Und das war's dann leider auch für Ruuuudi....
Quelle: Bundesliga.de
DFB-Teamchef Völler nach EM-Aus zurückgetreten
Rudi Völler ist als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetreten. Dies bestätigte der 44 Jahre alte ehemalige Nationalspieler am Donnerstagmorgen im Quartier des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Almacil an der Algarve. Der Weltmeister von 1990 zog damit die Konsequenzen aus dem vorzeitigen Ausscheiden des Vizeweltmeisters bei der Europameisterschaft in Portugal.
'Ich hatte das Gefühl, dass durch die WM im eigenen Land es nur jemand machen kann, der unbefleckt ist, der einen gewissen Kredit hat in diesen zwei Jahren, einen ähnlichen Kredit, wie ich ihn hatte vor vier Jahren, der ist ist wichtig', begründete Völler seinen Rücktritt. Durch das vorzeitige Ausscheiden in der Vorrunde der Euro schleppe er 'einen Rucksack' mit sich herum, der die kommenden zwei Jahre bis zur WM erschwert hätte.
Mayer-Vorfelder: 'Haben die Entscheidung zu respektieren'
'Wir bedauern diese Entscheidung sehr, wir haben sie aber zu respektieren', sagte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der berichtete er habe in der vorangegangenen Nacht versucht, Völler 'noch umzustimmen.' Gemeinsam mit Völler wird auch Michael Skibbe zurücktreten. Die Verträge des Teamchefs und seines Assistenten waren aneinander gekoppelt. Der Vertrag von Skibbe als Jugendkoordinator bleibe davon unberührt, sagte Mayer-Vorfelder.
Wer die deutsche Mannschaft, die am Mittwochabend in Lissabon durch ein 1:2 gegen Gruppensieger Tschechien zum zweiten Mal bei einer EM-Endrunde in Folge den Einzug ins Viertelfinale verpasste, bis zur WM-Endrunde 2006 im eigenen Land führen wird, steht noch nicht fest. 'Ich werde keine Namen nennen und auch nicht zu Spekulationen Stellung nehmen', sagte Mayer Vorfelder.
Vize-Weltmeisterschaft als größter Erfolg
Völler hatte die Auswahl des DFB nach dem Vorrunden-K.o. bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlanden als Nachfolger von Teamchef Erich Ribbeck übernommen und vor zwei Jahren bei der WM-Endrunde in Korea und Japan bis ins Finale geführt. Völler war zunächst für ein Jahr als Interims-Teamchef vorgesehen gewesen, danach hätte Daum als Bundestrainer übernehmen sollen.