Rasend schnell in rote Zahlen

flymunich

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Manchmal können große Dinge an Kleinigkeiten scheitern. Kein Plakat, kein Hinweisschild weist dem herumirrenden Fluggast am futuristischen Flughafen Pudong International vor den Toren Schanghais den Weg zum Transrapid. Das Vorzeigeprojekt deutscher Ingenieurskunst ist kaum zu finden. Eine Handelsblatt-Reportage.
Die Werbeflächen am Flughafen seien langfristig vermietet, entschuldigt sich Song Xiao-Jun mit einem Lächeln. Deshalb gebe es keine Werbung für den Transrapid, bedauert der Chef der chinesischen Betreibergesellschaft Maglev vorläufig zumindest.

Seit Januar dieses Jahres rast der modernste und schnellste Zug der Welt im regulären Betrieb vom Flughafen zur U-Bahn-Station Long Yang Road im Nordosten der Metropole. Ganze sieben Minuten braucht der Transrapid für die 31,5 Kilometer lange Strecke. Leise nimmt der Zug Fahrt auf. Nach knapp vier Minuten inzwischen ruckelt und vibriert es wie in einer deutschen U-Bahn zeigt die Leuchtanzeige im Inneren des Zuges die Höchstgeschwindigkeit: 431 Stundenkilometer. Draußen vor den Fenstern fliegen grüne Felder und flache Baracken vorbei. Die Autos auf der daneben liegenden Autobahn scheinen zu stehen.
 
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