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Thema: Der AirBerlin / LTU Thread

  1. #1936
    Full Member Avatar von DirtyCrow
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    Laut Antenne Bayern eben noch weitere Krankmeldungen, ca. 150 Personen sollen heute nicht zur Arbeit erschienen sein.
    Man befürchtet, dass teure Stellen gestrichen werden sollen um die Airline besser an den Mann bringen zu können.

    Aus meiner Sicht eine saudumme Aktion auf dem Rücken der zahlenden Kundschaft und noch dazu ein Schuss ins eigene Knie.
    Sollte es tatsächlich zu Stellenabbau kommen, wer wäre dann wohl eher betroffen, ein Pilot, der auch in schweren Zeiten seine Arbeit tut, oder jemand der aus einer sonderbaren Trotzreaktion heraus krank feiert?

  2. #1937
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    Wir sollten aus dem 4U-Vorfall von 2015 gelernt haben. Und wenn jetzt plötzlich die persönliche Existenz auf dem Spiel steht, kann das schnell zu Schlafmangel etc führen. Möchtest du einen übermüdeten Piloten vorne sitzen haben, der im Notfall möglicherweise nicht schnell genug reagieren kann? Nicht ohne Grund gibt es in der Luftfahrt beim fliegenden Personal den Begriff 'unfit' - das impliziert nicht automatisch krank.
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  3. #1938
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    Zitat Zitat von moddin Beitrag anzeigen
    Möchtest du einen übermüdeten Piloten vorne sitzen haben, der im Notfall möglicherweise nicht schnell genug reagieren kann?
    Das will warscheinlich keiner. Und wenn jemand nicht zu 100% den Job machen kann, soll er lieber nicht arbeiten, das ist klar. Aber diese Kombination (AB Insolvenz und jetzt zusätzlicher Flugausfall, damit höhere Kosten und noch mehr verärgerte Kunden) sind aktuell nun mal eine denkbar schlechte Kombination, sowohl für das Personal als auch AB als ganzes.

  4. #1939
    Platinum Member Avatar von moddin
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    Zitat Zitat von Randy Beitrag anzeigen
    Das will warscheinlich keiner. Und wenn jemand nicht zu 100% den Job machen kann, soll er lieber nicht arbeiten, das ist klar. Aber diese Kombination (AB Insolvenz und jetzt zusätzlicher Flugausfall, damit höhere Kosten und noch mehr verärgerte Kunden) sind aktuell nun mal eine denkbar schlechte Kombination, sowohl für das Personal als auch AB als ganzes.
    Da geb ich dir recht. Nur wenn ich dann höre, dass die AB GF die Piloten nicht mit in die Übernahmeverhandlungen mit einbringt, kann ich verstehen, dass da die Loyalität schwindet. Ich dachte bisher immer, bei einer Übernahme einer Firma gehören auch (ein Teil der) Mitarbeiter mit dazu. In dem Fall hier ist es allerdings so, dass man nur die Flieger mit Streckenrechten veräußern will, und die Piloten sich ganz normal bewerben sollen.

    Übrigens, durch den Insolvenzantrag zahlt ja nicht mehr AB die Gehälter, sondern die Bundesagentur für Arbeit. Allerdings liegt die Höchstgrenze bei 5400€ brutto im Westen und 4550€ brutto im Osten. Und das dürfte deutlich weniger sein, wie das, was die meisten Piloten bekommen.
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  5. #1940
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    Zitat Zitat von moddin Beitrag anzeigen
    Da geb ich dir recht. Nur wenn ich dann höre, dass die AB GF die Piloten nicht mit in die Übernahmeverhandlungen mit einbringt, kann ich verstehen, dass da die Loyalität schwindet. Ich dachte bisher immer, bei einer Übernahme einer Firma gehören auch (ein Teil der) Mitarbeiter mit dazu.
    Wäre auch sinnvoll bzw. bei den Gesprächen dann auch Betriebsrat o.ä. mit dabei. So kann das übernommene Unternehmen auch erst mal weiterlaufen, Änderungen durch neuen Eigentümer folgen dann nach und nach.


    Zitat Zitat von moddin Beitrag anzeigen
    In dem Fall hier ist es allerdings so, dass man nur die Flieger mit Streckenrechten veräußern will, und die Piloten sich ganz normal bewerben sollen.
    Was dafür spricht, ein möglichst gutes Angebot an potenzielle Käufer richten zu können ohne aufwändige Verträge und evtl. höhere Kosten. Je unkomplizierter das Angebotspaket ist, desto eher bzw, mehr wird man Interessenten bekommen können. Das allerdings mit großem Nachteil für alle aktuellen Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens, die am Ende bei der Variante am schlechtesten dastehen.

