Condor-Thomas Cook
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07.03.2005 - Thomas Cook AG im Geschäftsjahr 2003/04: Alle Wirtschaftsdaten entwickeln sich positiv
Gästezahlen und Umsatz gesteigert - Rohertragsmarge verbessert - Gemeinkosten abgebaut - Sanierungsprogramm und Kapazitätsabbau erfolgreich umgesetzt - Operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben -Finanzielle Konsolidierung vorangetrieben
Frankfurt am Main, 7. März 2005 - Nach zwei Jahren rückläufiger Umsätze und Ergebnisse hat die Thomas Cook AG im Geschäftsjahr 2003/04 den Umschwung geschafft. Alle Wirtschaftsdaten zeigen wieder eine positive Entwicklung. Gäste- und Umsatzzahlen sind gestiegen, die Gemeinkosten konnten gesenkt werden, operativ schreibt Thomas Cook wieder schwarze Zahlen.
Gästezahlen und Umsatz gesteigert
Im Geschäftsjahr 2003/04 entschieden sich 13,1 Millionen Kunden weltweit für ein Angebot der Thomas Cook AG. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Konzern-Umsatzerlöse nahmen um 3,3 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro zu. Dazu haben alle Absatzmärkte beigetragen.
Rohertragsmarge verbessert
Die Rohertragsmarge nahm um 0,8 Prozentpunkte auf 23,5 Prozent zu. Eine konservative Kapazitätsplanung und intensive Nachverhandlungen mit allen Leistungspartnern trugen zu dieser Verbesserung bei. Durch den stärkeren Absatz von Katalogreisen wurde zudem der Anteil der margenschwächeren Last-Minute-Reisen verringert. So konnten die gestiegenen Aufwendungen für Treibstoff mehr als kompensiert werden.
Gemeinkosten gesenkt
Erstmalig wurden die Konzerngemeinkosten umfassend gesenkt. So ging der laufende Aufwand für Löhne und Gehälter in einem ersten Schritt um 0,7 Prozent zurück, die Abschreibungen - ohne Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte - nahmen um 13,3 Prozent ab. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten in fast allen Kostenarten - teilweise erhebliche - Einsparungen realisiert werden.
Sanierungsprogramm und Kapazitätsabbau erfolgreich umgesetzt
Der Abbau der Kosten wurde durch das Anfang 2004 beschlossene, umfangreiche Sanierungsprogramm beschleunigt. Die wesentlichen Maßnahmen dieses Programms waren:
* Zehn Flugzeuge der Condor-Flotte wurden im Geschäftsjahr 2003/04 verkauft.
* Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ging um 5,2 Prozent auf 24.628 Mitarbeiter zurück
* Die Garantiezusagen an Vertragshotels sind fast halbiert worden.
Ebenso wurden die Personalkosten in schwierigen aber konstruktiven Tarifverhandlungen mit den Vertretern der unterschiedlichen Beschäftigtengruppen reduziert, flexibilisiert und der veränderten Ertrags- und Wettbewerbssituation angepasst. Ausgaben für Vorleistungen aller Art wurden durch einen effizienteren Einkauf und Neuverhandlung von Verträgen verringert. Der größte Teil der durch die neuen Tarifverträge und neuen Einkaufsverträge erreichten Kosteneinsparungen wird erst vom Geschäftsjahr 2004/05 an voll wirksam.
Die Wiedereinführung der Profitcenter-Struktur bei gleichzeitiger Etablierung einer internen Shared-Service-Organisation schärfte Umsatzverantwortung und Kostendisziplin.
Operatives Ergebnis wieder positiv
Umsatzsteigerung, Kapazitätsdisziplin und Kostensenkung haben dazu geführt, dass wieder ein positives Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) erreicht werden konnte. Es wird mit 22,1 Mio. Euro ausgewiesen und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 100 Mio. Euro verbessert.
Finanzierungskosten reduziert
Das Zinsergebnis hat sich ebenfalls deutlich verbessert: Um 21,2 Prozent auf minus 56,6 Mio. Euro. Auslaufende Flugzeugfinanzierungen, die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital sowie die deutliche Verringerung von in Anspruch genommenen Krediten ließen den Zinsaufwand sinken.
