Merpati
Mitglied
Der BBI scheint so wie der Transrapid eine Endlosstory zu werden...
Das ist mir ein eigenes Thema wert! Anscheinend fangen sie erst jetzt damit an das Projekt zu zerreden.
Eine Luftfahrtdrehscheibe für 1,5 Milliarden, und nicht mehr 3,5 Milliarden.
Das ist mir ein eigenes Thema wert! Anscheinend fangen sie erst jetzt damit an das Projekt zu zerreden.
Eine Luftfahrtdrehscheibe für 1,5 Milliarden, und nicht mehr 3,5 Milliarden.
Bundesregierung
Streit um Flughafen Berlin-Schönefeld
Berlin/Potsdam/Schönefeld (dpa) - Planungen für eine stark abgespeckte Ausbau-Variante des Flughafens Berlin-Schönefeld sorgen nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" für Streit in der Bundesregierung.
Wie die Zeitschrift in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, favorisiert Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) eine schrittweise und abgespeckte Erweiterung des Airports, mit der die geplanten Kosten von 3,5 Milliarden Euro für den Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) um bis zu zwei Milliarden Euro gesenkt werden könnten.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) lehne dieses Konzept jedoch ab, weil sich der Bau dadurch um Jahre verzögern könnte. Seiner Ansicht nach wäre ein neues Planfeststellungsverfahren notwendig, was im Finanzministerium jedoch bestritten werde. Von beiden Ministerien gab es dazu am Wochenende keine Stellungnahme. Aus Flughafenkreisen verlautete allerdings, ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums habe erst vor einer Woche im BBI-Aufsichtsrat Maßnahmen zur Vorbereitung des geplanten Ausbaus zugestimmt.
Steinbrücks Variante beruht dem "Spiegel"-Bericht zufolge auf dem Entwurf eines Londoner Architekturbüros. Danach sei der in Schönefeld geplante Airport überdimensioniert, weil er unter der mittlerweile überholten Prämisse geplant wurde, dass Berlin im Jahr 2010 fünf Millionen Einwohner habe und der Flughafen zu einem internationalen Drehkreuz werden könnte.
Die Berlin Brandenburg Aerospace Allianz (BBAA), eine Vereinigung von rund 60 Unternehmen und Institutionen der regionalen Luftfahrtbranche, warnte, mit den Einsparungen könnten wesentliche Elemente der bisherigen Planungen nicht verwirklicht werden. Dies würde die Inbetriebnahme des geplanten Großflughafens verzögern und den Weiterbetrieb der Airports in Tegel und Tempelhof bedeuten.
Der Sprecher der Berliner Flughäfen, Ralf Kunkel, wies den Vorwurf der Überdimensionierung zurück. "Wir stellen genau die Menge an Verkehr und Infrastruktur zur Verfügung, die gebraucht wird", sagte er der dpa. Die Planungen der frühen 90er Jahre, als man von fünf Millionen Einwohnern ausging, seien längst überholt. Damals seien pro Jahr 60 Millionen Passagiere für Schönefeld erwartet worden, die derzeitige Planung gehe von einer Startkapazität von 22 Millionen Passagieren aus. Zudem seien die Vorstellungen der Londoner Architekten "in keinster Weise" mit dem Planfeststellungsbeschluss für den BBI vereinbar.