BBI genehmigt aber nur mit Handicaps

Die für mich unsinnigsten Flugzeiten ex MUC bietet die HLF nach CAI!

z.B.:
ab MUC 21:00 an CAI 01:45
ab CAI 02:50 an MUC 06:05
 
Ein lesenswerter Kommentar von n-tv


Freitag, 17. März 2006

Zwischenruf
Sisyphusarbeit nötig

von Manfred Bleskin

Alles begann mit einem Traum. Nach der Wiedervereinigung sagt der damalige Lufthansa-Chef, Heinz Ruhnau, Berlin brauche einen Flughafen in der Dimension des O’Hare Airport von Chicago mit jährlich 60 Millionen Passagieren. Was folgte, war eine "chronique scandaleuse".
 
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Nun muss ich zum Thema BBI doch auch noch meinen Senf dazu geben!

Erstmal Glückwunsch an die Berliner, dass sie nun einen, in meinen Augen wirklich benötigten, leistungsfähigen Flughafen erhalten.

Zu der Aussage mit den 40 Mio.: QR 380, ich finde es schon richtig, dass man, wenn man einen Airport neu plant, auch die Möglichkeiten des Wachstums mit einrechnet und den Flughafen so plant, dass die Erweiterungen möglich sind. Alles andere wäre Kurzsichtig und wenn man so will auch Steuerverschwendung (Notlösungen sind immer teuerer und schlechter).

Auch wenn Berlin wirtschaftlich am Krückstock geht, ist zu hoffen, dass es auch in der Hauptstadt mal bergauf geht. Nicht vernachlässigen sollte man auch den Verkehr, der mittelbar oder unmittelbar im Zusammenhang mit der Politik entsteht. Zwischenzeitlich ist meines Wissens nahezu jedes namhafte Land mit seiner Botschaft dort vertreten. Auch diese generieren Verkehr und z. T. sicherlich auch F- und C-Klassen Verkehr.

Zum Thema "Nachtflugverbot": Hier schließe ich mich voll und ganz MUCFLYER und nonstop an. Es ist, außer im Frachtbereich, sicher nicht notwendig die ganze Nacht über zu starten oder zu landen und für keinen Fluggast angenehm mitten in der Nacht wegzufliegen oder anzukommen. Ich für meinen Teil habe bei meinen Flügen den Flugzeiten immer höhere Priorität eingeräumt als dem Preis.

Außerdem - auch da möchte ich daran erinnern - hat MUC beispielsweise kein Nachflugverbot, sondern eine Nachflugbeschränkung, was letztendlich bei Verspätungen immer noch die Möglichkeit (mit Einschränkung) gibt, die Paxe an ihr Ziel zu bringen. Wichtig ist letztendlich nur, dass Interkontflüge (von Ferost) zu einigermaßen brauchbaren Zeiten durchgeführt werden und diese eben dann auch in der Zeit zwischen 5 und 6 Uhr landen können.

Was die Chartergesellschaften angeht, so hat für mich die Nachtruhe der Flughafenanrainer einfach eine höhere Priorität als die Wünsche und das wirtschaftliche Interesse der Fluggesellschaften. Und wenn Condor und Konsorten unbedingt meinen nachts fliegen zu müssen, so können sie dies ja ab LEJ, HHN oder CGN tun. Es wird sich zeigen, ob die Kundschaft diese Hirnrissigkeit annimmt. Ich glaube eher weniger.

Insgesamt halte ich den Standort Schöneberg für den BBI nach wie vor für falsch (hier kann ich nur den Posts von "FliegerhorstAltesLager zustimmen"), aber immer noch besser als TXL. Aber hier hat sich die Politik mal wieder selbst ins Bein geschossen. Für die Fluggäste allerdings ist die größere Stadtnähe allerdings durchaus angenehm.
 
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munich hat gesagt.:
Auch wenn Berlin wirtschaftlich am Krückstock geht, ist zu hoffen, dass es auch in der Hauptstadt mal bergauf geht.

