Airbus/EADS will gegen Boeing klagen

Zwischen den weltweit führenden Flugzeugbauern Boeing Co. und Airbus zeichnet sich ein Streit um die Höhe staatlicher Subventionen ab. Dies berichtet die "WirtschaftsWoche" am Mittwoch vorab aus ihrer neuesten Ausgabe.

Den Vorwurf von Boeing, Airbus verkaufe das Großraumflugzeug A380 mit 40 Prozent Rabatt und könne deshalb staatliche Entwicklungsdarlehen nicht zurückzahlen, kontert EADS-Chef Rainer Hertrich in der "WirtschaftsWoche" mit dem Vorwurf, Boeing erhalte für die Entwicklung der neuen 7E7 zu hohe staatliche Unterstützungen.

Hertrich: "Boeing sollte nicht mit Steinen werfen, wenn es im Glashaus sitzt. Nach einer Studie der State University of New York geht Boeing bei der Entwicklung der neuen 7E7 weit über die erlaubte Obergrenze hinaus. Finanzhilfen und Steuervorteile aus den USA werden ergänzt durch massive Fördergelder aus Japan und Italien." Hertrich will sogar eine Klage gegen den Konkurrenten nicht ausschließen. "Das dürften die zuständigen Wettbewerbsbehörden prüfen wollen, das kann man eigentlich nicht klaglos hinnehmen." Die Boeing-Vorwürfe wegen der Rabatte für das Großraumflugzeug A380 weist Hertrich als "Propaganda" zurück. "Wir verdienen bereits an der ersten Maschine. Und wie im Geschäftsplan vorgesehen, ist das Gesamtprogramm ab 250 Auslieferungen amortisiert. Wir werden also die Darlehen zurückzahlen und trotzdem eine Rendite von 20 Prozent auf das eingesetzte Kapital schaffen."
 
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