegernpreise, sonst nichts.
Abgerechnet wird aber am tatsächlich erzielbaren Preis und den kriegt man so nicht raus.

Meine Aussage fusst auf einigen tatsächlichen Verkäufen und Käufen in der Verwandschaft und Bekanntschaft sowie darüber hinaus auch auf einigen Wertgutachten, die allerdings aus anderen Gründen als dem Flughafen durchgeführt wurden.

Sowohl der Gutachter als auch der Notar haben jedoch klar zu verstehen gegeben, dass der Flughafen zwar nicht nur schlecht für Immobilienpreise sein muss, direkt in Verlängerung der Startbahnen aber ein gehöriger negativer Preiseffekt in der von mir genannten Höhe eindeutig sei. Nichts anderes habe ich behauptet, ich spreche schließlich nicht für die Freisinger, sondern für die tatsächlich durch Fluglärm in jeder Hinsicht negativ betroffenen Bürger.

Dass Hallbergmoos vom Flughafen fast nichts mitbekommt obwohl es näher dran ist als Pulling ist ja aufgrund der Lage zu den Starbahnen logisch. Dass die Preise sich entsprechend verhalten auch.
Dass gute Preise in Hallbergmoos oder Freising den Schnitt heben und die tatsächlich betrogenen Gebiete verschleiern, ist doch wohl offensichtlich!
 
Dass Hallbergmoos vom Flughafen fast nichts mitbekommt obwohl es näher dran ist als Pulling ist ja aufgrund der Lage zu den Starbahnen logisch. Dass die Preise sich entsprechend verhalten auch.
Dass gute Preise in Hallbergmoos oder Freising den Schnitt heben und die tatsächlich betrogenen Gebiete verschleiern, ist doch wohl offensichtlich!

Dann wäre die logische Folgerung dass diejenigen die vom Flughafen profitieren diejenigen die einen Nachteil davon haben entschädigen. Warum der Luftverkehr dafür herhalten soll ist nicht einzusehen. Dann müssten auch die Profiteure dem Flughafen was von ihren Vorteilen weitergeben.
 
Dann wäre die logische Folgerung dass diejenigen die vom Flughafen profitieren diejenigen die einen Nachteil davon haben entschädigen. Warum der Luftverkehr dafür herhalten soll ist nicht einzusehen. Dann müssten auch die Profiteure dem Flughafen was von ihren Vorteilen weitergeben.

Äh, ja und wer profitiert denn vom Flughafen?!? Etwa nicht die Airlines, allen voran Lufthansa im Falle von MUC? Das ist doch "Luftverkehr", oder?
Genauer gefragt, wer wollte denn, dass der Flughafen hierher kommt und zweitens auch noch viel größer angelegt wird als er zuvor in Riem war, Stichwort unerwünschte Wandlung vom Regionalflughafen in ein internationales Drehkreuz? Ich denke bei diesen Leuten ist die Hauptverantwortung und der größte Nutzen zu sehen. Und wenn die kein "Luftverkehr" sind, weiß ich auch nicht mehr weiter.
 
wenn du natürlich weniger die Profiteure im Sinne von "wer macht Gewinn" meinst und mehr die Nutzer im Sinne der Kunden, dann bin ich voll bei dir.
Und dafür habe ich bereits Vorschläge gemacht.

Warum gehen die Airlines, warum geht die FMG nicht her und betreibt ein wenig Imagepflege?
Nach dem Motto

"bei uns fliegen Sie ohne schlechtes Gewissen".
"wir tun was für unsere Nachbarn"
"unsere Nachbarn sind uns nicht egal"
"wir gleichen die Schattenseiten des Fliegens aus"
oder ähnlich
und verlangt eine kleine Lärmgebühr von jedem Passagier, die dann direkt je nach Betroffenheit an die Anwohner ausbezahlt werden kann?