Verlust vor Steuern nahezu halbiert
Den Verbesserungen im operativen Ergebnis und im Zinsergebnis standen Abschreibungen auf Firmen- oder Geschäftswerte und weitere bilanzielle Bereinigungen gegenüber. Die Thomas Cook AG hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte nicht mehr plangemäß abzuschreiben. Der Ausweis von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 114,8 Mio. Euro beruht daher ausschließlich auf Wertanpassungen, die notwendig wurden, weil der Barwert zukünftig zu erwartender Cashflows das bilanzierte Vermögen von Konzerngesellschaften einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte nicht mehr deckt (Impairment-Test). Auf Thomas Cook Voyages in Frankreich erfolgte in diesem Jahr eine Sonderabschreibung von 108,5 Mio. Euro.
Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses und der Abschreibungen auf Firmen- oder Geschäftswerte ergibt sich ein Verlust vor Ertragsteuern. Er hat sich mit 149,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-280,1 Mio. Euro) nahezu halbiert.
Ertragsteuerbelastung im Ausland belastet Ergebnis
Nachhaltig positive Vorsteuerergebnisse in Großbritannien und bei weiteren wichtigen Tochtergesellschaften führten - saldiert mit aktiven latenten Steuern in Deutschland - erstmals wieder zu einer Ertragsteuerbelastung von 27,1 Mio. Euro, nach einer Entlastung im Vorjahr von 29,1 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der auf Fremdbesitz entfallenen Verlustanteile in Höhe von 0,5 Mio. Euro, ergibt sich ein Konzernergebnis von -175,9 Mio. Euro nach -253,4 Mio. Euro im Vorjahr.
Investitionen rückläufig
Der Thomas Cook Konzern hat im Berichtsjahr mit 66,4 Mio. Euro deutlich weniger investiert als in den Vorjahren. Im Geschäftsjahr 2002/03 waren noch 204,2 Mio. Euro ausgegeben worden. Rund zwei Drittel des Investitionsvolumens betrafen die Vorbereitung und Anpassung der EDV-Systeme an das veränderte touristische Umfeld sowie Ersatzanschaffungen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen konnten vollständig aus den Desinvestitionserlösen finanziert werden.
Konsolidierung der Finanzlage vorangetrieben
Der Thomas Cook-Konzern ist im Berichtsjahr bei der finanziellen Konsolidierung einen großen Schritt voran gekommen. Die Gesellschafter der Thomas Cook AG - die KarstadtQuelle AG und die Deutsche Lufthansa AG - haben die finanzielle Konsolidierung durch die Umwandlung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von 100 Mio. Euro mit Wirkung zum 31. März 2004 in Eigenkapital unterstützt.
Die Konzernliquidität betrug zum Bilanzstichtag 566,9 Mio. Euro. Sie hat sich damit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt um 53,4 Prozent erhöht. Die Nettokreditverschuldung machte 596,0 Mio. Euro aus und halbierte sich damit nahezu gegenüber dem Vorjahr (1.023,6 Mio. Euro). Das Gearing (Relation von Nettokreditverschuldung zu Konzerneigenkapital) liegt erstmals mit 97,6 Prozent unter 100 Prozent (Vorjahr 163,1 Prozent). Die Konzernbilanzsumme hat sich um 144,8 Mio. Euro (-3,4 Prozent) weiter verringert. Ursächlich hierfür sind unter anderem die niedrige Investitionstätigkeit des Konzerns sowie der Verkauf von zwölf Flugzeugen aus der Condor-Flotte, von denen zehn bereits im Geschäftsjahr 2003/04 an einen russischen Investor ausgeliefert worden sind.
Die Eigenkapitalquote ist mit 14,9 Prozent nahezu unverändert im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres (14,8 Prozent).
Ausblick
Die Thomas Cook AG erwartet für das Geschäftsjahr 2004/05 in Europa ein Marktwachstum zwischen zwei und drei Prozent und will daran erneut überproportional partizipieren.
Durch eine konsequent marktorientierte Kapazitätsplanung, durch die fortgesetzte Verschlankung von Prozessen und Strukturen, die eindeutige Zuordnung von Ergebnisverantwortung und durch die Neupositionierung von Veranstaltermarken und Airlines sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Gesundung des Konzerns geschaffen. Die Thomas Cook AG ist daher zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2004/05 wieder ein positives Konzernergebnis zu erzielen.
