Ringschluss kommt in Fahrt.

Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Ich bin mal gespannt, ob da überhaupt jemals was gebaut wird... :(

Als Erdinger und Airdinger in Personalunion warte ich nun schon seit 15 Jahren auf einen S-Bahn Ringschluß. :yawn:

Ich fürchte sowohl die 3. Startbahn, als auch der erste Satellit zum T2, als auch der Transrapid werden längst von Tausenden täglich benutzt werden, während ich noch immer per Taxi oder per Auto/Parkdeck zum Flughafen reise... :thbdwn:
 
Beim Ringschluss hat ja erst die Planungsphase begonnen, waehrend bei den anderen projekten man ja schon im Planfeststellungsverfahren ist, bzw kurz davor ist. So ~5 Jahre wird das schon noch dauern.
 
Aber dafür wird der Wiederstand beim Ringschluss umso geringer ausfallen. Daher ist wohl auch nicht unbedingt mit vielen Einsprüchen oder Klagen dagegen zu rechnen. Hoffen wirs mal, dringend gebraucht wird er auf alle Fälle!
 
Aber dafür wird der Wiederstand beim Ringschluss umso geringer ausfallen. Daher ist wohl auch nicht unbedingt mit vielen Einsprüchen oder Klagen dagegen zu rechnen. Hoffen wirs mal, dringend gebraucht wird er auf alle Fälle!


Soweit mir bekannt ist, ist die "Trasse" für den Ringschluss in vielen Abschnitten schon "Raumgeordnet" und es gibt schon in einigen Abschnitten Baurecht. Ich glaube nicht das es beim Ringschluss deswegen "Verzögerungen" aufgrund juristischen Streitigkeiten gibt.

almighty
 
Mal eine ganz andere Idee, über den Ringschluß und die sog. Walpertskirchener Spange hinaus. :cool:

Eine direkte Fernbahnanbindung des Flughafens scheint ja aus vielen Gründen in weite Ferne gerückt zu sein:

* die sog. Marzlinger Spange wird nicht gebaut, weil Freising eine Isolierung fürchtet und so seine Pfründe sichern will. :shut:
* der vorbereitete Tunnel wird inzwischen mehr als zukünftige Haltestelle für den Transrapid gesehen. :eyeb:
* selbst wenn eine Bahnlinie aus dem Raum Salzburg/Mühldorf über Dorfen und die Walpertskirchener Spange zum Flughafen geführt würde und dort kein Transrapid den Tunnel verbaut, so könnten die Züge nicht einfach am Flughafen enden. Eine Weiterführung nach München ist aber kaum möglich, da die Strecke München Freising schon heute überlastet ist und auch die Strecke der S8 über Ismaning keine Alternative bietet. :think:
* zu guter letzt müßte dafür München - Markt Schwaben viergleisig ausgebaut und Markt Schwaben - Mühldorf - Freilassing elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden.
=> Das alles ist im Bundesverkehrswegeplan in weite Zukunft gerückt, weil es am Geld fehlt. :rolleyes:

Aber - im Bereich Freising hat man sich (unter anderem auf Initiative von ProBahn hin) ja schon auf eine "kleine Lösung" geeinigt:

* die sog. "Neufahrner Gegenkurve" erlaubt es den Ringschluß der S2 Erding über den Flughafen hinaus bis nach Freising als Endhaltepunkt weiterzuführen. ;)
* dadurch erhalten sowohl Freising als auch Erding eine direkte bequeme Bahnanbindung zum Flughafen per S-Bahn.
* erstmals sind auch Erding und Freising über eine S-Bahnlinie miteinander verbunden.
* Fernbahngäste aus dem Osten können in Freising bei entsprechendem Ausbau evtl. sogar am selben Bahnsteig zum Flughafen umsteigen.
=> ist doch eigentlich eine tolle Lösung! :thbup:

Wie wäre es nun mit einer vergleichbaren "kleinen Lösung" im Südosten: :think:

