Fraport AG / Fraport AG will mit neuer ...

flymunich

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Zunehmender Kostendruck und Wettbewerb machten eine Neuorganisation des Fracht-Abfertigungsbereichs der Fraport AG unumgänglich, um insgesamt die Arbeitsplätze im Konzern zu erhalten. Zum 1. Juli geht das neue Tochterunternehmen Fraport Cargo Services an den Markt.
Der bisherige Fraport-Frachtservice befand sich bereits seit Jahren in einer sehr schwierigen Situation, die Rahmenbedingungen für nachhaltige Wirtschaftlichkeit notwendig machte; andernfalls hätte die komplette Aufgabe dieses Tätigkeitsfeldes gedroht. Vorstand und Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft beschlossen 2003 deshalb eine Neuordnung beim Frachtservice, um am Wachstumsmarkt Cargo weiterhin Flagge zu zeigen. Die neue Tochtergesellschaft erlaubt es, kostengünstiger und mit deutlich schlankeren Strukturen den Airlines nahtlose Frachtabfertigungs-Prozesse anzubieten.
 
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Fraport-Tochter lässt 40 Stunden arbeiten

Die Mitarbeiter der neuen von der Frankfurter Flughafengesellschaft ausgegliederten Tochtergesellschaft Fraport Cargo Service müssen künftig 40 Stunden pro Woche arbeiten. Auch weniger Urlaubstage und Gehaltskürzungen sind vorgesehen.

Flugzeuge auf dem Frankfurter Flughafen

Die verlängerte Wochenarbeitszeit betrifft den Großteil der rund 600 Beschäftigten der Cargo Service-Tochter. In der Gesellschaft bündelt Fraport zum 1. Juli die bislang verlustreichen Frachtaktivitäten.

Ein Fraport-Sprecher bestätigte, dass darüber hinaus die Streichung von drei Urlaubstagen und eine Absenkung der Gehaltszahlungen von bis zu fünf Prozent geplant seien. Für rund zehn Prozent der Beschäftigten und bei künftigen Neueinstellungen gelte zudem ein neuer Cargo-Tarifvertrag, der im Vergleich zur Fraport AG ein rund 20 Prozent geringeres Einkommen bedeute.

Entlassungen verhindert

Mit den Einschnitten reagierte Fraport auf die dauerhaften Verluste in dieser Unternehmenssparte. "Wir sind mit dem Frachtservice seit 1997 nie aus den roten Zahlen gekommen und werden von der wachsenden Konkurrenz stets unterboten", sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft. Einzige Alternative zur Ausgliederung wäre die Schließeung der Frachtsparte gewesen. "Dann wären die Arbeitsplätze verloren gewesen", sagte der Sprecher.

Vorstand und Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft hatten bereits im vorigen Jahr die Neuordnung beim Frachtservice beschlossen, um wettbewerbsfähige Bedingungen zu schaffen. Zum Cargo Service gehören neben der Abfertigung von Frachtflugmaschinen weitere Dienste wie etwa Palettenbau.
 
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