Luftfahrtjournalisten

N5528P

Mitglied
Wenn man sich mit der Fliegerei halbwegs ernsthaft beschäftigt, entdeckt man ja bald, dass die Medien generell nicht so fit sind was dieses Thema angeht. Aber gut, lassen wir einmal die Breitenmedien bei Seite, die ja Quote machen müssen und wenden wir uns den Fachmedien zu:

Im deutschsprachigen Raum gibt es für die Verkehrsluftfahrt zweo große Zeitschriften: Die Flug Revue und das Aero International - es gibt mehrere wenn man die GA hinzurechnet, aber die lasse ich bewußt weg - dort scheint mir das Niveau sehr hoch.


Jetzt habe ich mit diesen beiden Zeitschriften aber ein kleines Problem: Ich lese (auch beruflich bedingt) sehr viele englische Zeitschriften, vermisse dort aber den Tiefgang welchen ich mir für den deutschsprachigen Rum erwarte, da ich ja primär hier arbeite. Also wieder zu den deutschsprachigen Fachmedien zurück.

Kommtes nur mir so vor, oder greifen diese Zeitschriften kaum 'heiße Eisen' an?

Beispiel: LCC
Ich will die alte Diskussion üder das Pro und Contra von LCCs nicht hier weiterführen - Fakt ist, dass es ein wesentliches Thema ist, von den Arbeitsbedingungen bis zur Preispolitik, Förderungen, ist... Hab ich die Artikel hier alle übersehen?

Beispiel (und eigentlicher Anlass für diesen Thread): Spotting
Im Aero fand man in den letzten Ausgaben quasi ein Best-of der diversen Websites wo Spotter ihre Werke präsentieren, schaffen es aber gleichzeitig eine Spotter an den Pranger zu stellen - das war in meinen Augen nichts anderes als vorauseilender Gehorsam gegenüber dem Flughafen Salzburg. Von Journalisten, die ja in der gleichen Ausgabe von den Werken der Spoterr profitieren, erwarte ich mir eine neutrale Aufarbeitung des Themas. Was hat der betrpffene Spotter eigentlich getan? Was hat er zu seinem Foto geschrieben? Und welches Foto verd****???

Wenn ich Presseaussendungen von Flughäfen lesen will, melde ich mich bei der DPA oder der APA an bzw. besuche die Website.

Beispiel: Umweltabgaben
Geistern in mehreren Formen durch mehrere Länder, es gibt den Emissionshandel für die Industrie - gibts da aktuelle und seriöse Berichterstattung?

Beispiel: Sicherheit und Unfälle
Die Artikel sind so untechnisch und Allgemein, nur PM schreibt noch einfacher. Gibts wo eine neutrale Aufarbeitung? Ich denke da an diverse 'Skandale' wie bei den Bogus Parts, Alkohol, Zutrittsbeschränkungen, usw... Wenig bis keine sachliche Berichte und wenn dann Jubelberichte - ist wirklich alles so toll in unserer Branche?

Ich habe shcon den Eindruck, dass es sich die Journalisten mit den Firmen nicht verscherzen wollen...

Würde mich über Eure Meinungen dazu freuen!

LG, Bernhard
 
Ich kenn nur die Aero und kann das absolut bestätigen.

Alleine das jährliche "Pilotenextra", wo natürlich völlig objektiv über die vielen offenen Stellen etc. geschrieben wird....die nächsten 3 Seiten sind dann voll mit Anzeigen von Flugschulen:whistle:
Sorry, aber wer sich von sowas blenden lässt, ist selbst schuld...

Ich denke aber mal zu deren Verteidigung, dass es genauso in allen Sparten läuft. Da kenn ich mich nur nicht so aus und kann das deshalb nicht so beurteilen, was ich da so lese...

p.s. Auch deren oberstes Ziel ist das Geldverdienen, nicht das Informieren der Leser...
 
Zuletzt bearbeitet:
sehe ich ebenfalls so. Habe die AERO auch als 'leichte' Lektüre abbonniert.

Sie haben es in meinen Augen aus zwei Gründen nicht leicht. Zum Einen dürfen sie möglichst Keinem vor den Kopf stoßen, da ansonsten die Quellen versiegen. Also sind kritische Berichte absolut Mangelware.
Und zum Anderen haben sie als Monatsheft ein Aktualisierungsproblem. In der schnelllebigen Luftfahrtbranche sind die 'News' aus AERO und Co, selten 'New'...
Also konzentrieren sie sich auf ihre Stärken von interessanten Reportagen. Und dabei braucht sich die AERO nicht zu verstecken. Sie ist daher -meiner Meinung nach- trotzdem ihr Geld wert.
Brauch ich aktuelle News , schaue ich eh ins MUC-Forum...;)
 
@ MUCFlyer

In SAchen Aktualität hast Du sicher recht, mir gings aber nicht um brandheiße Meldungen die nur Minuten alt sein dürfen, sondern um aktuelle Themen welche sich ja über Monate halten.

LG, Bernhard
 
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