* die Walpertskirchener Spange würde genutzt um die S8 von Ismaning und Flughafen kommend über Erding nach Dorfen zu verlängern.
* parallel müßte nur der Fernbahnabschnitt Markt Schwaben - Dorfen zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden.
* der weitere Ausbau bis Mühldorf und Freilassing könnte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, genau wie der viergleisige Ausbau von München bis Markt Schwaben und der zweigleisige Ausbau von Markt Schwaben nach Erding.
* Fernbahngäste aus dem Salzburger, Freilassinger und Mühldorfer Raum könnten bei entsprechendem Ausbau in Dorfen am selben Bahnsteig in eine S-Bahn zum Flughafen umsteigen! :yes:
* auch die Stadt Dorfen hätte per S-Bahn eine Anbindung an Erding und an den Flughafen (ein angenehmer Seiteneffekt)
* Erding erhält genau wie Freising eine interessante weitere Verbindung über den Flughafen und Ismaning nach München (Entzerrung und Entlastung auf den Linien S1 und S2)
=> eine recht ordentliche erste "kleine Lösung" zu einem Bruchteil der Kosten, eine Ausbauoption zur grossen Lösung bliebe trotzdem erhalten. :thbup:
=> der ganze Südosten (bis in den Raum Salzburg) hat eine vernünftige kosteneffiziente Bahnanbindung zum Flughafen ohne viele Neubauten. :whistle:

Stellt sich nur die Frage in welchem Zeittakt man eine solche S8 bis Dorfen durchfahren ließe... :think:
 
Nur, daß Dorfen nicht mehr im MVV-Tarifgebiet liegt - und auf absehbare Zeit auch nicht liegen wird. Die Strecke München-Dorfen wird derzeit mit RB/RE im Berufsverkehr im 15-Minuten-takt bedient. Die Pläne für eine S-Bahnstrecke von Altomünster nach Dorfen liegen schon längst in den Schubladen - nur will die Deutsche Bahn an den Pendlern aus Dorfen weiter verdienen, und dieses Geld nicht dem MVV überlassen. Aus dem selben Grund ist auch Bad Tölz nicht im MVV: Hier ist es die BOB, die gerne ihr Geld veridenen möchte. Wer mit MVV-Ticket nach Tölz will, muss mit der S-Bahn nach Wolfratshausen fahren, und dann mit dem Bus weiter bis Tölz fahren - Dauert natürlich ungleich länger als mit der BOB ohne Umsteigen...
 
=> eine recht ordentliche erste "kleine Lösung" zu einem Bruchteil der Kosten, eine Ausbauoption zur grossen Lösung bliebe trotzdem erhalten. :thbup:


Klingt alles alles sehr vernuenftig was Du schreibst und koennte ich so unterschreiben wenn man fuer wenig Geld etwas gutes erreichen wollte.

Aber es ist genug Geld da fuer eine "gute grosse Loesung". Es wird halt nur fuer den unsinnigen Transrapid zum Fenster rausgeworfen, weil sich Ede ein Denkmal setzen moechte.

Dazu torpediert der TR dann leider auch noch die von Dir beschriebene Entwicklung einer grossen Loesung in der Zukunft. Wenn man keine zusaetzlichen Schienenkapazitaeten zwischen Flughafen und Stadt schafft wird man auch in ZUkunft nie Platz fuer durchgaengige Zuge von Muehldorf-Flughafen zum Hbf haben. Und dass die ueberregionale Anbindung des Flughafens nach Niederbayern und der Oberpfalz ausgerechnet wegen kleinkariertem Kirchturmdenken in Freising wahrscheinlich fuer immer verbaut wird halte ich fuer einen Skandal. Aber Umsteigefrei im Dosto von Regensburg oder Passau bringt halt weniger Prestige als nen TR.....
 
Tja, das mit den Kirchtürmen, Pfründen, Hoheitsrechten & Co. ist in Deutschland allgemein und in Bayern im speziellen natürlich ein Problem. :thbdwn:

Dabei würden letztendlich sicherlich Bahn und MVV dadurch gewinnen. :o

Die Bahn, weil ihre bisherige Strecke ohne grosse Mehrkosten zusätzliche Auslastung und Attraktivität aus dem Südosten Bayerns und aus Österreich bekäme - evtl. sogar Gewinne auf der Strecke machen würde, die beim späteren Vollausbau dienlich sein könnten. So viel Bedarf wie dann hat der Haltepunkt Dorfen sicher nie davor erlebt!

