Start-Up Clearance für A320 via Data-Link

Das DCL-Verfahren ist mittlerweise in D fast flächendeckend etabliert und wird auch im europäischen Ausland zunehmend genutzt. Die Vorteile liegen ganz klar darin, dass auf großen Flughäfen die Frequenzbelastung bei 'Clearance Delivery' der limitierende Faktor war und aufgrund der in schriftlicher Form vorliegenden Clearance die Möglichkeiten von Verwechselungen / Missverständnissen reduziert werden.


Was genau aus dem Drucker kommt, ist regional unterschiedlich. Die Enroute Clearance nebst Zubehör (initial Altitude sofern nötig, Squawk) gibt es immer und dann zusätzlich entweder
  • Startup Approved, next Frequency xxx.xx
  • Standby for Startup
  • Report Fully Ready
Insofern ist in MUC bei Normal Ops tatsächlich der erste Funkspruch beim Request der Pushback-Clearance (oder eben Taxi-Clearance bei den entsprechenden Positionen) nötig. Diese Clearances sollten vor einigen Jahren auch testweise per DLK requestbar sein, das wurde aber nie eingeführt und bietet aufgrund der Dynamik des Vorfeldverkehrs auch wesentlich weniger Potenzial.

Welche Informationen entgehen Dir denn durch DCL?

Gruß MAX
 
Vielen Dank, Max soweit für deine Ausführungen.

Heißt etabliert, technisch möglich oder auch überwiegend angewendet?
Will heißen, muss ich, wenn ich kann, die Freigaben per Datalink einholen oder steht es mir frei, es auch per Funk zu tun? Ich erlebe es tagtäglich sehr durchwachsen, d.h. gleiches Lfz-Muster, gleiche Airline, gleicher Airport,aber unterschiedliche Handhabung. Von daher gehe ich, in voreiliger Selbstbeantwortung meiner Frage :confused: , davon aus, es steht der Crew frei. Stimmt das?

Welche Faktoren können denn dazu führen, sich für die eine oder andere Variante zu entscheiden, vorausgesetzt natürlich, ich habe die Wahl zwischen beiden?
Wenn man eine andere Departure-Route haben möchte,als die wahrscheinlich zugewiesene?
Wenn man in anderer Art vom Standard abweichen muss (z.B. Anlassen eines TW mit Airstarter auf der Position, etc.)?

Auch hier schon vielen Dank vorab. :thbup:
 
Vielen Dank, Max soweit für deine Ausführungen.

Heißt etabliert, technisch möglich oder auch überwiegend angewendet?
Ich für meinen Teil verwende es wo es möglich ist.

Will heißen, muss ich, wenn ich kann, die Freigaben per Datalink einholen oder steht es mir frei, es auch per Funk zu tun? Ich erlebe es tagtäglich sehr durchwachsen, d.h. gleiches Lfz-Muster, gleiche Airline, gleicher Airport,aber unterschiedliche Handhabung. Von daher gehe ich, in voreiliger Selbstbeantwortung meiner Frage :confused: , davon aus, es steht der Crew frei. Stimmt das?
Es gibt keine Anweisung, dass wir das nutzen müssen. Es steht also der Crew frei DCL zu nutzen. Ich finde es ein extrem bequemes System, das sehr zuverlässig funktioniert und bei dem man nicht minuten lang auf ein Durchkommen auf der Frequenz warten muss oder um überhaupt durchzukommen, andere ausblocken muss.

Welche Faktoren können denn dazu führen, sich für die eine oder andere Variante zu entscheiden, vorausgesetzt natürlich, ich habe die Wahl zwischen beiden?
Schwer zu sagen. Wie gesagt, wo vorhanden nutze ich das. Es ist einfach viel zu bequem. Man schickt DCL ab und bekommt das ganze schriftlich, bestätigt und fertig. Vorteil ist, man hat alles gleich schrftlich und der CPT muss nicht auf der Frequenz die Freigabe mithören (wie im Voice-Fall).

Wenn man eine andere Departure-Route haben möchte,als die wahrscheinlich zugewiesene?
Wenn man in anderer Art vom Standard abweichen muss (z.B. Anlassen eines TW mit Airstarter auf der Position, etc.)?

Auch hier schon vielen Dank vorab. :thbup:
Kann man alles irgendwie in die zwei Freetextzeilen packen, wie z.B. "Req EGG 2W-Dep." oder "Able A12" usw...nur im Falle des Airstarters würde ich die DCL zwar holen, aber hinterher nochmals auf DLV den Single-Eng Start confirmen lassen. Dann hat man auch hier die Sprechzeit auf ein Minumum reduziert. Letzendlich ist das aber i.d.R. eine Sache von Apron, weil nur die genau sehen können ob jemand hinter dir steht, bzw. den Verkehr so um dich rumlenken kann. Und hier muss man eh noch konventionell arbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch dir, flaps full, vielen Dank.

Mit welchem Vorlauf requested ihr denn die Freigaben per Datalink? Ist das gleich eines requests per Funk oder früher? Innerhalb welches Zeitraums kommt im Normalfall die Freigabe?
Wie ist es auf Flughäfen, die A-CDM haben? Theoretisch müsste ja die Start up Freigabe per DCL pünktlich zur TSAT kommen? Funktioniert das tatsächlich?

VG
 
Der Vorlauf kann variieren. Von 15 min bis actual ready.
In der Regel ist man mit 10 min gut bedient, v.a. wenn man einen TSAT bekommt.
Die Freigabe folgt i.d.R auch innerhlab von 1 Minute, kann aber auch mal länger dauern (5 min warten hatte ich auch schon). Schnell sind die in LHR, da hat man gerade auf die "Recieved Messages" Seite umgeschaltet und schon ist die Freigabe da.
Die Freigabe kommt also immer sofort/schnellst möglich und die TSAT steht dann auf der Freigabe.
 
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