    Ist halt die Frage, was ist das Ziel der jetzigen Insolvenzverwaltung bei AB ?

    Möglichst viel Ertrag aus (Teil-) Verkäufen rausholen um damit ggfls. noch Schulden abbauen zu können (hier wären die Mitarbeiter die klaren Verlierer)
    Möglichst AB als ganzes Unternehmen zu erhalten und als Paket zu verkaufen (hier sind warscheinlich schlechtere Erlöse zu erzielen)

    Ich habe die Vermutung, es geht in die erste Richtung. Da kann ich aber auch alle Beteiligten verstehen, aber irgendeine Seite wird der Verlierer sein. Und Stand jetzt sieht es so aus, als ob es die Mitarbeiter bei AB sein werden..

  6. #1941
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    Zitat Zitat von Randy Beitrag anzeigen
    Was dafür spricht, ein möglichst gutes Angebot an potenzielle Käufer richten zu können ohne aufwändige Verträge und evtl. höhere Kosten. Je unkomplizierter das Angebotspaket ist, desto eher bzw, mehr wird man Interessenten bekommen können. Das allerdings mit großem Nachteil für alle aktuellen Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens, die am Ende bei der Variante am schlechtesten dastehen.
    Und in diesem Fall braucht man sich dann auch nicht über eine mangelnde Loyalität wundern, wenn man der Firma trotz 10 Jahren in den Miesen die Treue gehalten hat und jetzt im Zweifelsfall als Depp vom Dienst da steht, ohne Perspektive.

    Da würde ich auch keine Rücksicht darauf nehmen, ob das ohnehin schon desaströse Image weiter leidet.

  7. Folgender Benutzer sagt Danke zu Fabian für den nützlichen Beitrag:


  8. #1942
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    Ich kenne mich auf dem Arbeitsmarkt in der Luftfahrt leider nicht sonderlich gut aus.
    Steht wirklich zu befürchten, dass ein erfahrener Pilot nirgends mehr unterkommen kann?

    Damit meine ich jetzt nicht möglicherweise geringeren Verdienst oder möglicherweise umziehen zu müssen, sondern wirkliche Perspektivlosigkeit.

  9. #1943
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    Wenn man sich, z.B. in MUC, mit AB-Personal unterhält, hält sich bei denen die Sympathie für die “kranken“ Kollegen in Grenzen.

  10. #1944
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    Ich denke, dass das fliegende Personal von AB schon Möglichkeiten haben wird, irgendwo unterzukommen, da es ja Interesse an den Flugzeugen und Strecken von AB gibt. Und irgendwo muss ja das Personal dafür herkommen. Nur will warscheinlich kaum ein Interessent die Leute mit den jetzigen Tarifkonditionen einstellen vermute ich.

    Da sehe ich die Perspektive für andere Teile (Verwaltung, Technik) bei AB schon kritischer was Arbeitsplatzerhalt angeht.

  11. #1945
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    In diesen Tagen dürfte AB in der Regel auf den meisten Strecken die 80% Nutzungsschwelle erreichen, die zur Ausübung von Großvaterrechten an Slots berechtigt. Von da an wird v.a. auch von Seiten der potentiellen Käufer kein großes Interesse mehr an einem geregelten Flugbetrieb der AB bestehen. Warum auch? Jeder zusätzliche Betriebstag leert die Kassen weiter. Die für einen Verkauf wesentlichen verbliebenen Vermögenswerte, nämlich die Streckenrechte, sind dann in trockenen Tüchern und die Marke "Air Berlin" ist bereits verbrannt. Insofern dürfte sich auch die Verhandlungspositions der AN dann deutlich verschlechtern.
    Geändert von Zaungast (14.09.2017 um 08:39 Uhr)

  12. #1946
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    Zitat Zitat von Fabian Beitrag anzeigen
    Und in diesem Fall braucht man sich dann auch nicht über eine mangelnde Loyalität wundern, wenn man der Firma trotz 10 Jahren in den Miesen die Treue gehalten hat und jetzt im Zweifelsfall als Depp vom Dienst da steht, ohne Perspektive.

    Da würde ich auch keine Rücksicht darauf nehmen, ob das ohnehin schon desaströse Image weiter leidet.
    Mal ganz ehrlich, was hat das mit Loyalität zu tun?
    Die Kollegen haben doch 10 Jahre lang ihr Geld bekommen, oder?
    Loyalität war m.M.n eher von den Investoren gefragt, die unsäglich viele Millionen eingebracht
    haben und nun nichts mehr oder nur noch wenig davon wieder bekommen.