Und der MVV weil er sein Gebiet etwas erweitert und eine Strecke mit interessanter Auslastung dazubekommt.

Sicherlich könnte ja auch die Bahn Tickets mit Gültigkeit bis zum Flughafen verkaufen... tut sie ja jetzt auch. ;)

Und die Pendler aus der Region (auch Angestellte am Flughafen) wären sowieso nur noch glücklich. :yes:

Vielleicht kommen solche Ideen ja doch mal bei den Verantwortlichen oben an... :think:
 
Der Treppenwitz an der Sache ist, daß bekanntlich sowohl die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, als auch der Landkreis Erding sich der MVV-Tarifunion angeschlossen haben. Somit sollte eigentlich jeder öffentliche Nahverkehr dem MVV-Tarif unterworfen sein, egal wer diesen nun bedient. Die BOB zB wurde dazu verdonnert, bis Holzkirchen MVV-Tickets zu akzeptieren (BOB wollte lieber die eigenen Tickets verhökern, gerade auch an MVV-Stammkartenbesitzer) Zum Einen gibt es immer wieder Planungen, zB den Landkreis Landsberg/Lech in den MVV zu intergrieren, zum anderen sind die Strecken Holzkirchen-Bad Tölz(-Lenggries/Tegernsee) und Markt Schwaben-Dorfen, obwohl zu 100% innerhalb des MVV-Tarifgebietes explizit aus dem MVV-Tarif herausgenommen worden. Eigentlich dürfen nur Fernverkehrszüge wie IC&Co, welche zB in Pasing und am Hbf halten aus dem MVV-Tarif herausgenommen werden, aber keine Regionalzüge!

Die Strecke Ostbf-Markt Schwaben-Dorfen(-Salzburg) wird bereits seit Jahren an der Grenze des technisch machbaren betrieben. hinter Markt Schwaben ist die Strecke grösstenteils nur eingleisig mit "Begegnungsabschnitten", und nicht elektrifiziert. Eine vor dir angestrebte "bessere" Auslastung" wäre so, als ob du in MUC die 30-35 Mio Paxe allein in T1 abwickeln würdest, und dann den Flugplan nochmal tüchtig ausweiten, ohne ein neues Terminal mit einzuplanen...

Es gibt schon lange den Bedarf von 2 zusätzlichen, elektrifizierten Gleisen für die Strecke München-Salzburg. Diese könnten via Trudering-Grafing-Rosenheim neben die bisherigen gesetzt werden, was aber teuer (Enteignungen...) wäre. Oder man baut die bisher nur dieselbestriebene Strecke via Markt Schwaben-Dorfen -Mühldorf aus. Oder man baut eine neue Strecke via Mühldorf-Dorfen-(Walpertskirchen)-Flughafen nach München. Das wäre nicht nur die teuerste, sondern von der Fahrzeit Salzburg-München gesehen längste aller Optionen. Trotzdem hat auch diese unbestritten ihre Vorzüge!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie wäre es nun mit einer vergleichbaren "kleinen Lösung" im Südosten: :think:

* die Walpertskirchener Spange würde genutzt um die S8 von Ismaning und Flughafen kommend über Erding nach Dorfen zu verlängern.

Wegen des DB/MVV-Problems wie bereits gesagt wohl nicht zu machen. Zudem ist die Strecke aus meiner Sicht etwas zu lang für eine S-Bahn.

* der weitere Ausbau bis Mühldorf und Freilassing könnte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, genau wie der viergleisige Ausbau von München bis Markt Schwaben und der zweigleisige Ausbau von Markt Schwaben nach Erding.