Hahaha, mit der Enttäuschung wirst du leben müssen: s.hier


munich hat gesagt.:
Nicht vernachlässigen sollte man auch den Verkehr, der mittelbar oder unmittelbar im Zusammenhang mit der Politik entsteht. Zwischenzeitlich ist meines Wissens nahezu jedes namhafte Land mit seiner Botschaft dort vertreten. Auch diese generieren Verkehr und z. T. sicherlich auch F- und C-Klassen Verkehr.

Jawohl, hochsubventionierten Verkehr für Heimaturlaube drittgradiger Verwandter...
 
Merpati, natürlich wird es nochmals eine halbe Ewigkeit dauern bis Berlin sich wirtschaftlich verbessert. Allerdings hängt dies in meinen Augen nicht nur allein von Berlin, sondern eben auch von der Gesamtwirtschaftssituation Deutschlands ab. Aber abschreiben kann und sollte man einen Raum wie Berlin nicht. Wie auch das Ruhrgebiet gezeigt hat und immer noch zeigt, kann ein Strukturwandel schon zu Erfolgen führen. Zeiten wie in den 50er und 60er Jahren werden wir allerdings nicht erleben.

Trotzdem ist eine vorausschauende Planung sinnvoll.

Und was die subventionierten Heimaturlaube drittgradiger Verwandter anbetrifft: der Traffic ist jedenfalss vorhanden. Deshalb ist in meinen Augen ein begrenztes Wachstum ex BER schon gegeben. Wenn es sicherlich auf Dauer nicht den Grad erreicht, wie es auf Grund des LCC-Verkehrs die letzten 2 Jahre generiert wurde.

Was auch ich anprangern würde, wäre, wenn der Airport von Haus aus auf 40 Mio. ausgebaut würde.
 
Ich glaube mal dass wir mit allen möglichen Entwicklungszenarien von BBI gut leben können, solange er MUC nicht den Rang abläuft! ;)

Eine wichtige Frage wird sein welche Rolle Lufthansa in BBI spielen möchte.
Dazu sind zum jetzigen Zeitpunkt bestimmt noch keine Entscheidungen gefallen, aber die Entwicklung in FRA und MUC in den nächsten Jahren wird darauf Einfluß haben.

Und wer weiß, vielleicht ist ja auch der vorsichtige Ausbau der A380-Werft in FRA unter dem BBI-Aspekt zu sehen? :think:
 
die frage ist einfach, ob BBI einen Multiplikatoreffekt auf die wirtschaftliche entwicklung Berlins aus üben wird, so wie es in München der Fall war/ist.

Die Region wird attraktiver durch den Flughafen und umgekehrt.
Dazu müsste BBI wachstumspotentiale bereithalten, die sich vorher nicht entfalten konnten. Und genau das tut er eben nicht.
Das beste wäre gewesen, man hätte in speerenberg 4 runways a la atlanta hingebaut, mit 24 stunden betrieb, und die terminals und landseitige erschliessung( beides das teureste bei einem flguhafen) erstmal so provisorisch wie möglich erstellt hätte, und sich die sache dann entwickeln hätte lassen.

Das wertvollste in deutschland sind runwaykapazitäten--- und genau das wurde in münchen begriffen, als er gebaut wurde, wurde in leipzig begriffen, und bei bbi eben nicht.
Ein grosses Terminal ist relativ schnell gebaut wenn die nachfrage vorhanden ist, und eine landseitige erschliessung kann notfalls auch mal ein paar jahre lang schlecht sein, siehe münchen, nur runways eben nicht.....
 
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Air Berlin stellt Stationierung ihrer Flotte in Berlin in Frage