1-2 EUR pro Start-/Landevorgang wären vollkommen ausreichend. Für Umsteiger die auch wieder zurück wollen wären das also 4x diese Gebühr. Keine riesen Belastung aber ein riesiges Entschädigungspotenzial für die wirklich direkt Betroffenen.

Wenn man sieht, für was für Blödsinn einige Airlines heute schon Zusatz- und Extragebühren verlangen, wäre so eine Lärmgebühr also wirklich kein besonders großes logistisches oder bürokratisches Problem. Und wer sich einen Urlaub leistet oder Geschäftsflieger ist, wird darauf nur wegen der maximal 8 EUR verzichten. Lässt man halt mal einen Schnaps weg oder raucht eine Schachtel weniger und hat so gleich noch gesundheitlich profitiert ;D.
 
Da will wohl jemand Geld verdienen ohne dafür Arbeiten zu müssen. Und damit wird dann die nächste Karibikreise finanziert... :thbdwn:
 
Tolle Vorschläge. Mit dem Wind starten damit wir ja 50:50 West- und Ostabflüge haben. Alles, was lauter als 60dB ist, muss Strafe zahlen. Selbst ein 25 km/h-Mofa darf bis zu 65dB laut sein, aber Strassen- oder Bahnlärm ist ja normal und unvermeidlich, also wird er hingenommen?

Zuerst ziehst du eine DIW-Studie als "Beweis" für deine These ran, und als die widerlegt wird, nimmst du deine eigenen, persönlichen Erfahrungswerte, die dir keiner widerlegen kann. Tolle Argumentationslinie.

Nebenbei: Auf den meisten deutschen Flughäfen werden die Landeentgelte lärmabhängig gestaltet. Laute Flugzeuge zahlen also jetzt schon mehr als leise.

Warum nicht von der Kirche einen Euro pro Grabstein, der im Kirchenhof aufgestellt ist, verlangen, weil es ist ja Psychoterror, durch den Anblick der Grabsteine ständig an das unabwendbare eigene Ende erinnert zu werden? Lärmmaut statt Schallutzwüänden an der Autobahn? Pro Fahrzeug zwanig cent je Haushalt?

Jeder empfindet 'Lärm' anders. Allein schon deswegen ist der 'Belastungsgrad' ein subjektiver, und individuell verschieden. Mich erinnern deine 'VOrschläge' an das Gerücht, die Stadt München zahle den Anwohnern rund ums Oktoberfest eine Sonderprämie, wenn sie zur Wiesn-Zeit in den Urlaub fahren, und sich darum nicht über die Wiesn und ihre 'Nebenerscheinungen' wie Wildbiesler, Alkoholleichen und Ko**flceken im Vorgarten beschweren können...
 
Zuletzt bearbeitet:
@migg

Nur mal so als kleine Anregung, damit wir hier nicht immer über Luftnummern sprechen müssen. Besorg doch einfach mal vom Gutachterausschuss in den betroffenen Landkreisen die aktuellen Daten (dorthin werden alle tatsächlichen Kaufverträge über Grundstücke von den Notaren übermittelt und aus diesen einzigen echten Marktdaten Wertetabellen erstellt). Ich bin mir sicher, dass dadurch Deine bisherige Argumentation schön widerlegt wäre. Alle anderen Daten (DIW-Stellungnahmen, persönliche Erfahrungen in Einzelfällen ...) bringen jedenfalls gar nichts, um die Gesamtzusammenhänge zu klären.

Ich habe übrigens durchaus Verständnis dafür, dass ein Einzelner seine ureigensten Interessen vertritt. Ich finde es aber nicht so wirklich in Ordnung, wenn solche Eigeninteressen hinter angeblichen Allgemeininteressen versteckt und scheinbar objektiv begründet werden sollen (das gilt übrigens auch für Argumentation pro Flughafen und von der FMG).
 