Wenn man die Walpertskirchner Spange baut dann sollte auf jeden Fall die Strecke schon mal bis Mühldorf ausgebaut werden, um dort Regionalzubringerzüge über den Flughafen und dann weiter über die Neufahrner Gegenkurve bis Freising anbieten zu können. Sollte der Transrapid kommen, dann wird auf der S1 und S8 Richtung Flughafen sicher der Takt ab Stadtgrenze München ausgedünnt, so dass vielleicht nur noch jede zweite S-Bahn zum Flughafen fahren würde (Wenn ich mich irre, dann bitte korrigieren). Dies würde also bedeuten, dass die S1, die S8 und die S2 zusammen im 10min-Takt pro Richtung am Flughafen halten würden. Hier wäre dann also zwischen jedem Takt eine Trasse für den Halt dieser Regionalbahn/Regionalexpress am Flughafen frei. Da die RB/RE ja nicht am Besucherpark halten würden, müsste dies entsprechend getaktet werden, so dass sie nicht auf die vorangegangene S-Bahn zu stark auffahren würden.

* * Fernbahngäste aus dem Salzburger, Freilassinger und Mühldorfer Raum könnten bei entsprechendem Ausbau in Dorfen am selben Bahnsteig in eine S-Bahn zum Flughafen umsteigen! :yes:

S-Bahn wird es wie gesagt wohl nicht geben. Aber sie könnten in Dorfen in die oben beschriebenen Regionalzüge zum Flughafen umsteigen, wenn sie per Fernbahn aus Salzburg kämen.

Gruß, Hangar7
 
Dazu torpediert der TR dann leider auch noch die von Dir beschriebene Entwicklung einer grossen Loesung in der Zukunft. Wenn man keine zusaetzlichen Schienenkapazitaeten zwischen Flughafen und Stadt schafft wird man auch in ZUkunft nie Platz fuer durchgaengige Zuge von Muehldorf-Flughafen zum Hbf haben.

Warum willst du aus Mühldorf kommend über den Flughafen zum Hbf fahren? Da fährt man doch einfach direkt über Markt Schwaben. Wenn die RE/RB aus Mühldorf über den Flughafen weiter nach Freising fahren, dann dürfte das an Fahrgastpotenzial für diesen quasi Regionalzubringer reichen.

Und dass die ueberregionale Anbindung des Flughafens nach Niederbayern und der Oberpfalz ausgerechnet wegen kleinkariertem Kirchturmdenken in Freising wahrscheinlich fuer immer verbaut wird halte ich fuer einen Skandal. Aber Umsteigefrei im Dosto von Regensburg oder Passau bringt halt weniger Prestige als nen TR.....

Wie wäre es denn mit folgenden drei Lösungswegen, um die Marzlinger Spange mit dem Segen von Freising bauen zu können:
  • Man setzt aus Richtung Regensburg oder Passau RE/RB-Flügelzüge ein, die sich in Moosburg (oder Langenbach) teilen. Der eine Teil fährt über Freising und der andere über den Flughafen und beide Teile kommen in Neufahrn wieder zusammen und fahren zusammen zum Hbf. Rückwärts geht’s andersrum.
  • Man lässt die Züge über Freising wie sie sind und setzt dazu neue Flughafenzubringer-REs/RBs ein, die aus Regensburg oder Passau kommend über die Marzlinger Spange und die Neufahrner Gegenkurve eine große Kehrfahrt über den Flughafen und Freising wieder zurück machen.
  • Man lässt jeden zweiten RE/RB, der heute über Freising fährt, künftig über den Flughafen fahren. Als Ausgleich könnte die S1 ähnlich wie im Vorschlag 1 ab Neufahrn geflügelt werden und beide Teile würden sich dann im Endbahnhof Moosburg treffen. Hierbei müsste allerdings das DB/MVV-Problem gelöst werden, falls dies ginge.
Gruß, Hangar7
 
EDIT: Dein erster Vorschlag macht irgendwie am meisten Sinn! ;)
Er folgt dem KISS-Prinzip.

Dem Fahrgast ist es letztendlich relativ einerlei wie das Kind dann heissen wird.

So eine Art pendelnder Regionalzug zwischen Freising und Dorfen (über Neufahrener Gegenkurve, Flughafen, Erding, Walpertskirchner Spange) als Verbindungsglied zwischen den beiden anderen durchgehenden Bahntrassen macht vermutlich sogar deutlich mehr Sinn, da man sich dann leichter mit der Zugfolge der beiden Regionalbahntrassen synchronisieren kann und weniger stark vom Zeittakt der S-Bahn abhängt.

