Diskussion Verkehrszahlen 2013

munich

Schneekönig
Nachdem unser 'Schläferairport' es endlich geschafft hat die Januar-Verkehrzahlen online zu stellen (wurde von mir bei den Verkehrszahlen 2013 gepostet), ein paar Worte dazu:

Ich finde das Passagierergebnis, auch wenn es diesmal negativ ausfällt (-2,63% im Vergleich zum letzten Jahr), bei den doch recht hohen Verlusten in den Bewegungszahlen (-8,31% im Vergleich zum Vj.), noch ganz respektabel.

Am meisten erstaunt es mich allerdings, dass trotz der etwas trüben Konjunktur, die Luftfracht einen Zuwachs von 0,5% aufweist.
 
die größere Kapazität per Maschine macht sich offensichtlich immer mehr bemerkbar... zumindest was den Januar angeht:
2.beste Pax-Zahlen nach 2012 :yes:
2.beste Cargo-Zahlen nach 2011 :yes:
aber bei den Movements nur in 2010 bzw. 2005, 2004 und 2002 weniger :(

vielleicht ist aber auch der Januar nicht gerade besonders repräsentativ? :confused:
 
wenn man sich auf das Winterwetter, Auswirkungen von Nemo sowie die Eisregensperrung in Frankfurt und Streiks in DUS, HAM und CGN regelmässig verlassen könnte......
wie, gibt es für diese Ereignisse noch keine Formel? ;D
Spaß beiseite, etwas "Winterwetter" dürfte ja jeden Januar vorkommen - Streik ist was anderes...
 
wie, gibt es für diese Ereignisse noch keine Formel? ;D
Spaß beiseite, etwas "Winterwetter" dürfte ja jeden Januar vorkommen - Streik ist was anderes...


Aber nicht immer gleich stark und zur selben Zeit Es ist doch wohl klar, dass es für die Verkehrsentwicklung einen Unterschied macht, ob 10cm Neuschnee in den 12 Stunden von Samstag 1800 bis Sonntag 0600 fallen - oder in den 12 Stunden am Freitag zuvor 0900-1900.
Nachvollziehbar?
 
Danke @nonstop, durchaus - ja, der Schnee... wir bräuchten halt doch einen komplett überdachten Airport!;)
Ich glaube ja nicht, dass es dazu eine Statistik gibt, die aussagt wieviel Prozent Ausfälle übers Jahr in MUC wetterbedingt waren oder eben wegen anderer Ursachen. Kann man das schätzen? Oder wird sogar das zahlenmässig korrekt erfasst?
 
Nachdem auf airliners.de eure Februar- Zahlen http://forum.airliners.de/index.php?s=&showtopic=52981&view=findpost&p=644702 veröffentlicht wurden, kann hier völlig zu Recht geschwärmt werden. FRA ist nur wegen des letztjährigen GdF / Vorfeldkontrolle- Streiks im Plus.
Alle Flughäfen mussten den fehlenden 29.2. mit knapp 4% kompensieren. Wenn MUC so perfekt abschneidet, ist das faktisch eigentlich ein Plus. Das ist im Vergleich zu anderen dt. Flughäfen (die auch noch durch die Streiks in HAM / DUS / CGN behindert wurden) eine echte Leistung.
 
Nachdem auf airliners.de eure Februar- Zahlen http://forum.airliners.de/index.php?s=&showtopic=52981&view=findpost&p=644702 veröffentlicht wurden, kann hier völlig zu Recht geschwärmt werden. FRA ist nur wegen des letztjährigen GdF / Vorfeldkontrolle- Streiks im Plus.
Alle Flughäfen mussten den fehlenden 29.2. mit knapp 4% kompensieren. Wenn MUC so perfekt abschneidet, ist das faktisch eigentlich ein Plus. Das ist im Vergleich zu anderen dt. Flughäfen (die auch noch durch die Streiks in HAM / DUS / CGN behindert wurden) eine echte Leistung.

Sehe ich zwar ähnlich, zum 'Schwärmen' ist es allerdings m. M. nach trotzdem kein Grund.