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Die Thomas Cook AG ist einer der führenden Touristikkonzerne der Welt. Die Geschäftsanteile an der Thomas Cook AG werden zu jeweils 50 Prozent von der Deutschen Lufthansa AG und der KarstadtQuelle AG gehalten.
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Pressekontakt:
Thomas Cook AG
Konzernkommunikation / Pressestelle
Tel.: (0 61 71) 65-1700
Fax: (0 61 71) 65-1060
E-Mail: konzernkommunikation@thomascookag.com
Internet: http://www.thomascook.info/
Kennzahlen des Thomas Cook Konzerns
1. November bis 31. Oktober
2003/04 2002/03
Umsatz Konzernumsatz Mio. EUR 7,478.8 7,241.5
davon Deutschland Mio. EUR 3,441.0 3,408.8
davon Großbritannien Mio. EUR 2,392.3 2,273.5
davon Westeuropa Mio. EUR 1,487.7 1,437.5
Beförderte Gäste Tsd. 13,092.6 12,573.6
durchschnittlicher Reisepreis EUR 507.7 510.0
durchschnittliche Reisedauer Tage 9.1 9.7
Ertragslage EBITA Mio. EUR 22.1 -79.1
EBITA Mio. EUR -34.5 -151.0
Konzernergebnis vor Steuern Mio. EUR -149.3 -280.1
Konzernergebnis nach Steuern und nach Anteilen in Fremdbesitz Mio. EUR -175.9 -253.4
Bilanzstruktur Bilanzsumme Mio. EUR 4,091.2 4,236.0
Anlagevermögen Mio. EUR 2,665.1 3,003.0
Umlaufvermögen Mio. EUR 1,426.1 1,233.0
davon flüssige Mittel Mio. EUR 551.0 343.3
Eigenkapital Mio. EUR 611.0 627.7
Eigenkapitalquote in % 14.9 14.8
Sonstige Finanzdaten Investitionen Mio. EUR 66.4 204.2
davon in Sachanlagen Mio. EUR 41.4 124.9
davon in Finanzanlagen Mio. EUR 9.7 50.6
Operativer Cash Flow Mio. EUR 369.0 138.6
Kreditverschuldung Netto Mio. EUR 596.0 1,023.6
Personal Zahl der Mitarbeiter Durchschnitt 24,628 25,978
www.thomascook.de/tck/presse.html
Gästezahlen und Umsatz gesteigert - Rohertragsmarge verbessert - Gemeinkosten abgebaut - Sanierungsprogramm und Kapazitätsabbau erfolgreich umgesetzt - Operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben -Finanzielle Konsolidierung vorangetrieben
Frankfurt am Main, 7. März 2005 - Nach zwei Jahren rückläufiger Umsätze und Ergebnisse hat die Thomas Cook AG im Geschäftsjahr 2003/04 den Umschwung geschafft. Alle Wirtschaftsdaten zeigen wieder eine positive Entwicklung. Gäste- und Umsatzzahlen sind gestiegen, die Gemeinkosten konnten gesenkt werden, operativ schreibt Thomas Cook wieder schwarze Zahlen.
Gästezahlen und Umsatz gesteigert
Im Geschäftsjahr 2003/04 entschieden sich 13,1 Millionen Kunden weltweit für ein Angebot der Thomas Cook AG. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Konzern-Umsatzerlöse nahmen um 3,3 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro zu. Dazu haben alle Absatzmärkte beigetragen.
Rohertragsmarge verbessert
Die Rohertragsmarge nahm um 0,8 Prozentpunkte auf 23,5 Prozent zu. Eine konservative Kapazitätsplanung und intensive Nachverhandlungen mit allen Leistungspartnern trugen zu dieser Verbesserung bei. Durch den stärkeren Absatz von Katalogreisen wurde zudem der Anteil der margenschwächeren Last-Minute-Reisen verringert. So konnten die gestiegenen Aufwendungen für Treibstoff mehr als kompensiert werden.
Gemeinkosten gesenkt
Erstmalig wurden die Konzerngemeinkosten umfassend gesenkt. So ging der laufende Aufwand für Löhne und Gehälter in einem ersten Schritt um 0,7 Prozent zurück, die Abschreibungen - ohne Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte - nahmen um 13,3 Prozent ab. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten in fast allen Kostenarten - teilweise erhebliche - Einsparungen realisiert werden.
