Dritte Bahn - Sachstand 2016 f.

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Drüber nachgedacht und verworfen. München hat halt sehr viele strukturlinke Wähler, die bei so was aus Prinzip mit Nein stimmen.
Prinzipiell wäre eine bayernweite Abstimmung günstiger und auch demokratisch eher legitimierbar, da der Flughafen ja nicht auf Münchner Flur liegt und das Nein damals nur aufgrund Eigentumsverhältnisse und dem Gesellschafter Vertrag eine Rolle gespielt hat.
Ich dachte im Moment (noch) gar nicht an eine Stimmabgabe. Sondern nur an das Sammeln der Unterschriften für ein Bürgerbegehren für die dritte Startbahn.
 
"Der Flughafen Nürnberg, in dessen Aufsichtsrat Söder den Vorsitz führt, nimmt sich für eine zweite bayerische Hauptstadt arg klein aus."

http://www.faz.net/aktuell/politik/...r-markus-soeder-bei-laune-haelt-15132355.html

;D

Ich finde eher die Aussage, dass Seehofer keine Diskussionen mag, sobald er sich was in den Kopf gesetzt hat, im Hinblick auf die 3. Bahn interessant.
Ansonsten: ich frage mich wie 1-2 Leute schlicht machen können, was sie wollen? Wo bleibt da der Rechnungshof und haut den beiden mal sauber auf die Finger?
 
Da sieht man mal wieder wie andere für dumm verkauft werden:
Im Biergarten der Sportgaststätte Attaching sitzt Franz Spitzenberger, 64 Jahre alt, Vorsteher der Bürgerinitiative. „Die Dritte vernichtet uns“, sagt er. Schon jetzt muss er beim Gespräch immer wieder innehalten, weil die Flieger über dem Dorf dröhnen. Mit der „Dritten“ würde es täglich 400 Überflüge in 80 Metern Höhe geben.

Je nach Wochentag haben wir rd. 1100 Bewegungen. Nehmen wir an, Hälfte sind Starts und die andere Hälfte sind Landungen. Das sind rd. 550. Die Zahl 400 würde ja bedeuten das ca. 73% über die neue 3. Piste abgefertigt werden würde. Selbst bei einem Anstieg der Bewegungen ist dies unrealistisch. Zudem würde Attaching ja nur in eine Richtung überflogen werden, Starts bei 26 und Landungen bei 08.


Mal ehrlich...kann man solche Leute eigentlich noch ernst nehmen?


http://www.tagesspiegel.de/weltspie...-gegen-die-flughafenerweiterung/20203628.html
 
Zudem würde Attaching ja nur in eine Richtung überflogen werden, Starts bei 26 und Landungen bei 08.

... und wenn man die 3. je nach Wind konsequent nur für Landungen auf 26 bzw. nur für Starts auf 08 nutzen würde (ob das betrieblich sinnvoll ist sei mal dahingestellt) und den Restverkehr über Center und Süd abwickelt, hat Attaching keinen einzigen Überflug... das hat H. Spitzenberger vorsichtshalber unterschlagen... also eher eine nicht ernst zu nehmende Person. 400? Sieht oder hört der doppelt?
 
... und wenn man die 3. je nach Wind konsequent nur für Landungen auf 26 bzw. nur für Starts auf 08 nutzen würde (ob das betrieblich sinnvoll ist sei mal dahingestellt) und den Restverkehr über Center und Süd abwickelt, hat Attaching keinen einzigen Überflug...
So ist das im Bahnnutzungskonzept aber nicht geplant und vermutlich aus Sicherheitsgründen (wg. Fehlanflügen) auch nicht zulässig. Die neue Nordbahn würde unabhängig von der Windrichtung im Wesentlichen immer für Landungen benutzt.
...das hat H. Spitzenberger vorsichtshalber unterschlagen... also eher eine nicht ernst zu nehmende Person. 400? Sieht oder hört der doppelt?
Laut DFS Gutachten ("Funktionsnachweis der luftseitgen Verkehrsflüsse...", Abs. 3.5.3 ) würden in Betriebsrichtung Ost rund 45% der Anflüge über Attaching stattfinden. In Spitze können das über 400 Anflüge pro Tag sein. Ob das aber nun ein Anflug alle ca. 2 Minuten oder nur alle 4 Minuten ist, spielt tatächlich wohl keine große Rolle.
 
So ist das im Bahnnutzungskonzept aber nicht geplant und vermutlich aus Sicherheitsgründen (wg. Fehlanflügen) auch nicht zulässig. Die neue Nordbahn würde unabhängig von der Windrichtung im Wesentlichen immer für Landungen benutzt.

Das wäre doch mal ein Punkt, an dem Gegner und Aktionsbündnisse zu einer echten sachlichen Diskussion einsteigen könnten. Aber stattdessen wird lieber auf Scheinargumenten herumgekaut. Da die Bahnen unabhängig voneinander betrieben werden können, sollte eine Vermeidung von Überflügen über Attaching möglich sein. Fehlanflüge können berücksichtigt werden, da die Bahnen sowohl in x- als auch in y-Richtung einen Versatz zueinander aufweisen.