Muß die S8 halt doch im Flughafen wenden, was soll's!

Gefällt mir, die Idee! :yes:

Jedenfalls viel sinnvoller als Regionalzüge aus dem Raum Freilassing/Salzburg über Mühldorf/Erding/Flughafen nach München-West umzuleiten. :whistle:
P.S. Die Freisinger dürften dann ihre durchgehenden Züge unter Dom auch behalten... diese An- und Abkoppelmanöver incl. Weichenstellung vor Weiterfahrt kosten ohnehin viel Zeit und sind speziell im Winter relativ störanfällig.
 
Zuletzt bearbeitet:
So eine Art pendelnder Regionalzug zwischen Freising und Dorfen (über Neufahrener Gegenkurve, Flughafen, Erding, Walpertskirchner Spange) als Verbindungsglied zwischen den beiden anderen durchgehenden Bahntrassen macht vermutlich sogar deutlich mehr Sinn, da man sich dann leichter mit der Zugfolge der beiden Regionalbahntrassen synchronisieren kann und weniger stark vom Zeittakt der S-Bahn abhängt.

Da bringst du einen guten neue Aspekt rein. Denn eigentlich wollte ich die RE/RBs nicht erst ab Dorfen sondern schon ab Mühldorf direkt zum Flughafen und dann weiter nach Freising fahren lassen. Aber sie nur zwischen Dorfen und Freising pendeln zu lassen, hätte auch so seine Vorteile:
- Diese Linie könnte noch innerhalb der MVV liegen (Keine Kollission mit DB)
- Bestehende Linien könnten unverändert gelassen werden (evtl. aber Taktverdichtung)
- Für Pendelverkehr sind nur wenige Zugarnituren nötig bzw. gebunden
- Wenn die selben Zugtypen wie bei der S-Bahn (ET423) eingesetzt werden, dann wären diese überall tauschbar und könnten normal im im S-Bahnbetriebswerk gewartet werden (Diese Züge wären durch die besagte Taktausdünnung der S1 und S8 durch den Transrapid im Außenbereich ja dann ganz leicht "zu haben", es müssten also keine neuen gekauft werden).

Jedoch sollte man trotzdem als weitere zukünftige Option direkte RE/RBs ab Freising über Flughafen und Dorfen weiter nach Mühldorf (und evtl. weiter bis Braunau?) anstreben. Auch Fernzüge aus Salzburg sollte es geben. Zusammengefasst könnte es dann also im "Endausbau Ost/Südost" mal so aussehen:
- stündlich ein RE aus Braunau über Mühldorf
- halbstündlich ein RB aus Mühldorf
- stündlich ein Fernzug aus Salzburg

=> Somit würde im Durchschnitt alle 15 Minuten ein Zug aus Osten zum Flughafen fahren. Und wenn die Infrastruktur der Bahn am Flughafen auf einen dichteren Takt optimiert wird (5 Min.), dann wäre dies bei der vorausgesetzten Taktausdünnung der S1 und S8 durch den Transrapid sogar komplett am jetzigen zweigleisigen Bahnhof machbar.

Gruß, Hangar7
 
Warum willst du aus Mühldorf kommend über den Flughafen zum Hbf fahren? Da fährt man doch einfach direkt über Markt Schwaben. Wenn die RE/RB aus Mühldorf über den Flughafen weiter nach Freising fahren, dann dürfte das an Fahrgastpotenzial für diesen quasi Regionalzubringer reichen.

Idee ist den Raum Muehldorf umsteigefrei mit dem Flughafen zu verbinden.

Der Regionalzug vom Hauptbahnhof bis Dorfen mit Halt in Ostbf, Mkt Schwaben und Hoerlkofen braucht heute zwischen etwa 45 Minuten.
Die selbe Fahrzeit nach Dorfen koennte man auch via Flughafen erreichen wenn man die zusaetzlichen Gleise fuer einen Flughafen-Express zwischen Muenchen und Neufahrn baut.
Eine derartige Verbindung waere allerdings hauptsaechlich fuer Fernverkehrsumsteiger und Flughafenpassagiere interessant. Fuer Pendler muss es natuerlich auch weiterhin Zuege zum Ostbahnhof geben.