Sanierungsprogramm und Kapazitätsabbau erfolgreich umgesetzt
Der Abbau der Kosten wurde durch das Anfang 2004 beschlossene, umfangreiche Sanierungsprogramm beschleunigt. Die wesentlichen Maßnahmen dieses Programms waren:
* Zehn Flugzeuge der Condor-Flotte wurden im Geschäftsjahr 2003/04 verkauft.
* Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ging um 5,2 Prozent auf 24.628 Mitarbeiter zurück
* Die Garantiezusagen an Vertragshotels sind fast halbiert worden.
Ebenso wurden die Personalkosten in schwierigen aber konstruktiven Tarifverhandlungen mit den Vertretern der unterschiedlichen Beschäftigtengruppen reduziert, flexibilisiert und der veränderten Ertrags- und Wettbewerbssituation angepasst. Ausgaben für Vorleistungen aller Art wurden durch einen effizienteren Einkauf und Neuverhandlung von Verträgen verringert. Der größte Teil der durch die neuen Tarifverträge und neuen Einkaufsverträge erreichten Kosteneinsparungen wird erst vom Geschäftsjahr 2004/05 an voll wirksam.
Die Wiedereinführung der Profitcenter-Struktur bei gleichzeitiger Etablierung einer internen Shared-Service-Organisation schärfte Umsatzverantwortung und Kostendisziplin.
Operatives Ergebnis wieder positiv
Umsatzsteigerung, Kapazitätsdisziplin und Kostensenkung haben dazu geführt, dass wieder ein positives Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) erreicht werden konnte. Es wird mit 22,1 Mio. Euro ausgewiesen und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 100 Mio. Euro verbessert.
Finanzierungskosten reduziert
Das Zinsergebnis hat sich ebenfalls deutlich verbessert: Um 21,2 Prozent auf minus 56,6 Mio. Euro. Auslaufende Flugzeugfinanzierungen, die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital sowie die deutliche Verringerung von in Anspruch genommenen Krediten ließen den Zinsaufwand sinken.
Verlust vor Steuern nahezu halbiert
Den Verbesserungen im operativen Ergebnis und im Zinsergebnis standen Abschreibungen auf Firmen- oder Geschäftswerte und weitere bilanzielle Bereinigungen gegenüber. Die Thomas Cook AG hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte nicht mehr plangemäß abzuschreiben. Der Ausweis von Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 114,8 Mio. Euro beruht daher ausschließlich auf Wertanpassungen, die notwendig wurden, weil der Barwert zukünftig zu erwartender Cashflows das bilanzierte Vermögen von Konzerngesellschaften einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte nicht mehr deckt (Impairment-Test). Auf Thomas Cook Voyages in Frankreich erfolgte in diesem Jahr eine Sonderabschreibung von 108,5 Mio. Euro.
Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses und der Abschreibungen auf Firmen- oder Geschäftswerte ergibt sich ein Verlust vor Ertragsteuern. Er hat sich mit 149,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-280,1 Mio. Euro) nahezu halbiert.
Ertragsteuerbelastung im Ausland belastet Ergebnis
Nachhaltig positive Vorsteuerergebnisse in Großbritannien und bei weiteren wichtigen Tochtergesellschaften führten - saldiert mit aktiven latenten Steuern in Deutschland - erstmals wieder zu einer Ertragsteuerbelastung von 27,1 Mio. Euro, nach einer Entlastung im Vorjahr von 29,1 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der auf Fremdbesitz entfallenen Verlustanteile in Höhe von 0,5 Mio. Euro, ergibt sich ein Konzernergebnis von -175,9 Mio. Euro nach -253,4 Mio. Euro im Vorjahr.
Investitionen rückläufig
Der Thomas Cook Konzern hat im Berichtsjahr mit 66,4 Mio. Euro deutlich weniger investiert als in den Vorjahren. Im Geschäftsjahr 2002/03 waren noch 204,2 Mio. Euro ausgegeben worden. Rund zwei Drittel des Investitionsvolumens betrafen die Vorbereitung und Anpassung der EDV-Systeme an das veränderte touristische Umfeld sowie Ersatzanschaffungen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen konnten vollständig aus den Desinvestitionserlösen finanziert werden.