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft, Air Berlin, stellt wegen des Nachtflugverbots am geplanten Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) die anvisierte Stationierung seiner Flugzeugflotte dort in Frage.
Unternehmenschef Joachim Hunold sagte der "Berliner Morgenpost" vom Sonntag, angesichts der Auflagen müsste sein Unternehmen nach derzeitigem Planungsstand über 20 Abflüge aus dem Flugplan streichen. "Es würde sich die Frage stellen, ob die Stationierung von Flugzeugen in Berlin überhaupt noch Sinn macht und man die Hauptstadt nur noch im Rahmen von Umläufen mit Jets anfliegen soll, die anderswo stationiert sind." Unter den Gerichtsauflagen würde die Wirtschaftlichkeit des Flughafens wie die der Airlines leiden. Wenn es bei dem Nachtflugverbot bleibe, sollte man ernsthaft überlegen, ob die Beibehaltung des Status Quo nicht besser für Berlin wäre. Die genannte Zahl von 40.000 neuen Arbeitsplätzen durch den Großflughafen nannte Hunold eine Illusion. Wenn die Fluggesellschaften ihre Maschinen wegen der Auflagen anderswo stationierten, bedeute dies vielmehr eine Abnahme von Arbeitsplätzen in Berlin.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte bei seinem Urteil für den Bau des Großflughafens am Donnerstag massive Einschränkungen für Starts und Landungen am späten Abend und in der Nacht verfügt. Danach gelten von Mitternacht bis 05.00 Uhr ein weitgehendes Verbot von Flügen sowie weitere Einschränkungen ab 22.00 Uhr sowie bis 06.00 Uhr. Hunold hatte dies unmittelbar nach dem Urteil in einem Reuters-Interview bereits als Katastrophe bezeichnet.
Die Betreiber des geplanten Berliner Großflughafens haben angekündigt, sie würden sich für einen uneingeschränkten Flugbetrieb auch in den Randzeiten am späten Abend und frühen Morgen einsetzen.
Der ehemalige DDR-Zentralflughafen Schönefeld am südlichen Stadtrand von Berlin soll bis Ende 2011 zum drittgrößten deutschen Flughafen mit einer Kapazität von jährlich 22 Millionen Passagieren ausgebaut werden. Die innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof sollen dann stillgelegt werden. In diesem Jahr wird auf allen drei Berliner Airports mit 18 Millionen Fluggästen gerechnet, ein Drittel des Aufkommens in Frankfurt.
 
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Laut Berliner Flughafengesellschaft ist die u. a. von Air Berlin
geaeusserte Ansicht, das Nachtflugverbot fuer den Grossflughafen BBI
gefaehrde dessen Wirtschaftlichkeit, 'voelliger Schwachsinn’. Das
Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil ein 'weitgehendes
Nachtflugverbot’ von null bis fuenf Uhr angeordnet und fuer die
Zeitraeume von 22 bis 24 und fuenf bis sechs Uhr soll nur Flugverkehr
erlaubt werden, der sich 'aus nachvollziehbaren Gruenden nicht
innerhalb des Tagesrahmens abwickeln laesst.’ Condor wickelt zurzeit
ein Drittel ihrer Berliner Fluege zwischen 22 und sechs Uhr ab. Das
Sechstel, das in die Zeit zwischen Mitternacht und fuenf Uhr falle,
muesste gestrichen werden. Ein Lufthansa-Sprecher wies darauf hin,
dass anstatt vier Start- und Landebahnen in Berlin kuenftig nur noch
zwei zur Verfuegung stehen werden, und dies sogar zeitlich
eingeschraenkt. Die damit verbundene Gebuehrenerhoehung pro Flug sei
eine 'schwere Hypothek fuer die Zukunft’. EasyJet-Deutschland-Chef
Kohlsaat fuerchtet, dass seine Airline wegen des Nachtflugverbots
nicht mehr so schnell wachsen kann.
 
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Bis jetzt steht ja noch gar nicht fest, wie die Nachtflugbeschränkungen in Berlin im Detail aussehen werden, ob es da nicht auch Ausnahmen für "Homecarrier" geben wird zum Ausgleich von Standortnachteilen. Im übrigen kann ich der Easyjet nur das Vorbild der dba empfehlen, die hatten auch einst ihren Sitz in Berlin....:whistle:
 
Ich finde die orange-Bemalung würde sich sogar ausgesprochen gut am Terminal 1 machen. Leider fehlt es in München wohl an den erforderlichen Slots. Zielgebiete wären folgende:

MUC-GLA 14/7
MUC-NCL 7/7
MUC-LPL 14/7
MUC-BFS 7/7
MUC-ATH 7/7
MUC-AGP 7/7
MUC-GVA 14/7
MUC-PMI 7/7
MUC-ALC 7/7
MUC-CIA 14/7
MUC-CDG 14/7
MUC-KTW 14/7
MUC-LGW 14/7
wären doch schon ein paar nette Ziele für ein Programm von rund vier 4 - 5 A319 in München zusätzlich zur Aufstockung MUC-STN auf 21/7. :D
 
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Apropos Easyjet...;)

Auch Easyjet kritisiert Nachtflugverbot für BBI

Nach der Lufthansa und Air Berlin hat auch Easyjet das Nachtflugverbot für den geplanten Berliner Großflughafen scharf kritisiert. Es müsse sichergestellt werden, dass der Flughafen zumindest bis Mitternacht offen sei, sagte der Geschäftsführer von Easyjet Deutschland, John Kohlsaat, dem "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe). "Wir sind in Berlin auch deshalb so stark gewachsen, weil wir zwischen 22 und 24 Uhr landen können. Wenn dies nicht mehr möglich ist, müssen wir uns fragen, ob wir in Zukunft noch so schnell wie bisher wachsen können."
Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hatte in der vergangenen Woche strenge Lärmschutzauflagen für Schönefeld verhängt. Zwischen Mitternacht und 05.00 Uhr morgens soll ein Flugverbot gelten. Ab 22.00 Uhr soll der Flugverkehr eingeschränkt werden. Bisher herrscht am Flughafen Schönefeld rund um die Uhr Flugbetrieb. Dort sind besonders viele so genannte Billigflieger stationiert.
 
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flymunich hat gesagt.:
Ich finde die orange-Bemalung würde sich sogar ausgesprochen gut am Terminal 1 machen. Leider fehlt es in München wohl an den erforderlichen Slots. Zielgebiete wären folgende:

Wieso gibt es denn nicht genügend Slots in MUC :confused: :help: ? Zwei parallel Bahnen,da sollten doch noch etliche Slots offen sein. In London sowohl in Stansted wie in Gatwick haben sie nur eine Bahn und mehr Starts als in MUC.

Heathrow hat auch nur zwei Bahnen mehr Betrieb als MUC.

Die dba hatte übrigens nie ihren Sitz in Berlin,ebensowenig wie easyjet.
 
FliegerhorstAltesLager hat gesagt.:
Wieso gibt es denn nicht genügend Slots in MUC :confused: :help: ? Zwei parallel Bahnen,da sollten doch noch etliche Slots offen sein. In London sowohl in Stansted wie in Gatwick haben sie nur eine Bahn und mehr Starts als in MUC.

Heathrow hat auch nur zwei Bahnen mehr Betrieb als MUC.

Die dba hatte übrigens nie ihren Sitz in Berlin,ebensowenig wie easyjet.
weder stansted noch gatwick hat mehr movements als MUC. einzig heathrow liegt noch vorne, aber das dürfte sich in ca 3 bis 4 jahren erledigt haben. und erstaunlicherweise sind sie (der flughafen), den planungszeitraum berücksichtigend, mal nicht 5 jahre zu spät sondern nur 3 mit dem beantragen der dritten bahn.
also bitte erst informieren und dann schreiben. aber ich habe eh den verdacht das da ein münchner birger heranreift..... :help:


Saigor
 
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Hab gerade "Klipp und Klar unterwegs" auf rbb teilweise gesehen. Es ging um das Gerichtsurteil, und das "was wird jetzt". Gäste waren Vertreter aus Politik und Wirtschaft und von BIs, das Publikum war großteils Ausbaugegner.
Um es kurz zu machen: das Puplikum hat sich so daneben benommen (Lärm, aber v.a. auch körperliches Bedrängen der jeweils Befragten, von hinten ganz nah ran, Schilder vors Gesicht gehalten, daß man ihn nicht mehr sehen konnte), daß der rbb die Sendung trotz vielen guten Willens nach Androhung vorzeitig abgebrochen hat. War unschön, wie dieser Versuch, miteinander zu reden, ausgegangen ist. V.a. das körperliche Bedrängen der Gäste, das hat ja schon mal gar keine Berechtigung, und wenn es der verhaßte Flughafenchef ist.

Whoops
 
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