US-Fluggesellschaften sparen um die Wette
Von Jenny Genger, Phoenix
Die amerikanischen Fluggesellschaften plagen sich ausschließlich mit Kostensenkungen ab. In diesem zähen Existenzkampf sind die großen internationalen Gesellschaften so gefangen, dass sie fortschrittliche Entwicklungen ihres Geschäftsmodells vernachlässigen.
Rentabiliät der US-Fluggesellschaften
Diesen Eindruck vermittelten die Topmanager vergangene Woche auf einem ihrer bedeutendsten Branchentreffs, dem Internationalen Luftverkehrssymposium in Phoenix. "Wir müssen die Kosten weiter reduzieren", hob Gerard Arpey, Chef der weltweit größten Fluggesellschaft American Airlines, hervor. "Nur wenige von uns werden sich im Markt durchsetzen."
Er hat die operativen Kosten bei American im vergangenen Jahr bereits um über sechs Prozent zurückgefahren und im ersten Quartal 2004 sogar nochmals um 16 Prozent reduziert. Dennoch fiel in den ersten drei Monaten ein Verlust von 166 Mio. $ an, und die Kosten liegen weit über der Benchmark, die Billigflieger wie Jetblue vorgeben.
Krise spitzt sich zu
Diesem Vorbild streben die alteingesessenen Platzhirsche aber mittlerweile unverhohlen nach: "Diesem Niveau musst du dich nähern - oder du verlierst", sagt Michael Whitaker, Vice President der Nummer zwei im US-Markt, United Airlines, in einer Podiumsdiskussion. Für viele der großen US-Airlines hat sich die Krise der vergangenen drei Jahre zugespitzt: United hat zum wiederholten Mal den Abschluss der Restrukturierung unter dem staatlichen Insolvenzschutz des Chapter 11 verschoben. US Airways steht wenige Monate nach dem Neustart aus Chapter 11 erneut vor dem Ruin. CEO David Siegel hat das Unternehmen in der vergangenen Woche verlassen. Bei Delta Air Lines sind mittlerweile drei Vorstände abgesprungen. Der drittgrößte US-Carrier kämpfte im ersten Quartal noch mit einem Verlust von 383 Mio. $.
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http://www.ftd.de/ub/di/1082789290453.html?nv=hpm
Von Jenny Genger, Phoenix
Die amerikanischen Fluggesellschaften plagen sich ausschließlich mit Kostensenkungen ab. In diesem zähen Existenzkampf sind die großen internationalen Gesellschaften so gefangen, dass sie fortschrittliche Entwicklungen ihres Geschäftsmodells vernachlässigen.
Rentabiliät der US-Fluggesellschaften
Diesen Eindruck vermittelten die Topmanager vergangene Woche auf einem ihrer bedeutendsten Branchentreffs, dem Internationalen Luftverkehrssymposium in Phoenix. "Wir müssen die Kosten weiter reduzieren", hob Gerard Arpey, Chef der weltweit größten Fluggesellschaft American Airlines, hervor. "Nur wenige von uns werden sich im Markt durchsetzen."
Er hat die operativen Kosten bei American im vergangenen Jahr bereits um über sechs Prozent zurückgefahren und im ersten Quartal 2004 sogar nochmals um 16 Prozent reduziert. Dennoch fiel in den ersten drei Monaten ein Verlust von 166 Mio. $ an, und die Kosten liegen weit über der Benchmark, die Billigflieger wie Jetblue vorgeben.
Krise spitzt sich zu
Diesem Vorbild streben die alteingesessenen Platzhirsche aber mittlerweile unverhohlen nach: "Diesem Niveau musst du dich nähern - oder du verlierst", sagt Michael Whitaker, Vice President der Nummer zwei im US-Markt, United Airlines, in einer Podiumsdiskussion. Für viele der großen US-Airlines hat sich die Krise der vergangenen drei Jahre zugespitzt: United hat zum wiederholten Mal den Abschluss der Restrukturierung unter dem staatlichen Insolvenzschutz des Chapter 11 verschoben. US Airways steht wenige Monate nach dem Neustart aus Chapter 11 erneut vor dem Ruin. CEO David Siegel hat das Unternehmen in der vergangenen Woche verlassen. Bei Delta Air Lines sind mittlerweile drei Vorstände abgesprungen. Der drittgrößte US-Carrier kämpfte im ersten Quartal noch mit einem Verlust von 383 Mio. $.
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