Konsolidierung der Finanzlage vorangetrieben
Der Thomas Cook-Konzern ist im Berichtsjahr bei der finanziellen Konsolidierung einen großen Schritt voran gekommen. Die Gesellschafter der Thomas Cook AG - die KarstadtQuelle AG und die Deutsche Lufthansa AG - haben die finanzielle Konsolidierung durch die Umwandlung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von 100 Mio. Euro mit Wirkung zum 31. März 2004 in Eigenkapital unterstützt.
Die Konzernliquidität betrug zum Bilanzstichtag 566,9 Mio. Euro. Sie hat sich damit im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt um 53,4 Prozent erhöht. Die Nettokreditverschuldung machte 596,0 Mio. Euro aus und halbierte sich damit nahezu gegenüber dem Vorjahr (1.023,6 Mio. Euro). Das Gearing (Relation von Nettokreditverschuldung zu Konzerneigenkapital) liegt erstmals mit 97,6 Prozent unter 100 Prozent (Vorjahr 163,1 Prozent). Die Konzernbilanzsumme hat sich um 144,8 Mio. Euro (-3,4 Prozent) weiter verringert. Ursächlich hierfür sind unter anderem die niedrige Investitionstätigkeit des Konzerns sowie der Verkauf von zwölf Flugzeugen aus der Condor-Flotte, von denen zehn bereits im Geschäftsjahr 2003/04 an einen russischen Investor ausgeliefert worden sind.
Die Eigenkapitalquote ist mit 14,9 Prozent nahezu unverändert im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres (14,8 Prozent).
Ausblick
Die Thomas Cook AG erwartet für das Geschäftsjahr 2004/05 in Europa ein Marktwachstum zwischen zwei und drei Prozent und will daran erneut überproportional partizipieren.
Durch eine konsequent marktorientierte Kapazitätsplanung, durch die fortgesetzte Verschlankung von Prozessen und Strukturen, die eindeutige Zuordnung von Ergebnisverantwortung und durch die Neupositionierung von Veranstaltermarken und Airlines sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Gesundung des Konzerns geschaffen. Die Thomas Cook AG ist daher zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2004/05 wieder ein positives Konzernergebnis zu erzielen.
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Die Thomas Cook AG ist einer der führenden Touristikkonzerne der Welt. Die Geschäftsanteile an der Thomas Cook AG werden zu jeweils 50 Prozent von der Deutschen Lufthansa AG und der KarstadtQuelle AG gehalten.
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Pressekontakt:
Thomas Cook AG
Konzernkommunikation / Pressestelle
Tel.: (0 61 71) 65-1700
Fax: (0 61 71) 65-1060
E-Mail: konzernkommunikation@thomascookag.com
Internet: http://www.thomascook.info/
Kennzahlen des Thomas Cook Konzerns
1. November bis 31. Oktober
2003/04 2002/03
Umsatz Konzernumsatz Mio. EUR 7,478.8 7,241.5
davon Deutschland Mio. EUR 3,441.0 3,408.8
davon Großbritannien Mio. EUR 2,392.3 2,273.5
davon Westeuropa Mio. EUR 1,487.7 1,437.5
Beförderte Gäste Tsd. 13,092.6 12,573.6
durchschnittlicher Reisepreis EUR 507.7 510.0
durchschnittliche Reisedauer Tage 9.1 9.7
Ertragslage EBITA Mio. EUR 22.1 -79.1
EBITA Mio. EUR -34.5 -151.0
Konzernergebnis vor Steuern Mio. EUR -149.3 -280.1
Konzernergebnis nach Steuern und nach Anteilen in Fremdbesitz Mio. EUR -175.9 -253.4
Bilanzstruktur Bilanzsumme Mio. EUR 4,091.2 4,236.0
Anlagevermögen Mio. EUR 2,665.1 3,003.0
Umlaufvermögen Mio. EUR 1,426.1 1,233.0
davon flüssige Mittel Mio. EUR 551.0 343.3
Eigenkapital Mio. EUR 611.0 627.7
Eigenkapitalquote in % 14.9 14.8
Sonstige Finanzdaten Investitionen Mio. EUR 66.4 204.2
davon in Sachanlagen Mio. EUR 41.4 124.9
davon in Finanzanlagen Mio. EUR 9.7 50.6
Operativer Cash Flow Mio. EUR 369.0 138.6
Kreditverschuldung Netto Mio. EUR 596.0 1,023.6
Personal Zahl der Mitarbeiter Durchschnitt 24,628 25,978
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