Ausbildungsplatzoffensive der Flughafen München GmbH

BAVARIA

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Die Flughafen München GmbH (FMG) startet ab 1. Dezember das neue Ausbildungsprojekt "Einstieg Pro". Im Rahmen dieser Ausbildungsoffensive wird Jugendlichen aus der Flughafenregion, die bisher noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, die Möglichkeit eines praxisorientierten Praktikums zur Berufsvorbereitung im FMG-Konzern angeboten.

Insgesamt 17 Nachwuchskräfte profitieren von der sogenannten "Einstiegsqualifizierung gemäß Ausbildungspakt (EQJ)". Zehn Plätze wurden bei der FMG im Bereich Logistik/Groundhandling und drei Stellen im Bereich Lagerwirtschaft bei der Frachttochter Cargogate geschaffen. Weitere vier Plätze stellt die Flughafengesellschaft im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes "Chance Plus" mit der Deutschen Bahn AG zur Verfügung. Auch hier können sich arbeitslose Jugendliche mit Schulabschluss die fachliche Grundlage für ein festes Arbeitsverhältnis erarbeiten. Jeweils zwei Plätze wurden bei der FMG im Bereich Büro/Verwaltung sowie Sicherheit für die Jugendlichen eingerichtet.

Alle Praktikumsverträge haben eine Laufzeit zwischen sechs und zwölf Monaten. Bei entsprechenden Leistungen wird den Jugendlichen eine Weiterbeschäftigung bzw. ein vollwertiger Ausbildungsplatz nach IHKStandard angeboten.

Die FMG wird mit der neuen Ausbildungsoffensive einmal mehr ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung als Ausbildungsbetrieb gerecht. Derzeit sind konzernweit insgesamt 180 Auszubildende bei der Flughafengesellschaft sowie ihren Tochterunternehmen beschäftigt. Die Jugendlichen werden zu Bürokaufleuten, Servicekaufleuten im Luftverkehr, Kauffrauen für Bürokommunikation, Diplom-Wirtschaftsinformatikern (Berufsakademie), Diplom-Betriebswirten der Fachrichtung Flughafenwirtschaft (Berufsakademie) sowie zu Mechatronikern ausgebildet.
 
Was soll denn das helfen? Erst 12 Monate Praktikum, dann vielleicht drei Jahre Ausbildung, alles Luftfahrt oder Airport bezogen, um zuletzt nicht übernommen zu werden und als Fachidiot ohne Arbeitsplatz vier Jahre faktisch verloren zu haben? Dafür steht man da als Firma, die ihrer gesellschaftspolitischen Aufgabe gerecht wird! Gibt wieder ein paar Auszeichnungen für die oben und ein paar Arbeitslose Jugendliche unten. Reine Augenwischerei!
 
@ fluhu:

Wenn in 4 Jahren die FMG immer noch keine Leute eingstellt, wie sollen dann die annähernd 40 Mio. Paxe abgefertigt werden.
Oder gilt hier dann die 60 Stunden Woche???
 
@fluhu (die zweite)
1) es ist definitiv besser 6 oder 12 monate ein Praktikum zu machen als auf der Strasse zu stehn.
1.1 man hat was zu tun
1.2 im Lebenslauf macht sich ein Praktikum wesentlich besser als Arbeistlosigkeit
1.3 ein Praktikum hilft bei der beruflichen Orientierung
2) man kann nach einem Praktikum/Ausbildung im Luftfahrtbereich keinsfalls von 'Fachidioten' sprechen. Dieser Bereich ist so vielfältig, daß man mit einer Ausbildung in der Richtung mit dem entsprechenden Grundwissen ausgerüstet und überaus flexibel einsetzbar ist (kenn ich gut von meinem eigenen Werdegang)
3) Wieso sollte man also in Deinem Weltbild überhaupt eine Ausbildung machen, wenn man danach ein Fachidiot und sowieso arbeitslos ist ?
 
@mucerl
geb dir in vielen punkten recht bis auf deinen 2.)
wenn du dir die ausbildung anschaust, ist sie doch ziemlich fachspezifisch. ich rede jetzt nicht von mechanikerberufen o.ä. sondern vielmehr von positiionen im großen weiten feld des -mangement-. auch ich habe mir ernsthaft überlegt, ob ich nicht die von der fmg präferierte ausbildung zum dipl.bw/flughafenwirtschaft mache und bin nach reiflicher überlegung zu dem entschluss gekommen, dass es eine sehr spezifische ausbildung ist. zwar ist das grundstudium für alle gleich doch das fachwissen in der sog. speziellen doch stark eingeschränkt. ich finde ein fundiertes bwl studium, egal ob fh oder univ, bringt dir pesönlich mehr. zwar musst du auch eine spezielle wählen, doch alles in allem ist der gewöhnliche bw besser für den späteren kampf um arbeit aufgestellt.
überleg mal, was passiert, wenn just zum ende deiner ausbildung eine katastrophe passiert wie 09-11 oder sars und die luftfahrtbranche versucht kosten zu sparen? --> du wirst nicht übernommen. derjenige hat dann große probleme irgendwo unterzukommen da sein studiengang sehr speziell war. ein "gewöhnlicher" bw hat alle möglichkeiten. er kann selbstständig werden (was der andere nicht kann, da ein flugplatz ned so einfach zu eröffnen ist ,-) )oder er kann in andere große unternehmen, denen ereignisse wie 09-11 vom absatzmarkt her am a**** vorbei gehen.
dies ist meine meinung, klar muss das alles so nicht kommen, doch wenn ich nicht vor ausbildungsbeginn eine übernahmegarantie bekomme würde ich das sehr gut überlegen. allerdings würde ich leute die speziell ausgebildet sind, keine fachidioten nennen, den anosnsten sind ale berufstätigen in gewisser weise -fachidioten-...;-)
 
Fachidiot bezieht sich nicht darauf, daß man eine spezielle Ausbildung hat, sondern daß man auf Grund dieser speziellen Ausbildung Schwierigkeiten hat, in andere Bereiche zu wechseln. Klar ist eine Ausbildung besser als keine, aber ich finde es einfach unfair, junge Leute in eine (derzeit) Sackgasse zu locken! Die Zeiten können sich ändern, aber ob das zum Bessern ist bezweifle ich. Mehrere Jahre lernen, um dann nach der Nichtübernahme zu hören: Sie sind für unseren Bereich zu spezialisiert oder überqualifiziert, das ist deprimierend. Eine Ausbildungsplatzgarantie ohne Arbeitsplätze bedeutet leider nur billige, belastbare und sogar (anfangs) hochmotivierte Arbeitskräfte. Sie hätten etwas Besseres verdient!
 
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