Leipzig-Halle

Frachtstatistk
Hallo, habe mal in den letzten Wochen zu den Frachtfluggesellschaften die Ankünfte in LEJ gesammelt. In einer 12 Stunden Periode von 18 bis 6 Uhr habe ich einmal 76 Landungen für Fracht gezählt. 29 Frachtfluggesellschaften tauchen in meiner Statistik auf. Ich habe Flightradar 24 und meine eigenen visuellen Beobachtungen benutzt. DHL ist nicht in der Lage, mit seinen "Kern-Gesellschaften" European Air Transport, DHL Air UK, DHL Air Austria und Aerologic das Frachtgeschäft mit der aktuellen Dichte zu erledigen. Es sind auch zahlreiche Flüge tagsüber hinzugekommen, die also nicht dem abgestimmten Nachtstern für Expressfracht zugeordnet werden können. Von den 29 Gesellschaften fliegen nur wenige nicht für DHL, wie z.B. Volga Dnepr, Antonov Design Bureau, Cavok Air und Silkway Airlines. DHL hat eine Reihe von Airlines unter Vertrag genommen, um die anfallende Fracht zu bewältigen, so z.B. Kalitta Air, Atlas Air, Cargoair (BG), SmartLynx Malta und West Atlantic UK. Ich rechne wieder mit einem neuen Tonnage-Jahresrekord.
 
Deutsche Aircraft GmbH beabsichtigt die Endmontagelinie für die D328eco am Flughafen Leipzig/Halle

Zur Fracht:
in den ersten 10 Monaten 2021 wurden 1,3 Mio. t (+17%) gezählt, was fast schon dem Wert aus dem gesamten Jahr 2020 entspricht.
 
Heute ganz seltener Abflugort für ankommende Maschine: Santa Maria (Azoren). Laut Flightradar24 kommt heute Il-76 von Volga Dnepr von dort. Hat Atlantiküberquerung von Paramaribo (Surinam) im Plan.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Airforce 1
 
Bis zum Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine kam Aviastar TU täglich mit einer Tu-204 in DHL- Lackierung aus Moskau nach LEJ. Das wurde wegen der Sanktionen eingestellt. Die Maschine ist schrittweise umlackiert worden. Man erkennt aber noch das gelb-rote Grundschema. https://www.airliners.net/photo/Aviastar-Tu-Cargo/Tupolev-Tu-204-100S-Tu-204C/7102989?qsp=eJwtjEsKAkEMBa8iWbsRwcXsxgvoYi4Q0g9tHO0miZ9mmLsbG3dFvUctJOXh%2BPjUKmggA6tcaUuVle9Gw0I3tHfRFEzjK7M562Z6xsWK%2BrGFTuwYRVAd6e9PmqC/CSa9don6LgB67kz7Q/iUrc7cG3DOM63rF1xPML8%3D
 
Gestern gegen 17 Uhr zog das schwere Gewitter diekt über den Airport. Da mussten mehrere Flieger in die Warteschleife anstatt zu landen. Eine 777 von Aerologic aus Nottingham kreiste südöstlich von Leipzig gut sichtbar vom Boden, da unterhalb der Wolkendecke, bis das Gewitter abgeklungen war.
 
Wow - nach dem der Einsatz von Drohnen an mehreren Flughäfen ausgetestet ist - werden jetzt Anschläge versucht?

 
Die Auswertung von mittlerweile zu Tage getretenen Videoaufnahmen des Flughafens belegen ein deutlich anderes Bild des Vorfalls in der vergangenen Woche:

Auf der entsprechenden Sequenz ist zu sehen, wie die mit Semtex bestückte Drohne am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr direkt auf die parkende ukrainische Antonow zufliegt und auf einer Tragfläche einschlägt. Dort befinden bekanntlich die Treibstofftanks. Die Drohne prallt ab und fällt zu Boden. Spuren am Flügel bestätigen den Ablauf. Warum der Sprengsatz nicht detonierte, ist bislang unklar.

Dadurch verändert sich nun allerdings auch die Bewertung des Vorfalls erheblich. Bislang gingen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass die bewaffnete Drohne möglicherweise lediglich als Warnung gedacht gewesen sein könnte: Zwar war das Teil mit Sprengstoff versehen, aber nicht mit der Absicht, tatsächlich zu explodieren. Diese Hypothese lässt sich nach dem Auftauchen des Videomaterials jetzt wohl kaum noch halten.

Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass sich die Drohne dem Flugzeug näherte „mit der offensichtlichen Absicht, es zu beschädigen“. Der Flughafen könnte damit einem verheerenden Anschlag nur knapp entgangen sein.

Und auch die wiederholt in die Medien gespülte Geschichte des „mutigen und furchtlosen“ Busfahrers bekommt nun einen Knick und weicht einer realistischeren Darstellung: Der Mann hat die Drohne offenbar gar nicht zu Fall gebracht, wie behauptet. Als er sie entdeckte, lag sie bereits am Boden. Er stellte seinen Fuß darauf und alarmierte das Sicherheitspersonal. Der Sprengsatz wurde zudem nicht direkt an der Drohne gefunden, sondern in einiger Entfernung. Möglicherweise hatte er sich beim Aufprall auf das Flugzeug gelöst.

Noch ist nicht geklärt, wer hinter dem mutmaßlichen Anschlag steckt. Die deutschen Ermittlungen haben bislang - offiziell zumindest - keinen eindeutigen Beleg für eine Beteiligung Russlands ergeben. Bei der Drohne handelte es sich um eine Spezialanfertigung, für gewöhnliche Radargeräte nicht erkennbar. Der verwendete Semtex-Sprengstoff wird normalerweise militärisch genutzt und wäre nach Einschätzung der Ermittler wohl stark genug gewesen, die Maschine zur Explosion zu bringen.

Die US-Geheimdienste sind bei der Frage nach dem Auftraggeber offenbar schon weiter. Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf US-Beamte, die mit den Geheimdienstberichten vertraut sind, die Sprengstoffdrohne gehöre wahrscheinlich der russischen Regierung. Auch CNN zitiert einen amerikanischen Verteidigungsbeamten in Europa mit der Einschätzung, die Drohne werde einem russischen Geheimdienst zugerechnet…
 
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