Äh, ja und wer profitiert denn vom Flughafen?!? Etwa nicht die Airlines, allen voran Lufthansa im Falle von MUC? Das ist doch "Luftverkehr", oder?
Genauer gefragt, wer wollte denn, dass der Flughafen hierher kommt und zweitens auch noch viel größer angelegt wird als er zuvor in Riem war, Stichwort unerwünschte Wandlung vom Regionalflughafen in ein internationales Drehkreuz? Ich denke bei diesen Leuten ist die Hauptverantwortung und der größte Nutzen zu sehen. Und wenn die kein "Luftverkehr" sind, weiß ich auch nicht mehr weiter.

Jetzt verzettelst du dich aber ein bisschen.

- Den größeren, neuen Flughafen wollte seinerzeit die bayerische Politik.
- Ziel des neuen Flughafens war die infrastrukturelle und damit die wirtschaftliche Stärkung Münchens und Oberbayerns.
- Das Ansinnen des neuen Flughafens gab es lange, bevor LH mit ihrer Strategie des zweiten HUBs in Deutschland neben FRA so dominant in MUC wurde.
- Bei allen großen Infrastrukturprojekten gab und gibt es Betroffene, Leidende, Verlierer.
- Von MUC profitiert in erster Linie Oberbayern und München; Die bei LH mit ihrer Mini-Marge errungenen Gewinne halten keinen Vergleich stand, mit dem was durch den Flughafen in Bayern an wirtschaftlicher Mehrleistung generiert wurde und wird.
- Bayern war seinerzeit, bei der Konzeptionierung des Flughafens im Norden der Landeshauptstadt ein Agrarstaat, welcher aus dem Länderfinanzausgleich erhebliche Mittel erhalten hat. Eine umfassende Investitions- und Förderstrategie des Landes hat diese Situation nachhaltig wie merklich verändert.
- Infrastruktur ist grundsätzlich erstmal teuer, risikobehaftet und belastet eine nicht unmaßgebliche Zahl von Menschen persönlich. Infrastruktur ist aber auch die Grundlage des gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Handelns. Ohne sie geht es nicht - ergo stellt sich die gesellschaftliche Frage, wie Güter, Aufwendungen, Schäden und Konsequenzen gegeneinander aufgewogen und gewichtet werden.
- Es ist die harte Frage zu stellen, ob eine gesamt-volkswirtschaftliche Betrachtung zu dem Ergebnis kommen darf, dass der Nutzen einer Maßnahme die bedauerlichen Schicksale einzelner übersteigt.
- Es ist die Frage zu stellen, wie man sich selber im gesellschaftlichen Kontext positioniert sieht: Was bin ich, wie stehe ich da, was ist mein Umfeld, wie sind die Rahmenbedingungen zu werten, wenn ich über den Tellerrand hinaus schaue? Welche Perspektiven ergeben sich für mich unter welchen Rahmenbedingungen? Bin ich in der Lage und willens zu realisieren und antizipieren, was außerhalb meines Tellerrandes passiert? Wenn ja, will ich meine Entscheidungen auch im Kontext potentieller, übergeordneter Entwicklungen aufrecht erhalten?
 
Ist nicht ein Argument der Ausbaugegner, dass das Wohnen in der Region unbezahlbar wird, weil so viele Menschen zuziehen? Aber die Häuser werden immer billiger.

migg, verschon uns mit deinem Unsinn. Erzähl das irgendwelchen Passanten am Freisinger Marienplatz....
 
1-2 EUR pro Start-/Landevorgang wären vollkommen ausreichend. Für Umsteiger die auch wieder zurück wollen wären das also 4x diese Gebühr. Keine riesen Belastung aber ein riesiges Entschädigungspotenzial für die wirklich direkt Betroffenen.

Nur, wenn jeder Umlandler Geld für betroffene Münchner bezahlt. Warum sollten Flugreisende ein schlechtes Gewissen haben, Pendler aber nicht?

Moddin hat schon recht, hier macht einer auf Schmarotzer und glaubt auch noch, das es keiner merkt.
 
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