Aber ein stuendlicher Regionalexpress via Flughafen zum Hbf und halbstuendliche Regionalbahnen zum Ostbahnhof waeren ein sehr sinnvolles Bedienungkonzept fuer die Muehldorfer Strecke.


Von Zuegen Muehldorf-Flughafen-Freising halte ich nicht viel. Fuer eine solche Tangentialverbindung fehlt das Aufkommen.
Da ist es sinnvoller diese Verkehrsbeduerfnisse durch eine Verlaengerung der S-Bahnen zu errichen so wie Aichinger es vorschlaegt. Die S2 von Erding geht ueber den Flughafen weiter nach Erding und bietet Anschluesse Richtung Oberpfalz und ausgewahlte S1/S8 Zuege gehen vom Flughafen weiter bis Dorfen uns sind dort auf die Muehldorfer Zuge abgestimmt.

Nachteil dessen bleibt aber, dass man jeweils nur mit einmaligem Umsteigen zum Flughafen kommt. Daher favorisire ich weiterhin die Marzlinger Spange gegenueber der Neufahrner-Gegenkurve.
Und natuerlich die 2 zusaeztlichen Gleise Neulustheim-Neufahrn fuer einen Flughafen-Express mit 20min Fahrzeit gegenuber dem TR.


Wie wäre es denn mit folgenden drei Lösungswegen, um die Marzlinger Spange mit dem Segen von Freising bauen zu können:
  • Man setzt aus Richtung Regensburg oder Passau RE/RB-Flügelzüge ein, die sich in Moosburg (oder Langenbach) teilen. Der eine Teil fährt über Freising und der andere über den Flughafen und beide Teile kommen in Neufahrn wieder zusammen und fahren zusammen zum Hbf. Rückwärts geht’s andersrum.
Waere machbar, ist aber kompliziert und stoeranfaellig. Ausserdem kostet jeder Koppelvorgang mindestens 3 Minuten mehr fahrzeit, fuer den hinteren Teil sogar mehr, je nach moeglicher Zugfolge bis zur abzweigenden Weiche.


  • Man lässt die Züge über Freising wie sie sind und setzt dazu neue Flughafenzubringer-REs/RBs ein, die aus Regensburg oder Passau kommend über die Marzlinger Spange und die Neufahrner Gegenkurve eine große Kehrfahrt über den Flughafen und Freising wieder zurück machen.
Dafuer generiert der Flughafen zu weng aufkommen. Jenseits der Stadtanbindung nach Muenchen lohnen sich fuer einen Flughafenstop nur durchfahrende Zuege, die ihr Originaer- und Zielaufkommen jenseits des Flughafens haben.
Das ist uebrigens nichtmal in Frankfurt anders.
 
Heute war im Lokalradio zu hören, dass Bayerns Verkehrsminister Erwin Huber jetzt die Planung für das "Planungspaket B", also für den Ringschluss von Erding zum Flughafen und damit für eine Verlängerung der S2 nach Freising vergeben habe. :yes:

Mit einer Fertigstellung dieses Abschnitts sei im Jahr 2010 zu rechnen. :think:

EDIT: Der Link zur Pressemitteilung

Der Airdinger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich habe mal irgendwo gelesen, dass man annimmt, das dieser Ringschluss nicht durch die Instanzen geklagt wird, wie zB der Transrapid oder die 3. Bahn. Wenn das stimmen sollte, kann ich mir das mit 2010 sogar vorstellen.
 
Wieso sollte man nicht dagegen klagen?


Diese klagen haben nichts mit der sinnhafitgkeit eines Projekts zu tun, sondern damit, das man ansprüche verliert, wenn man nicht vorsorglich klage einlegt.


Deshalb wird auch gegen jede umgehungsstrasse geklagt btw...
 
Naja, Klagen kostet zuerst auch mal Geld. Und ob man dann bis zum Bundesverwaltungsgericht klagt, bezweifele ich bei diesem Projekt, wie bei vielen Umgehungsstrassen ebenso, einfach mal.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Zurück
Oben