Anschlag auf Flugzeug vereitelt

PARANOIA OVERKILL!!!

Wegen «Penispumpe» vor Gericht
Chicago - Ein falsch verstandenes Wort hat einen irakischen Einwanderer in den USA vor Gericht gebracht.
ht / Quelle: sda / Freitag, 25. August 2006 / 14:29 h

Der junge Mann wollte von Chicago aus in die Türkei fliegen, scheiterte jedoch an der Gepäckkontrolle. Eine Flughafenangestellte entdeckte einen Gummigegenstand in seinem Handgepäck und fragte ihn, um was es sich handle, wie die «Chicago Sun Times» berichtete. Laut seinem Anwalt antwortete der Angeklagte, der am Mittwoch vor Gericht stand, zweimal mit dem Wort «Pumpe» (pump). Die Kontrolleurin verstand jedoch «Bombe» (bomb) und sorgte für die sofortige Verhaftung des 29-Jährigen.
...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
immerhin haben wir´s so weit gebracht, dass man jetzt nicht mal mehr terrorist sein muss, um die weltluftfahrt durcheinander zu bringen. und dabei dachten wir, die maßnahmen erschweren dies, stattdessen ist es jetzt so leicht wie nie. es reicht ein wort. or even less? :D

etwas makaber, aber man kann auch tiere dressieren, die ein flugzeug auch nach abschluss aller sicherheitschecks noch beeinträchtigen können.
hat man so was schon gesehen?! v.a. wenn man noch das "bildspecial" anschaut! also ehrlich! :no: glücklicherweise bekamen diese tiere offensichtlich kein explosives futter zuvor...

http://expressen.se/index.jsp?d=10&a=660530
 
Zuletzt bearbeitet:
zu: Wegen Penispumpe vor Gericht


Vielleicht sollte man die Flughafenangestellten etwas praxisnäher ausbilden.
Dann erübrigen sich solche Situationen :whistle:
 
Wie auch immer, ich bin persönlich bereit die getroffenen Massnahmen diskussionslos in Kauf zu nehmen.

Wenn man das so sieht; wer hat dann "gewonnen"?

Das bedeutet letztendlich die Aufgabe unseres Lebens, wie wir es heute kennen, auf das wir stolz sind, zurecht. Unsere Freiheit, unsere zentrale Errungenschaft der Aufklärung, unsere bürgerlichen Freiheitsrechte, schwer erkämpft und noch schwerer verteidigt, wollen wir die wirklich aufgeben, nur weil sie ein paar wild gewordenen Terroristen nicht passen? Ist das nicht deren Ziel, sind sie nicht auf dem besten Wege, das zu erreichen? Haben sie es nicht teilweise sogar schon erreicht?

Nicht die Tatsache, daß Maßnahmen getroffen werden sollten oder müßten ist das, was mich stört, auch nicht die Maßnahmen, so sie denn verhältnismäßig sind (d.h. zur Erreichung eines "sinnvollen" Ziels geeignet und das mildeste, geeignete Mittel darstellen -juristische Definition von Verhältnismäßigkeit). (Es stört mich schon, es wäre mir lieber, wenn das alles nicht nötig wäre, klar.)

Was mich stört ist dieses blinde, diskussionslose in Kauf nehmen aller Maßnahmen, die das Etikett "Sicherheit" tragen. Genau das ist es nämlich, das uns schneller in den Abgrund führt, als wir uns versehen!

Die jetzige amerikanische Regierung hat mehr Rechtsverstöße begangen als all ihre Vorgänger zusammen, und die waren nicht zimperlich. Fundamentale Prinzipien der Demokratie werden außer Kraft gesetzt, Menschenrechte, noch nie gehört, für die doch nicht. Aber nicht nur das, auch die eigenen Bürger werden abgehört, unter Generalverdacht gestellt, politische Opposition in die Ecke von Vaterlandsverrat (bist Du nicht für uns bist Du gegen uns) und Kriminalität gestellt (die freie Presse, und wenn sie nicht so schreibt, wie wir wollen, dann bringen wir sie schon dazu). Von der Sinnhaftigkeit des Krieges gar nicht zu reden.

Alles diskussionslos in Kauf zu nehmen?

Ein Schäuble sieht nach 30jähriger Vorbereitung endlich die Chance, die Bundeswehr im Inneren einsetzen zu können. Ein wildgewordener Schily gängelt die Presse, die bedroht nämlich die Sicherheit. Cicero erinnert doch sehr an Spiegel.
Rasterfahndung: hat noch nie was gebracht(!), außer daß man nebenbei ein paar Kleinkriminelle gefangen hat. Mit einer derart einschneidenden Maßnahme? Zum Glück unterbindet das Verfassungsgericht das.
Vorratsdatenspeicherung, flächendeckende Videoüberwachung: wo ist der Unterschied zum gläsernen Bürger? Bald kann man keinen Furz mehr tun, ohne daß dies registriert würde! Natürlich, ich erleichtere den Strafverfolgungsbehörden die Arbeit. Aber zu welchem Preis?

