Styrian Spirit vor dem Ende?

slowlyhh

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Nach einem Bericht der >Kleinen Zeitung< benötigt die steierische Fluggesellschaft 4 Mio. Euro, um die Liquidität zu sichern. Seit Gründung hat man diverse Strecken ausprobiert und 12,7 Mio. Euro Eigenkapital verbrannt. Unter höchster Geheimhaltung hat es Gespräche mit den Stadtwerken Graz gegeben, die ihren Anteil erhöhen sollten. Der 100%-Tochter der Stadt war das Risiko jedoch zu hoch. Wenn jetzt der slowenische Miteigentümer Prevent nichts tut, ist es das Ende der Fluggesellschaft. Ein weiterer Teifschlag könnte zum Winterflugsplan 2005/6 folgen, falls LX die Code-Share-Vereinbarung für die ZRH-Flüge nicht verlängert und vielleicht wieder selbst fliegen will.
 
Die neueste Entwicklung geht dahin, dass der slowenische Anteilseigner Prevent 2 Mio. Euro. zur Verfügung stellen wird - damit auch seinen Geschäftsanteil erhöht - und ein bisher unbekannter Investor weitere 2 Mio. Euro (hoffentlich zahlt der dann auch!). Damit wäre Styrian Spirit zunächst gerettet. In den nächsten Tagen soll auch der erste CRJ 700 kommen und auf den Flügen GRZ - STR eingesetzt werden, am Wochenende dann auf Charterflügen ex Innsbruck.
 
Hi Alwan,

es ist richtig, dass es jetzt etliche optimistischere Stimmen und Berichte gibt, nachdem der Anteilseigner Prevent weitere 2 Mio. Euro investiert und eine Kärtener Bank ebenfalls mit 2 Mio. dabei ist.
Allerdings sollte der Überschuss von 400.00 Euro im vergangenen Jahr nicht darüber hinwegtäuschen, dass jede Investition in Styrian Spirit zum jetztigen Zeitpunkt ein hochgradiges Risiko ist. Das wird deutlich, wenn man gegenüber stellt, dass die Airline bisher 12,7 Mio. an Kapital verbraten, also verloren hat. Was sind 400.000 Euro da gegenüber? Die sind schnell weg, z. B. wenn die Kerosinpreise weiter steigen und höhere Preise nicht durchsetzbar sind, wenn der bald eingesetzte größere CRJ 700 auf der GRZ-STR-Route nicht ausreichend gefüllt werden kann, wenn LX eventuell die Code-Share-Vereinbarung zum Winterflugplan nicht verlängert oder z. B. die angedachten neuen Strecken hohe Verluste bringen.
Auch wenn ich der Fluggesellschaft ein Überleben wünsche, ist sie noch lange nicht über den Berg.
Gruß Slowlyhh (Michael)
 
Nach einem neuen Bericht der >Kleinen Zeitung< dementiert die Hypo Alpe-Adria-Bank bei Styrian Spirit mit 2 Mio. Euro einzuspringen. Danach soll es wohl vor Monaten zwar Gespräche gegeben haben, die aber nicht fortgeführt wurden, da die Stadtwerke Graz einsteigen wollten. Die Bank nennt das Verhalten von Styrian Spirit als äußerst unfair. Unabhängig davon plant Styrian Spirit im Tagesrand von Klagenfurt über Salzburg nach Zürich zu fliegen. Zwischen Klagenfurt und Zürich haben sich in der Vergangenheit schon viele Fluggesellschaften wirtschaftlich erfolglos bemüht.
 
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