Condor hat zwei Piloten wegen eines Verstoßes gegen internationale Sicherheitsrichtlinien bis auf weiteres vom Dienst suspendiert. Die Besatzung hatte nach Informationen der "Welt am Sonntag" bei einem Transatlantikflug den Mindestabstand zu einem vorausfliegenden Jet deutlich unterschritten. Der Vorfall ereignete sich am 24. Juni. Bei den betroffenen Maschinen handelte es sich um eine Boeing 767 der Condor mit 235 Passagieren an Bord auf dem Weg von Frankfurt nach Halifax und eine Boeing 757 der Thomas Cook Airlines UK mit 187 Passagieren, die von London nach Toronto unterwegs war. Die Condor-767 näherte sich horizontal bis auf 1,8 Kilometer und vertikal auf etwa 200 Meter an. Erlaubt sind 60 Meilen (111 Kilometer) respektive 1000 Fuß (etwa 300 Meter), die nicht gleichzeitig unterschritten werden dürfen. Da das Kollisionswarnsystem bei beiden Maschinen anschlug, flogen sie Ausweichmanöver.
Condor bestätigt den Zwischenfall. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ist darüber informiert.
In Pilotenkreisen heißt es, die Besatzung habe den Minimalabstand bewußt unterschritten, weil sie glaubte, Funkkontakt mit dem vorausfliegenden Jet zu haben. In Wirklichkeit kommunizierten sie aber wohl mit einer Maschine, die etwa 100 Meilen entfernt war - in jedem Fall wäre das Verhalten unzulässig gewesen. jfl
wams.de
Condor bestätigt den Zwischenfall. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ist darüber informiert.
In Pilotenkreisen heißt es, die Besatzung habe den Minimalabstand bewußt unterschritten, weil sie glaubte, Funkkontakt mit dem vorausfliegenden Jet zu haben. In Wirklichkeit kommunizierten sie aber wohl mit einer Maschine, die etwa 100 Meilen entfernt war - in jedem Fall wäre das Verhalten unzulässig gewesen. jfl
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