LH Bodenzeiten @ MUC

Hessen-Löwe

Mitglied
Hallo, ich habe mich hier neu angemeldet und habe auch gleich eine Frage, die etwas speziell mit MUC zu tun hat:

Mir ist schon länger aufgefallen, dass die meisten LH-Langstreckenflüge in MUC eine längere Bodenstehzeit haben, als die in FRA meist üblichen 3 Stunden (oder etwas mehr).
Eine Ausnahme in MUC stellt wohl der A346 dar, der planmäßig um 18.00 aus SFO kommt und um 21.15 wieder nach PVG rausgeht. Ebenso hat der A333, der zwischen MUC und ORD pendelt, eine relativ kurze Groundtime.
Dass der A346, der morgens aus PVG kommt, dann den halben Tag "rumsteht" hat wohl eher umlauftechnische Gründe, obwohl LH sonst ja sehr auf Profitabilität bedacht ist und eine so lange "sinnlose" Groundtime (von Wartungen, die man in dieser Zeit natürlich auch macht, einmal abgesehen) die Wirtschaftlichkeit ja nicht unbedingt steigert. Aber ich will gar nicht zu sehr auf diesen Einzelfall blicken, sondern meine das eher generell:
Woran liegt es, dass in MUC die Bodenzeiten bei Langstreckenflügen im Vergleich zu FRA relativ lange sind (bis auf eben beschriebene Ausnahmen, die mir auf Anhieb einfallen)?
Z.B. kommt um 5.45 die erste A343 rein (aus HKG), der erste Abflug einer A343 ist erst um 11.00 (nach LAX).
Ich meine irgenwo früher mal gelesen zu haben, dass es MUC-spezifisch sei, dass die Bodenzeiten der LH-Langstreckenflieger vergleichsweise lange seien. Dies hat sich in letzer Zeit wohl etwas verringert, im Vergleich zu früheren Flugplänen. Dennoch frage ich mich schon länger, was die Hintergründe für die angesprochene längere Groundtime in MUC sind, vielleicht könnt Ihr hierzu ja Näheres sagen.

Viele Grüße aus Hessen

PS: ein schönes T2 habt Ihr da in MUC :resp:
 
Servus Hessen-Löwe und viel Spaß im Forum ;)

Deine Frage ist relativ leicht zu beantworten, denn während MUC 'nur' 3 Langstreckenwellen hat (11-11:40H) (15-15:50) und die etwas in die Länge gezogene Abendwelle (19-21:30) hat FRA 4-5 Wellen zu bieten...

Und, es ist leider nicht möglich nach dem Prinzip zu operieren 'Wer zuerst landet geht auch zuerst wieder raus' da die einzelnen unterschiedlichen Sitzplatzversionen nicht auf jede Strecke passen. Je nach Buchungslage wird den jeweiligen Destinations lange im Vorraus eine passende Sitzkonfiguration zugewiesen. Aufgrund der zahlreichen Flüge ex FRA, ist es dort diesbezüglich wahrscheinlich unkomplizierter.

Die etwas längeren Standzeiten werden aber -wie du richtig erwähnt hast- gerne von der Technik in Anspruch genommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hängt mit Anzahl der Langstreckenflüge zusammen und der Aussage die @ MUCFlyer bereits geliefert hat. Wenn mal eine bestimmte Dichte an Flügen erreicht ist, dürfte nach meiner Vorstellung um 2009 sein, werden sich die Standzeiten auch erheblich verringern. Dann wird es auch Abflüge im 9.00Uhr Peak geben und neue Abflüge im 13.00Uhr Peak. ;)
 
Danke für Eure Antworten, das klingt plausibel. Dann kann man für Euch aus MUC-Sicht natürlich nur hoffen, dass es bald 2009 wird ;) .

btw, was muss man eigentlich tun, damit nicht mehr "Newbie" neben dem Beutzernamen steht - genügend Beiträge schreiben? Ist ja fast wie bei Miles & More und deren Statusmeilen...:D
 
Hessen-Löwe hat gesagt.:
btw, was muss man eigentlich tun, damit nicht mehr "Newbie" neben dem Beutzernamen steht - genügend Beiträge schreiben? Ist ja fast wie bei Miles & More und deren Statusmeilen...:D

So ist das, nach 10 Beiträgen bekommst du deinen 2. Stern, Prämien gibt's allerdings keine...
 
Bei den A346 ist die Stanzeit von 6.00 - 15.00 Uhr schon das absolute minimum, um noch einen A-Check durchführen zu können, wenn man die Zeiten weiter reduzieren würde, müßte noch öfter mit FRA getauscht werden, da es ja auch nie einen Nightstop für größere Arbeiten gibt.
 
Ich versuch mal mit meinem Laienhaften Wissen den Begriff "Langstreckenwelle" zu erklären. Mögen die Fachleute mich berichtigen, wenn ich irgendwo Blödsinn geschrieben habe.

Kurz zusammengefasst: Eine "Langstreckenwelle" ist ein relativ "kleines" Zeitfenster, in dem zahlreiche Langstreckenverbindungen starten. So finden vormittags z.B. Zubringerflüge aus ganz Europa statt, die eine Langstreckenwelle (Peak) mit Passagieren / Umsteigern "füttern" und die umsteigenden Langstreckenpassagiere auch weiter zu verteilen ("Hub-and-Spoke - System"). Um die Auslastungen der Zubringer und Verteiler zu optimieren finden daher die Ankunfts- und Abflugszeiten der Langstrecken weitestgehend eben in einem relativ engen Zeitfenster statt. Ganz nach dem Motto: Warum mit einem Zubringer nur eine Langstrecke füttern, wenn ich das auch mit mehreren machen kann.

Wie von MUCFlyer schon angesprochen, gibt's in München drei Wellen - Vormittags primär nach Nordamerika, Abends/Nachts dann hauptsächlich nach Asien - Und Nachmittags sind auch z.B. USA und Kanada an der Reihe.

Gibt's noch was zu Ergänzen? Fachleute an die Tasten! ;)

Greetz,
Meckl :D
 
Meckl hat gesagt.:
Um die Auslastungen der Zubringer und Verteiler zu optimieren finden daher die Ankunfts- und Abflugszeiten der Langstrecken weitestgehend eben in einem relativ engen Zeitfenster statt.
Der Hauptgrund für die Zeitfenster dürfte allerdings darin liegen, daß Abflug und Ankunft eines Fluges zu unterschiedlichen Tageszeiten am jeweiligen Ort stattfinden, was sich um so stärker auswirkt, je länger der Flug dauert. Schon ein 3-Stundenflug nach Osten trifft dort - bezogen auf Ortszeit - nicht 3, sondern rund 5 Stunden später ein, so daß ein Abflug um 20:00 mitten in der Nacht ankommt, also ohne Anschlußflüge und auch -züge! Es fallen deshalb etliche Stunden am Tag für wirtschaftliche Langstreckenflüge aus. Diese Zeitfenster unterscheiden sich in der Tageslage, je nachdem es sich um Ost- oder Westflüge handelt. Optimal für einen Hub ist natürlich ein Fenster, in dem ich Anschlußflüge mit Langstrecken in beide Richtungen, sowohl ankommend als auch abgehend kombinieren kann.
 
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