Tokio Narita

pecki

Mitglied
Hat jemand gerade das Auslandjournal im ZDF angeschaut?
Da war nähmlich ein interesanter Beitrag über die Proteste am Airport Narita in Tokio. Es gibt ein paar Bauern, die mitten im Flughafen wohnen und einfach nicht ihr Land verkaufen wollen und das schon seit einigen Jahren, so kann der Airport leider keine 2. 4000m Bahn bauen, die drigend notwendig ist. Den Bauern macht es auch nichts aus, das sie nur 100m vor Beginn der Bahn wohnen, beten und ihre Felder bepflanzen. Es gab viele Szenen wo einJ umbo mitten über deren Köpfen hinweg fliegt, aber denen gefällts immernoch da!!
Ist das vielleicht der Grund warum die LH nur mit 6/7 nach Tokio fliegt??
 
ja habs gesehen!!! da ist mir die frage aufgekommen- was dann mit haneda? is der international oder nur national?
 
Es gibt mittlerweile eine zweite Bahn in Tokio Narita,
aber die kann nicht für Nonstopflüge nach USA und Europa benützt werden, weil wegen der Bauern nur ca. 2.800Meter (meine ich gelesen zu haben) zur Verfügung stehen. :)
 
Scheinen alles professionelle Spotter zu sein ;D ;D

HND ist bis auf ein paar Koreaflüge der Nationalflughafen, ibi.
 
@flymunich
Ja es gibt sogar 3 Bahnen, aber davon ist eben nur eine 4000m lang. Aber ein Jumbo oder ein A340-300 die brauchen nun mal eine so lange Strecke
 
Es gibt mittlerweile eine zweite Bahn in Tokio Narita,
aber die kann nicht für Nonstopflüge nach USA und Europa benützt werden, weil wegen der Bauern nur ca. 2.800Meter (meine ich gelesen zu haben) zur Verfügung stehen.

Vor ein paar Monaten war über Narita ein Artikel im Aero Magazin, mit einer Luftaufnahme, ist wirklich lustig, diese Lücke in der Landebahn zu sehen. Der Bauer ist übrigens Hühnerzüchter! ;D
 
[quote author=flymunich link=board=1;threadid=699;start=0#msg6143 date=1083269829]
Es gibt mittlerweile eine zweite Bahn in Tokio Narita,
aber die kann nicht für Nonstopflüge nach USA und Europa benützt werden, weil wegen der Bauern nur ca. 2.800Meter (meine ich gelesen zu haben) zur Verfügung stehen. :)

[/quote]

So ist es. Es gab vor einiger Zeit mal einen Bericht darüber in der Aero International. Mal ehrlich: Ich würde mein Haus auch nicht verkaufen, wenn ich direkt hinter der Landebahn wohnen würde :o
 
Der Bauer hat ja auch ne Pension eröffnet für nur 7 Euro die Nacht. Man hat von dort aus einen Blick auf das ganze Vorfeld und die landenen Jumbos!!
 
Der Blick mag ja ganz nett sein, aber ob man in der Pension auch schlafen kann (oder will ;D)?
Möchte ja nicht wissen, wieviel dem sein Grundstück mittlerweile Wert ist... ::)
 
Ist aber schon komisch. So wie ich Japan kenne müssten die einfach nachts Beton über das Haus schütten und basta ;).
 
Also als Narita-Geschädigter muss ich sagen, dass das ganze schon ein rechter Witz ist. Ursprünglich sollten mal 3 Bahnen gebaut werden, 2 Parallelbahnen, eine Crosswind, aber diese Typen sind einfach im Weg. Die Folge: Die Crosswind kann gar nicht genutzt werden (war nie eine runway), und die 2. Parallelbahn ist 2800m. Sind mit A340-300 drauf gelandet, gibt ne echt schöne "brake-action" :)

Hier sieht man sowohl die crosswind als auch die halbfertige 34R:

http://www.airliners.net/open.file/319524/L/

Haneda ist eigentlich domestic only, bekommt aber ein großes Terminal, also wer weiss. Beide Haupt-runways sind allerdings nur 3000m. Recht für ne ANA 747D auf alle Fälle.

