Neuer Taifun nähert sich Japan

flymunich

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Tokio (dpa) - Die schweren Taifune über Japan nehmen kein Ende. Am Dienstag näherte sich erneut ein heftiger Wirbelsturm der südlichsten japanischen Inselprovinz Okinawa und überzog die Region mit sintflutartigen Regenfällen und Sturmböen.

Mindestens sechs Menschen wurden leicht verletzt, berichteten die Einsatzkräfte. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen. Der Taifun «Tokage», japanisch für Eidechse, dürfte sich nach Angaben der Meteorologischen Behörde am Mittwoch dem Westen der japanischen Hauptinseln nähern. Die Behörden warnten die betroffenen Regionen bereits vor starken Sturmböen, heftigen Regenfällen und bis zu sechs Meter hohen Wellen.

Neun Taifune haben bisher in diesem Jahr das japanische Archipel direkt heim gesucht, so viele wie nie zuvor binnen eines Jahres. Bisher kamen in diesem Jahr nach Angaben der Feuerwehr 102 meist ältere Menschen bei Taifunen ums Leben. 13 Personen gelten als vermisst. Fast 1900 Wohnhäuser wurden teils oder völlig zerstört. Die ungewöhnlich vielen Wirbelstürme über Japan ließen in den Medien des von Naturgewalten geprüften Inselreichs Spekulationen aufkommen, die Taifune könnten Vorboten eines enormen Erdbebens sein.
 
Oh mann, rund um Okinawa ist eine echt schöne Gegend und noch ziemlich traditionell, hoffen wir, dass es nicht allzu großen Schaden gibt.
 
Viele Tote nach gewaltigem Taifun

Der Taifun "Tokage" hat in Japan mindestens 18 Todesopfer gefordert und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Rund 120 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, 20 weitere werden noch vermisst.



AP
Eine riesige Welle kracht auf den Deich im Hafen von Beppu im Südwesten Japans
Tokio - Der von Süden kommende Taifun "Tokage" (Eidechse) ist einer der gewaltigsten der vergangenen Jahre. Der Sturm traf mit Windgeschwindigkeiten von 126 Kilometern pro Stunde auf die Hauptinsel Honshu und brachte in vielen Regionen sintflutartige Regenfälle, Sturmböen und meterhohe Wellen mit sich. Vielerorts gingen Erdrutsche nieder, Wohnhäuser wurden völlig zerstört, Bäume stürzten um, und Straßen verwandelten sich in Flüsse.

Eine 24-jährige Frau in der Provinz Ehime wurde von einem Erdrutsch begraben und starb. Ein 40-jähriger Mann kam beim Sturz von einem 19 Meter hohen Dach eines Hochhauses ums Leben, als er wegen des starken Sturms ein großes Werbeschild abmontieren wollte. In Kochi starben drei Menschen, als ihr Haus von Flutwellen niedergewalzt wurde. Tausende Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Rettungskräfte mussten Bewohner schwimmend aus ihren überfluteten Häusern retten. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte eine Frau, die mit ansah, wie Flutwellen auf ihr Wohnhaus zurollten. "Ich habe diese Taifune satt", rief ein Mann erschöpft in die Fernsehkamera. Passanten konnten mancherorts wegen der Stürme nicht mehr weitergehen und mussten sich an Bäumen und Straßenlampen festhalten. Das Fernsehen zeigte Bilder der Verwüstung: zerstörte Häuser, umherfliegende Dächer, umgestürzte Ampeln und Lastwagen, von Bäumen zertrümmerte Autos. Frierende Kinder und Frauen wurden in Schlauchbooten aus ihren überfluteten Wohnhäusern gerettet.

Mehr als tausend Wohnhäuser wurden unterspült, in 330.000 Haushalten fiel der Strom aus. In zahlreichen Regionen wurde der Verkehr lahm gelegt, mehrere Schiffe entlang der Küste liefen auf Grund und Hunderte Flüge mussten gestrichen werden.

Der Wirbelsturm zog in Richtung Nordosten weiter über die Hauptinsel Honshu und traf auch die Region um die Hauptstadt Tokio mit heftigem Regen und Sturmböen. Meteorologen erwarten, dass der Taifun morgen aufs Meer abzieht. "Tokage" ist bereits der zehnte Taifun, der den japanischen Archipel innerhalb eines Jahres heimsucht - so viele wie nie zuvor in einem Jahr. Über 100 Menschen kamen dabei bisher ums Leben. Allein die beiden Vorgänger "Ma-on" und "Meari" forderten insgesamt 28 Menschenleben.
 