MUC musste im Zeitraum des bisherigen Winterflugplans (Nov. bis einschl. Feb.) 12/13 Verluste bei den Passagierzahlen hinnehmen (Nov.12: -0,36%, Dez.12: -2,23%, Jan.13: -2,63%, Feb.13: -0,53%). Selbst wenn man nun den fehlenden Februartag mit einbezieht komme ich für Feb. 'nur' auf +3,02%. Wenn man die Zahlen Nov.12 bis Feb.13 mit dem fiktiven Wachstum im Februar zum vorletzten bzw. letztem Jahresergebnis vergleicht, ergäbe sich immer noch ein Minus von 0,56% (11.033.805 zu 11.096.444). Tatsächlich ergibt sich über die 4 Monate ohne Berücksichtigung des fehlenden Tages ein Minus von 1,42% (10.939.382 zu 11.096.444).

Zugegebenermaßen sind das, bei der massiven Ausdünnung des Wi.-Flugplanes, speziell bei der LH, immer noch erträgliche Zahlen - aber, wie oben schon erwähnt, kein Grund zum Jubeln. Bleibt nur die Hoffnung, dass der Sommer besser ausfällt, sonst wird sich der 30. Platz im ACI-Ranking nicht all zu lange halten lassen. Ein paar Kandidaten, wie beispielsweise KUL, DEL, aber auch SYD, etc., stehen mit hohen Wachstumszahlen schon in den Startlöchern und wenn es MUC nicht gelingt andere Airports, wie beispielsweise MIA, IAH oder PHX zu überflügeln ist es für MUC vorbei mit den TOP 30 in der Weltrangliste.
 
Es kommt immer auf die jeweilige Brille an. Klar bleibt ein Minus ein Minus. Aber ich betrachte das immer aus der Sicht des Stuttgarter Flughafens. Ich sehe das momentan nicht mit dem Blick, ob sich MUC von den vordesten Plätzen der Welt entfernt oder ob die Infrastruktur gut oder schlecht ausgelastet ist. Daher verstehe ich deine Zurückhaltung.
Schwärmen ist kein Jubeln, sondern ein konkreteres Träumen von wieder besser werdenden Zahlen (die sich woanders in D eben (noch) nicht andeuten).
 
Müsste man dann nicht auch noch berücksichtigen, dass Weihnachten und Silvester vorletztes Jahr am Wochenende waren und letztes Jahr nicht? Ich bin zwar kein Statistiker, aber um alle Variablen zu bereinigen und auf einen Index zu bringen, müsste man wohl schon ziemlich tief in die Materie einsteigen, oder?

Finde da Vergleich zu anderen Flughäfen mit ähnlichen Attributen aussagekräftiger. Sowie Zahlen zur Kapazitätsauslastung. :)
 
Da hast du völlig Recht.
Daher bin ich ein Fan der rollierenden 12 Monatszahlen. Unschärfen in den Monatsvergleichen (4 oder 5 Wochenenden, Feiertagsverschiebungen, Streiks, Wetter, Unfälle etc.) nivellieren sich über 365/366 Tage.
 
MUC wird im Februar vor Madrid platziert sein - auf Platz 6 in Europa.
Madrid-Barajas hat -16,3% (über 500.000) Paxe weniger als 2012. Ganz schön deftig!

Grüße
 
MUC wird im Februar vor Madrid platziert sein - auf Platz 6 in Europa.
Madrid-Barajas hat -16,3% (über 500.000) Paxe weniger als 2012. Ganz schön deftig!

Wow - das ist wirklich krass.

MAD ist aber auch wirklich hart wie doppelt getroffen:
- zum einen die andauernde Krise im eigenen Land, und
- zum anderen der Streik der IB - welcher IMHO über die Verhältnisse hinaus geschossen ist.

Betrachtet man sich die Konstellation, erscheint es mir so, dass man sich nicht wirklich für MUC freuen sollte.
Der aktuelle Trend, die gegebene Situation betrifft nicht nur einzelne Airports in Europa, nein, es ist vielmehr ein Problem, ein Einbruch der Branche im Ganzen - Fallen wichtige HUBs / Zentren im europäischen Wirtschaftsnetz weg (so schlimm steht es um MAD und Spanien nun auch nicht), so betrifft dies viele andere Airports auf native weise und kann daher den Marktanteilsgewinn (bei sinkenden PAX-Zahlen) nicht wirklich schön färben.

Die Battle um die Platzierung ist doch eigentlich nur solange interessant und spannend, solange es den Airports, den Airlines gut geht und alle zusammen ordentlich wirtschaften können ohne weiter das Personal ausquetschen zu müssen.
 
