yogibear_II
Mitglied
Der Thread zur dritten Bahn wurde geschlossen, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet im MUC-Forum nicht über eine der wichtigsten Zukunftsfragen des Münchner Flughafens geschrieben wird.
Diesen Artikel der SZ habe ich zufällig gerade entdeckt und fand den Versuch, die Handlungen der politischen Akteure einzuordnen, ziemlich interessant.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen...-im-ziel-gespalten-in-der-umsetzung-1.2984320
Da selbst die Gegner hauptsächlich die Zahl der Bewegungen bemängeln, wäre ein weiterer Anstieg in der Zeit des Abwartens natürlich das ideale Argument. Sofern sich die politischen Akteure tatsächlich eigentlich einig sind, dass sie die dritte Bahn wollen, dann sollte sich ein Weg für die erfolgreiche Umsetzung in jedem Falle finden lassen.
Diesen Artikel der SZ habe ich zufällig gerade entdeckt und fand den Versuch, die Handlungen der politischen Akteure einzuordnen, ziemlich interessant.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen...-im-ziel-gespalten-in-der-umsetzung-1.2984320
Zwar wird auch Seehofer zur großen Mehrheit in der CSU gezählt, die einen Ausbau befürwortet
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Flugbewegungen um 0,9 Prozent auf knapp 380 000, für dieses Jahr wird ein Plus von vier Prozent prognostiziert. Ein weiterer Zuwachs dieser Größenordnung im ersten Quartal 2017 könnte Seehofer reichen, einen neuen Anlauf für eine Bürgerbefragung zu fordern.
Bevor man diesen jetzt erzwinge und die dritte Startbahn dann für immer verliere, sei es besser, die Entscheidung um ein paar Jahre aufzuschieben, sagt ein Ausbaubefürworter. Auch Innenminister Joachim Herrmann soll vergangene Woche im CSU-Vorstand so argumentiert haben: Man habe noch neun Jahre Baurecht, man müsse jetzt nichts übers Knie brechen, sagte er nach Angaben von Sitzungsteilnehmern.
Reiter hat als wirtschaftsfreundlicher OB nie erkennen lassen, dass ihm das Wichtigste an der Startbahn sei, sie ohne persönlichen Schaden beerdigen zu können. Im Gegenteil, er gilt als eindeutiger Befürworter des Baus.
Die Wahl des Münchner OB steht erst 2020 wieder an, Reiter dürfte gute Chancen haben, wiedergewählt zu werden. Warum sollte er vorher ein Projekt durchdrücken, das die Stadt spalten könnte? Das Baurecht gäbe einen Start der Bauarbeiten zu Beginn seiner zweiten Amtszeit problemlos her.
Da selbst die Gegner hauptsächlich die Zahl der Bewegungen bemängeln, wäre ein weiterer Anstieg in der Zeit des Abwartens natürlich das ideale Argument. Sofern sich die politischen Akteure tatsächlich eigentlich einig sind, dass sie die dritte Bahn wollen, dann sollte sich ein Weg für die erfolgreiche Umsetzung in jedem Falle finden lassen.