Mehrere Dutzend Tote bei Taifun in Japan

Beim schwersten Taifun seit mehr als zehn Jahren sind in Japan mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. «Tokage» ist bereits der achte Taifun in diesem Jahr.

Mindestens 51 Menschen sind beim Taifun «Tokage» in Japan gestorben. Mehr als 250 wurden verletzt. Am Donnerstag wurden noch etwa 30 Personen vermisst. Starker Regen und Sturmfluten setzten im Westen und Süden Japans ganze Siedlungen unter Wasser. Insgesamt wurden etwa 7000 Häuser überflutet.

Viele Menschen wurden bei Erdrutschen in ihren Häusern begraben. Rettungskräfte suchten die ganze Nacht hindurch nach Vermissten. «Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen, wenn das ganze Ausmaß der Schäden gesichtet ist», sagte ein Polizeisprecher.

Über 13.000 Japaner flüchteten sich in Notunterkünfte. Viele Schulen blieben geschlossen, Züge und Flugzeuge konnten nicht verkehren.

«Tokage», zu Deutsch Eidechse, war bereits der achte Taifun in diesem Jahr. (nz)
 
Japan kommt nicht zu Ruhe

Nach dem Erdbeben droht der Wirbelsturm

Die japanische Provinz Niigata ist von starken Nachbeben erschüttert worden. Und jetzt nähert sich auch noch der Wirbelsturm "Nock-ten".


Nur zwei Tage nach dem schweren Erdbeben mit 25 Toten müssen sich die Japaner schon wieder auf ein neues schlimmes Naturereignis einstellen müssen: Der Wirbelsturm „Nock-ten“ bewegte sich auf das asiatische Land zu. Er werde heftigen Regen, Sturm und Überschwemmungen im äußersten Süden des Landes bringen, warnte das japanische Wetteramt.

Unterdessen gab es in der japanischen Provinz Niigata starke Nachbeben. Hinzu kam einsetzender Regen, der die Gefahr von Erdrutschen deutlich erhöhte, wie die Behörden warnten. Die Zahl der Todesopfer nach den starken Beben vom Samstag ist auf 25 gestiegen.

400 Nachbeben
Mehr als 2200 Menschen wurden verletzt. Fast 100.000 Menschen mussten auch die dritte Nacht weiter in Behelfsunterkünften ausharren. Die andauernden Nachbeben erschwerten immer wieder die Bergungs- und Wiederaufbauarbeiten in der Region.

Am frühen Montagmorgen ließ ein Beben der Stärke 5,6 auf der Richterskala die Region erneut erzittern. Bis zum Montagabend wurden rund 400 für den Menschen spürbare Nachbeben registriert. Soldaten versuchten mit Hubschraubern weitere Bewohner in Bergdörfern, die von Erdrutschen eingeschlossen sind, in Sicherheit zu bringen.

Etwa 60 Gemeinden in der Provinz waren in Folge zerstörter Straßen und Erdrutsche weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Der Taifun „Tokage“ hatte vergangene Woche den Boden durch heftigen Regen aufgeweicht. Der Wirbelsturm allein hatte 80 Menschen getötet.



Starke Verluste an der Börse
Unterdessen näherte sich im Süden ein weiterer Wirbelsturm. Während die Menschen in den vom Taifun stark betroffenen Regionen vor allem im Westen des Landes am Montag die Wiederaufbaumaßnahmen fortsetzten und Behörden und Schulen den Betrieb wieder aufnahmen, war die Lage in Niigata weiter angespannt. Fast 3000 Häuser sind beschädigt oder zerstört.

Helfer bemühten sich in den Notlagern um Lebensmittel. Die Behörden warnten vor neuen Erdrutschen in Folge einsetzenden Regens. In den nächsten Tagen sei zudem mit weiteren schweren Nachbeben zu rechnen.

Die japanische Aktienbörse reagierte auf die Erdbebenkatastrophe mit starken Verlusten. Die Regierung hatte mitgeteilt, einen Zusatzhaushalt zu planen, um die Kosten für die Wiederaufbaumaßnahmen zu finanzieren. Experten erwarten jedoch keine großen Rückschläge für Japans Volkswirtschaft durch die Erdbeben.

(dpa)
 
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