Celestar
 
ist immer wieder schön anzuschauen... :)
Hier noch mal die Übersetzung. So sieht das Ganze aus, wenn man gerade gelandet ist und zum Gate "taxiet".
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich flieg im Sommer nach Tokio, dann werd ich mir das mal anschauen. Vielleicht landen wir auch auf der 2800 Meter Bahn :o
 
Nee, 2.800 Meter sind echt nicht zu lang für 'ne runway. Aber ein hübsches Häuschen hat er da... ;)

Sorry wegen der schlechten Bildqualität.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hier sieht man noch mal schön, daß es auf der anderen Seite schon weitergeht:

http://www.airliners.net/open.file/319524/L

Verrückter Kerl, man müßte doch mal langsam meinen, daß der Preis für das Grundstück inzwischen hoch genug wäre bzw. der Flughafen genug zahlen würde. Und außerdem wundert mich ehrlich gesagt, daß es in Japan so etwas wie Enteignung aus Gemeinwohlgründen offensichtlich nicht gibt. Das gibt's ja sogar bei uns. Mein Eindruck war immer, daß die japanische Gesellschaft sehr viel mehr Wert auf das Kollektiv legt, daß dort das Individuum nicht so hoch bewertet wird wie bei uns, zugunsten der Gemeinschaft. Also daß dort nicht einer alle anderen aufhalten kann so leicht wie bei uns (das soll jetzt eine objektive Feststellung und keine Wertung dessen sein!).
Insofern, doppelt und dreifach verwunderlich find ich!

Whoops
 
da können die bauern ja froh sein, dass sie in japan leben, denn
wenn sie in china leben würden ;), wären sie erst gar nicht gefragt
worden. da wär wohl der bulldozer bekommen und platt wärs :o
 
Ne, die Chinesen machen das noch besser (wie beim 3-Schluchten-Staudamm):

Bauer geh weg, Du bekommst ganz viel Entschädigung. Ja und der Bauer geht dann freiwillig (halt China-freiwillig), und wartet noch heute auf seine Entschädigung bzw anders ausgedrückt steht vor dem nichts.

Whoops
 
@ Marco:

Der MUC-Flieger (LH714) landet immer auf der kurzen Bahn und startet immer auf der Langen. Wie es beim Frankfurt-Jumbo ist, weiss ich nicht genau. Wenn du aber aus MUC kommst, landest du garantiert auf der "richtigen" Bahn und kannst mal sehen, was so eine richtige Bremsung beim A340 ist...! Full Reverse Thrust erlebt man ja sonst nicht mehr so oft...
 
Mit Spinat gegen den neuen Flughafen

Nachdem die Tagesschau das Thema mal wieder aus der Kiste gekramt hat, krame ich diesen alten Thread auch wieder hervor... :whistle:

Hier der Link zum Fernsehbericht: Mit Spinat gegen den neuen Flughafen

Und damit der ein oder andere sich selbst mit Hilfe von Google Maps einen Überblick verschaffen und ein wenig herum-zoomen kann:
Bauernhof teilt Runway 34R/16L in zwei Hälften
Weitere Lücken durch Anwesen auf der Querwindbahn
Gesamtüberblick mit allen drei Runways

Man scheint den Bauern dort aber auch übelst mitgespielt zu haben... :eyeb:
Weswegen das Projekt in der Folge häufig als Lernbeispiel verwendet wurde... z.B.:
Bürgerbewegungen in Japan nach 1950
Abgesehen von den offensichtlichen Gründen der Einwohner, ihren Grund für einen Flughafen zu räumen, spielten folgende Ursachen die Hauptrolle für einen der blutigsten Widerstandskämpfe von Bürgern gegen staatliche Vorhaben im modernen Japan. Die Dorfbewohner erfuhren von dem geplanten Projekt weder durch ihre Gemeindeverwaltung, die aufgrund von Bestechung nichts verlauten ließ, noch durch andere Behörden, sondern aus dem Fernsehen. Sie wurden in die Planung nicht mit einbezogen, was in ihren Augen allein schon eine Missachtung ihrer Interessen darstellte, darüber hinaus schien jedoch bei den Planern kein Problembewußtsein vorhanden zu sein, das zu einer Berücksichtigung der Einwohner hätte führen können. Im Verlauf des Konflikts kamen weitere Ursachen für eine Eskalation hinzu. So zeichnete sich das Vorgehen der Regierung durch eine Kompromisslosigkeit und Ignoranz aus, die den Bauern keine echten Alternativen bot, anstatt über die Planung des Flughafens zu verhandeln, bot man Abfindungen mit dem Ziel, den Widerstand zu untergraben. Am meisten zur Eskalation haben jedoch gewaltsame Enteignungen und massiver Polizeieinsatz gegen die ansässige Bevölkerung beigetragen.
KONFRONTATION ODER KOOPERATION: Aus Narita lernen - Vertragstheorie als Lösung von Interessenkonflikten

Im übrigen dachte ich mal gelesen zu haben, dass es in Japan heute keine gesetzliche Grundlage für Enteignungsverfahren bzw. für Besitzeinweisungen gibt... ?!?
Ursprünglich war man wohl davon überzeugt, dass es den nicht käuflichen, unwilligen Bauern nach Betriebsbeginn schon irgendwann zu blöd werden würde... was der TV-Bericht aber nicht vermitteln kann... :whistle:
 
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