Laut DFS Gutachten ("Funktionsnachweis der luftseitgen Verkehrsflüsse...", Abs. 3.5.3 ) würden in Betriebsrichtung Ost rund 45% der Anflüge über Attaching stattfinden. In Spitze können das über 400 Anflüge pro Tag sein. Ob das aber nun ein Anflug alle ca. 2 Minuten oder nur alle 4 Minuten ist, spielt tatächlich wohl keine große Rolle.

Ein Anflug alle 2 Minuten ist also "gefühlt" genauso laut wie ein Anflug alle 4 Minuten? Oder wie ist das zu verstehen. Das eine entspricht immerhin einer Halbierung des Lärms... aber wenn das nichts wert ist, dann brauchen sich die Anwohner doch eh nicht beschweren, wenn mehr Flugzeuge fliegen..?
 
Schon, aber nur mit einem kleinen Anteil der Bewegungen (rund 1/6). Bei Starts auf der 3. Bahn können auf der alten Nordbahn nicht unabhängig Landungen stattfinden.

So ein Blödsinn! Warum denkst du, die Bahn wurde mit diesem Abstand und Versatz so geplant? Um den Attachingern richtig eins auswischen zu können?
Natürlich können die 3 Bahnen dann unabhängig voneinander betrieben werden.
 
Landungen sind aber wesentlich geräuscharmer als wie Starts.

Außerdem sind es lt. Planfeststellungsbeschluss nur 44% in Betriebsrichtung Ost. ;D
 
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Landungen sind aber wesentlich geräuscharmer als wie Starts.

Ich würde mal sagen, mit modernen Flugzeugen eher nein bzw. nicht wesentlich. Siehe z.B. (Grafik mit 777F) https://www.fluglärm-portal.de/laerm-vermeiden/moderne-flugzeuge/
oder
http://www.suedkurier.de/exklusiv/t...i-der-Landung-so-laut-sind;art1350069,5383548

Hängt natürlich wg. unterschiedlichem Winkel bei An-/Abflug auch stark von der Distanz ab. Nicht vergessen darf man auch den Lärm nach dem Aufsetzen durch Bremsklappen und Umkehrschub, der halt doch wohl manchmal verwendet wird.

Außerdem sind es lt. Planfeststellungsbeschluss nur 44% in Betriebsrichtung Ost. ...
Na, dann hat wohl jemand falsch abgeschrieben und die Attachinger können beruhigt sein, wenn die PFB-Behörde nur 44% genehmigt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Laut dem angesprochenen Gutachten sollen wie gesagtz in Betriebsrichtung 08 ca. 45% der Landungen über die 3. Bahn ablaufen, was nach den Zahlen dort 437 Landungen bedeutet. Jedoch gilt dies ja nur für Betriebsrichtung 08 und nur für die Maximalauslastung. In Richtung 26 hätte man demnach 9% der Starts, also 84 absolut, wobei die 3. Bahn zwischen 22.00 und 6.00 Uhr garnicht genutzt wird.

Bedenkt man nun noch, dass die Hauptwindrichtung in München von West nach Ost ist, denn bedeutet dies, dass meist die Betriebsrichtung 26 vorherrscht, also über Attaching keine Landungen erfolgen, sondern nur ein sehr kleiner Teil an Starts.

Fazit:
1. Die 400+ Landungen pro Tag sind also nur ein absoluter Maximalwert, wenn tatsächlich mal den ganzen Tag nur nach Betriebsrichtung 08 geflogen würde. In der Realität herrscht jedoch die Betriebsrichtung 26 vor, so dass in dieser Zeit garkeine Landungen über Attaching erfolgen würden bzw. dies nur für einen geringen zeitlichen Anteil.
2. In der vorherrschenden Betriebsrichtung hätte man dann zwar am Tag 9% = 84 Starts über Attaching, aber diese Zahl gilt ja auch nur für den Maximalfall. In der Realität wird man hingegen die Starts im Norden fast nur auf der Center haben, während auf der 3. Bahn nur gelandet würde. Auch ist es auch bei anderen Flughäfen ein nicht unübliches Verfahren, dass die Maschinen nach dem Start sehr früh abdrehen. Dies kann auch ebenso in München gemacht werden, also dass die auf der 3. Bahn in Richtung 26 startenden Flugzeuge direkt nach dem Abheben möglichst schnell nach Norden abdrehen, um so Attaching garnicht überfliegen zu müssen. Mit intelligentem Flugmanagement geht da also viel, um Attaching bei Starts möglichst nicht überfliegen zu müssen.

=> Die tatsächliche Belastung für Attaching wird also weiter - sehr weit - von diesen pauschalen Horrorzahlen entfernt sein, wie sie in dem Artikel stehen. Es ist doch immer gut, wenn man die Fakten kennt...
 
Im derzeitigen bekannten Konzept:

Nordbahn - ARR
Mitte - DEP
Suedbahn - Mixed

anderes ist Geschwätz!
 
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Im derzeitigen bekannten Konzept:
Nordbahn - ARR
Mitte - DEP
Suedbahn - Mixed
anderes ist Geschwätz!
Das in "Funktionsnachweis der luftseitgen Verkehrsflüsse..." (DFS 2007) zugrunde gelegte Bahnkonzept, bei der es auch auf der Nordbahn eine kleine Beimischung Starts und auf der Mittenbahn eine Beimischung Landungen gibt, würde also nicht verwendet?
Wo ist denn das "derzeitige" Konzept bekannt geworden bzw. wo kann man es ggf. nachlesen?
 
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