Bahn schluckt Pax

Ähnlich wie in Italien (MXP-FCO) nimmt auch in Spanien (abgesehen von den wirtschaftlichen Turbulenzen) die Bahn mit Ihren milliardenschweren Schnellstrecken den Airlines Passagiere weg. Ein Effekt den man auch in Frankreich mit dem TGV seit Jahteb kennt (CDG-LYS). Aber ist das nicht eine gesunde Entwicklung ? Auch aus Umweltgründen. Von Zentrum zu Zentrum in ein paar Bahn-Stunden ist sicher sinnvoller als lange Fahrt zum Airport, Einchecken in Kolonne, Sicherheitskontrolle mit Kolonne, Warten am Gate usw. usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das so.....?

Aus für Hochgeschwindigkeitszüge:
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35025/1.html

Ich tippe da schon eher auf deren Wirtschaftskrise. Denn fast alle Airports schrumpfen mehr oder minder gleich stark. Der Rückgang von 8% auf Gran Canaria etwa lässt sich ja schlecht mit den Hochgeschwindigkeitszügen begründen. Bei Madrid-Barcelona ginge das schon eher. Aber dafür entwickeln die sich zu unterschiedlich (schlecht).
 

So ist es. Zumindest zwischen Madrid und Barcelona konnte der Marktanteil der Hochgeschwindigkeitszüge gesteigert werden. Wikipedia sagt dazu folgendes:
Im Jahr 2007 lag der Marktanteil der Bahn, im Verhältnis zum Flugzeug, zwischen Madrid und Barcelona bei 11,8 Prozent. Ende 2008 lag der Anteil der Schienenverkehrsnutzer auf dieser Relation bei mehr als 48 Prozent.
Ähnliches erlebt auch die Verbindung zwischen Straßburg und Paris, siehe dazu auch folgenden Artikel in der Stuttgarter Zeitung.
Das ist ja auch vollkommen in Ordnung, wenn Kurzstreckenverbindungen auf Hochgeschwindigkeitszüge umgestellt werden. Immerhin bietet ja auch die Lufthansa einen Check-In und Gepäckbeförderung im ICE auf den Strecken von Stuttgart und Köln nach FRA an. Leider muss man aber auch sagen, dass es in Deutschland nur sehr wenige Schnellfahrstrecken gibt, die in Konkurrenz mit dem Flugzeug treten können. Bei schnellen Fahrzeiten nutze ich gerne den Zug, aber ich muss dennoch häufig auf das Flugzeug umsteigen, da die Zugfahrzeiten einfach unattraktiv sind, siehe zum Beispiel Dresden, Zürich, Prag, Köln. Lediglich die Zugverbindung von München nach Wien wurde in den letzten Jahren spürbar beschleunigt.
 
So ist es. Zumindest zwischen Madrid und Barcelona konnte der Marktanteil der Hochgeschwindigkeitszüge gesteigert werden. Wikipedia sagt dazu folgendes:
Ähnliches erlebt auch die Verbindung zwischen Straßburg und Paris, siehe dazu auch folgenden Artikel in der Stuttgarter Zeitung.

Aber Paris ist nicht in Spanien.
Und der gestiegene Marktanteil der Hochgeschwindikeitszüge in spanien auf der Relation MAD-BCN zwischen 2007 und 2008 erklärt eben gerade nicht die Rückgänge der spanischen Luftfahrt in 2012 und 2013 - denn da gab es die Bahnstrecken ja schon lange.
Ergo MUSS es andere Gründe geben....ich tipper daher immer noch auf den Grund in meinen obigen Beitrag!
 
Aber Paris ist nicht in Spanien.
Und der gestiegene Marktanteil der Hochgeschwindikeitszüge in spanien auf der Relation MAD-BCN zwischen 2007 und 2008 erklärt eben gerade nicht die Rückgänge der spanischen Luftfahrt in 2012 und 2013 - denn da gab es die Bahnstrecken ja schon lange.
Ergo MUSS es andere Gründe geben....ich tipper daher immer noch auf den Grund in meinen obigen Beitrag!

2008 wurde das letzte Teilstück der Schnellfahrstrecke eröffnet, ab da war die Fahrzeit nur noch 2.5 Stunden (http://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke_Madrid–Barcelona). Ursprünglich betrug die Fahrzeit über 6 Stunden.
 
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