    Es ist halt nun mal ne Insolvenz (mit ziemlich eindeutigen Vorgaben für den Insolvenzverwalter) und nicht
    "Wünsch-Dir-Was". Das wäre wie ne bedingungslose Kapitulation mit Forderungen.
    Ohne Überbrückung vom Bund wären sowieso alle Arbeitsverträge schon Geschichte.

    Mal Hand aufs Herz, die meisten Piloten waren doch nicht krank bzw. "unfit", weil sie sich die ganze Nacht
    Sorgen um ihre Zukunft gemacht haben. Hier gehts doch einfach um Besitzstandwahrung (wertfrei dargestellt!).
    Die Kollegen der Kabine die vermutlich schlechter aufgestellt sind (Verdienst und Perspektive)
    haben es auch geschafft zu arbeiten.

    Sorry, ich möchte hier niemanden persönlich angreifen, aber es mußte mal raus, bei den vielen Sachen, die man so hört.

  13. Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu speedo für den nützlichen Beitrag:


  14. #1947
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    Ein Interview der RP, mal eine andere Sichtweise in der Geschichte: http://www.rp-online.de/wirtschaft/u...-aid-1.7081340

  15. #1948
    Silver Member Avatar von MUCCUM
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    Standard Bizarr?

    "Angebote via Facebook, massenhafte Krankmeldungen und der Vorwurf eines abgekarteten Spiels: Die Insolvenz von Air Berlin ist gespickt mit allerlei Merkwürdigkeiten. Und vielen offenen Fragen."

    https://www.welt.de/wirtschaft/artic...Insolvenz.html

  16. #1949
    Global Moderator Avatar von Machrihanish
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    Bizarr ist, daß oneworld, IAG, notorische Gewinnler und diverse "Investoren" Air Berlin seelenruhig und jahrelang beim Verrecken zugesehen haben und die Firma ohne jeden Widerspruch aus der Presse zu einer vereinigt-arabischen, irregulären Staatslinie wurde - und jetzt, da die LH die Trümmer aufzukehren sich anschickt, allerlei Kommentatoren auf den Plan treten, die im Besorgte-Bürger-Sound "den Carsten" als Speerspitze der Illuminaten phantasieren, die dem gepaukten Bürger seine Mallorca-Sause mißgönnt und die Bundesregierung "über den Tisch zieht".

    Viel Feind, viel Ehr.

    Übrigens hat ein offensichtlicher AB-Insider, der seinerseits in Bezug auf das allgegenwärtige Gelaber von allen Seiten seinen Kaffee mehr als auf zu haben scheint, dargelegt, daß der Krankenstand Cockpit-AB anfang der Woche keineswegs signifikant erhöht gewesen sei. Der offenbar drängende Wunsch des Kommentariats, sich in nur mittelbar zugänglichen Konflikten (wie auch dem LH-Streikgeschehen) sogleich auf eine Seite zu schlagen, ist töricht. Ein latenter Hang zum Lynchen. Ganz unangenehme Gesellschaft.
    Maintain the path.

  17. Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Machrihanish für den nützlichen Beitrag:


  18. #1950
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    Zitat Zitat von Machrihanish Beitrag anzeigen
    Bizarr ist, daß oneworld, IAG, notorische Gewinnler und diverse "Investoren" Air Berlin seelenruhig und jahrelang beim Verrecken zugesehen haben und die Firma ohne jeden Widerspruch aus der Presse zu einer vereinigt-arabischen, irregulären Staatslinie wurde - und jetzt, da die LH die Trümmer aufzukehren sich anschickt, allerlei Kommentatoren auf den Plan treten, die im Besorgte-Bürger-Sound "den Carsten" als Speerspitze der Illuminaten phantasieren, die dem gepaukten Bürger seine Mallorca-Sause mißgönnt und die Bundesregierung "über den Tisch zieht".

    Viel Feind, viel Ehr.

    Übrigens hat ein offensichtlicher AB-Insider, der seinerseits in Bezug auf das allgegenwärtige Gelaber von allen Seiten seinen Kaffee mehr als auf zu haben scheint, dargelegt, daß der Krankenstand Cockpit-AB anfang der Woche keineswegs signifikant erhöht gewesen sei. Der offenbar drängende Wunsch des Kommentariats, sich in nur mittelbar zugänglichen Konflikten (wie auch dem LH-Streikgeschehen) sogleich auf eine Seite zu schlagen, ist töricht. Ein latenter Hang zum Lynchen. Ganz unangenehme Gesellschaft.
    Besser kann man es nicht ausdrücken!
    Gruß
    Robert alias munich alias Schneekönig

    'Man müsste die Gelassenheit eines Stuhles haben. Der muss auch mit jedem Arsch zurechtkommen'

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben."
    Alexander von Humboldt

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