Selbst wenn die, die jetzt die Macht über derartige Systeme haben, stets mit den besten Absichten handeln, ist das alles mal da, so ist Mißbrauch Tür und Tor geöffnet! Und an Berlusconi und Bush oder den zwei depperten Polen sieht man dann doch recht eindrucksvoll, daß auch Leute an die Macht kommen können, die solche Dinge schamlos ausnutzen würden. Und dann ist geich Schluß mit Meinungsvielfalt, Demokratie etc. Bist Du nicht für uns, bist Du gegen uns, sagen Die dann, und dann kann man nachvollziehen, wer denn alles gegen uns war, wer wann wohin gegangen ist, mit wem gesprochen hat, welche Seiten besucht hat...

Aber wir akzeptieren diskussionslos sämtliche Maßnahmen, die mit dem Label "Sicherheit", "Kampf gegen den Terror™" oder "Krieg gegen den Terror™" daher kommen?

Ich habe mir das Mitdenken und das selber eine Meinung haben jedenfalls noch nicht abgewöhnt, und daher nehme ich mir sehrwohl das Recht heraus, einzelne Maßnahmen zu diskutieren, zu kritisieren, oder sogar dagegen zu sein, sie zu "bekämpfen", politisch und juristisch.

Bei Einschränkungen, sichtbaren und unsichtbaren, unserer Freiheitsrechte durch wie auch immer geartete Maßnahmen nehme ich nichts einfach so in Kauf. Dafür steht zu viel auf dem Spiel.

Whoops
 
@Whoops
Gute Gedanken, wirkliche gute ! Hätte mich auch gewundert, wenn du als Jurist nicht noch was angefügt hättest...;)

Wie gesagt, das Thema polarisiert. Das habe ich im Freundes- und Kollegenkreis ebenfalls festgestellt.
Vielleicht war mein Begriff 'diskussionslos' etwas zu unglücklich, zu mißverständlich gewählt. Diskussionslos heißt bei mir nicht gedankenlos und blind. Diskussionslos bedeutet fuer mich nur, dass ich im Anschluss eines Geschehens eine fuer mich persönliche Risikoabwägung durchführe.
Ich bin nicht der Typ der aus Prinzip gegen eine getroffene Maßnahme bspw. ein Land nicht mehr bereist, ein Flugzeug nicht mehr besteigt oder oder... Ich akzeptiere die Maßnahmen als momentan kleineres Übel.
Denn ich möchte meine Mobilität nicht nur wegen Prinzipien einschränken.
Deswegen reise ich auch so gern in die USA obwohl ich im Prinzip (nicht nur das) gegen dieses Bush Regime bin...;)
Das Diskussionen nötig sind um Entscheidungen zu treffen ist klar.
Nur, nicht nur reden und reden und reden, sondern zwischendrin auch mal handeln...
Das sich aber stets mit dem Sinn getroffener Maßnahmen selbstkritisch auseinandergesetzt werden muß, versteht sich von selbst.
Die Terrorszene bräuchte tatsächlich keinen weiteren Anschlag verüben, und hätte doch bereits auf längere Sicht ihr Ziel erreicht.
Sie verunsichern unser tägliches Leben, sie verändern unser Leben. In der Reisebranche bekommt man es halt am deutlichsten zu spüren. Dagegen muß kontinuierlich angekämpft und darf niemals aufgegeben werden !
 
Zuletzt bearbeitet:
und wieder könnte ich, wenn ich wollte :whistle: , als hauptakteure in der terrorszene eigentlich eher "uns" erkennen. die großen "stars" sind nicht darunter, aber 95% aller terroralarmmeldungen stammen doch von irgendwelchen trittbrettfahrern, die sich nicht einmal zu schade sind, etwas ohnehin höchst unrühmliches auf billigste weise nachzuahmen. vielleicht um ein gefühl von macht zu verspüren angesichts des großen polizeiaufgebots und der vielen meldungen in den nachrichten über den zwischenfall. zweifellos ohne die zwangsläufig erhebliche innere schwäche zu erkennen, die einen veranlasst, sich auf ein solches niveau herabzulassen und nicht widerstehen zu können.

und diese heldentaten dann auch noch an orten von solch bombastischer relevanz, zum beispiel vor kurzem am moosacher bahnhof, dem nabel der welt! und kiel oder irgendein regionalbahnhof sind sicher so orte, die dem ganzen noch die tiefgründige bedeutung verleihen und das anliegen in aller deutlichkeit geradezu ausposaunen: ich will auch mal in die nachrichten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben